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Die Schlümpfe – Kompaktausgabe Bd.1 (Peyo)
Geschrieben von Markus
Freitag, der 04. November 2016

Verlag: Splitter-Verlag; (November 2016)
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten; 39,95 €
ISBN-13: 978-3958399617

Genre: Funny


Klappentext

Sie sind zwar winzig klein, haben aber weltweit Riesenerfolge gefeiert: die Schlümpfe.
Die blauen Zwerge aus der Feder des Comic-Zauberers Peyo haben es seit ihrem ersten Auftritt 1958 als Nebenfiguren im Ritter-Funny Johann und Pfiffikus rasch zu großer Beliebtheit gebracht: mit eigener Comicserie, einer umfangreichen Figurenkollektion und zahlreichen Auftritten als Film- und Fernsehstars.

Diese Kompaktausgabe versammelt nun erstmals alle klassischen Schlumpf-Comics in der chronologischen Reihenfolge ihrer ersten Veröffentlichung im Albumformat, ergänzt um vielfältige Informationen, Dokumente und Illustrationen zu ihrer Entstehung.

Mit anderen Worten:
das umfangreiche Making Of eines Comic-Mythos.


Rezension

Die Schlümpfe dürften jedem bekannt sein. Entweder aus der eigenen Kindheit oder durch die eigenen Kinder. Die kleinen blauen Kerle sind medial unglaublich vernetzt und sind dermaßen erfolgreich, dass sie wohl nie von der Bildfläche verschwinden werden.
Zum Glück muss man sagen! Denn die Schlümpfe sind einfach zu liebenswert. 1958 schuf Peyo sie für seine Reihe Johann und Pfiffikus. Aber sie wurden schnell sehr erfolgreich und so schrