Freitag, 18. August 2017

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Ich halte es für problematisch ein Werk, das im Jahr 1951 erschienen ist, nach den Maßstäben des 21.
In der Zwischenzeit ist der 3te Band "Hammerhead" rausgekommen und siehe da, bessere Zeichnungen ...

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Ich würde die Antwort hier nicht posten! Nur, wie sehr ich mich freuen würde, falls Eure Glücksfee ...

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Das Buch ist halt im typischen John Ringo Stil geschrieben. Entweder man mag seinen Stil oder eben ...

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Hi Q, dass die Soundwords fehlen, ist aus meiner Sicht in diesem Fall ein großer Vorteil, denn sie ...

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Rezensionen im Oktober (2016)
Geschrieben von Jessica
Dienstag, der 01. November 2016

Liebe LeserInnen,

mit dem Reformationstag, neumodisch auch in unseren Kreisen inzwischen Halloween genannt, verabschiedete sich der Oktober, der natürlich auch bei Literatopia ganz im Zeichen der Frankfurter Buchmesse stand. Während sich die Chefs auf der Pirsch nach den neuen Verlagsprogrammen in den Heiligen Hallen rumtrieb, waren die anderen Redakteure fleißig und haben für euch gelesen und fundierte Rezensionen geschrieben. Die wichtigsten Titel zeigen wir euch heute wie immer im Monatsrückblick. Viel Spaß beim Stöbern!
 

 
Belletristik
 
Die Jagd auf Osama bin Laden als weltpolitisches Ereignis, umgelenkt in eine verschwörungstheoretische Alternativversion. Ein Ich-Erzähler, der in einem Gefüge aus Kindstod, Ehebruch, Trennung sowie Neuanfang unter Schuldgefühlen leidet und diese zu bewältigen sucht, indem er in einem substitutiven Konstrukt von Familie alles richtig zu machen versucht. Eine Erzählstruktur, die zusammengesetzt ist wie drei Matrjoschka-Puppen, politische und persönliche Positionsbestimmung, mit Einschlag in den Spionagethriller und die Gefühlswelt der Oper: der Roman "Geronimo" von Leon de Winter.
 
"Dark Love – Dich darf ich nicht lieben" fährt mit einer im New Adult-Genre nicht ganz unüblichen Idee auf – und leider voll gegen die Wand. Nervtötend unreife Charaktere, komplett unrealistische Orts- und vor allem Entfernungsbeschreibungen, völlig überflüssige Lückenfüllerpassagen: Man merkt dem Buch von Anfang bis Ende an, dass Estelle Maskame zum einen während des Schreibens noch sehr jung war und zum anderen ihre Heimat Schottland wahrscheinlich noch nie verlassen hat. Was als kurzweiliger Zeitvertreib gerne mal zwischendurch gelesen wird, wurde hier leider zu einer gänzlichen Zeitverschwendung und lässt den Leser nur frustriert und verärgert zurück.
 
Dark Fantasy
 
Christoph Marzis "London" ist ein düsterer, rätselhafter Urban-Fantasy-Roman mit sympathischen Protagonisten, der seine Leser mit einer dichten Atmosphäre und einprägsamen Bildern in seinen Bann zieht und immer wieder staunen lässt.
 
"American Gods" ist ein wunderbar seltsames Buch über alte Götter, die inkognito im Amerika der Gegenwart leben und sich vergeblich gegen das Vergessenwerden stemmen. Geschickt verflechtet Neil Gaiman Realität und Mythologie und lässt dabei die reale Welt oft genauso merkwürdig und staunenswert erscheinen wie die fantastischen Elemente seiner Geschichte.
 
Fantasy
 
Die Fortsetzung von Daniel Illgers Skargat-Trilogie "Das Gesetz der Schatten" vermag im Großen und Ganzen den gehobenen Standard des ersten Bandes zu halten. Nach wie vor ist die Story außergewöhnlich, spannend, vom Stil her wunderbar zu lesen und macht einfach Spaß, selbst wenn sie wegen des starken Überleitungscharakters nicht ganz an den Vorgängerband heranreicht. Doch das ist Jammern auf hohem Niveau, das Buch wird den Erwartungen vollauf gerecht. Man darf wohl auf ein furioses Finale hoffen, dessen Erscheinungstermin zur Stunde noch nicht feststeht.
 
"Herz aus Nacht und Scherben" von Gesa Schwartz ist ein leidenschaftliches Plädoyer für die Macht der Träume und Gedanken. Die froststarrende und gleichzeitig farbensprühende Scherbenwelt sowie der düstere Rabenwandler Nív begeistern nicht nur Milou, die mit jedem Kapitel mehr über sich selbst hinauswächst.
 
Science Fiction
 
"Das unendliche Meer" ist das zweite Buch der Trilogie um Die 5. Welle. Kaum zusammen, müssen sich die Teenager neuen Herausforderungen und Problemen stellen. Nach einem Auftakt, der von emotionalen Konflikten geprägt ist, bringt Rick Yancey zur zweiten Hälfte erneut ordentlich Action und neue Enthüllungen. Sprachlich kann er dabei erneut die Leser fesseln, auch wenn er sich teilweise etwas in kryptischen Wendungen verliert. Ein gelungener, starker zweiter Teil mit wenigen, kleinen Schwächen.
 
"Lagune" von Nnedi Okorafor versetzt das traditionelle Motiv der Landung von Außerirdischen auf der Erde in die nigerianische Megacity Lagos und vermengt Science Fiction mit Urban-Fantasy-Elementen, die sich teilweise auf afrikanische Mythologie stützen. Das Resultat ist ein spannender, eigenwilliger und immer wieder überraschender Roman – und eines der wenigen Bücher, bei denen sich ein offenes Ende nicht unbefriedigend anfühlt.
 
Thriller
 
Ursula Poznanski hat ein Händchen dafür, sich mit ihren Thrillern – egal, ob für Jugendliche oder für Erwachsene – immer genau am Puls der Zeit zu bewegen. Auch in "Layers" greift sie wieder ein aktuelles Thema auf und schickt den Leser gemeinsam mit ihrem Protagonisten auf ein rasantes Abenteuer. Leider gibt es dieses Mal einige Schwachstellen in Sachen Spannungsbogen und auch bei der Charakterzeichnung, wodurch die Geschichte teilweise etwas zäh wird, was wiederum das Lesevergnügen insgesamt ein wenig schmälert. Trotzdem bleibt Frau Poznanski eine Koryphäe auf ihrem Gebiet und wird auch weiterhin immer eine Empfehlung wert sein.
 
Comic
 
"Es war einmal in Amerika" ist ein Streifzug durch die amerikanische Geschichte, der von Giorgio Pezzin perfekt geschrieben und von Massimo De Vita gezeichnet wurde. Unverständlich ist nur, warum die Leser in Deutschland so lange auf diese Veröffentlichung warten mussten, denn Es war einmal in Amerika ist eine der besten Reihen mit Micky Maus und sollte in jedem Regal gleich neben Werken wie Onkel Dagobert – Sein Leben, seine Milliarden oder Micky X stehen.
 
Durch Wilfrid Lupanos "Auf die Barrikaden – Der Aufstand der Frauen" wird ein in Deutschland unbekannter Teil der französischen Geschichte ans Tageslicht geholt. Er erzählt von der beeindruckenden Elisabeth Dimitrieff und ebenso vom Beginn der Frauenbewegung, dem Versuch sozialistische Ideen umzusetzen, von Idealen und dem Glauben an Freiheit für alle.
 

 
Wie immer war unser Monat bunt gemischt und auch für den November halten wir einige spannende Stücke für euch bereit. Wem der Rückblick noch nicht ausreicht oder wer noch ein wenig weiter zurückschauen möchte, der ist auch dieses Mal wieder herzlich eingeladen, sich ausgiebig in unserem Rezensions-Archiv umzuschauen.
 
Wir wünschen euch einen lesereichen November,
euer Literatopia-Team
Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 01. November 2016
 

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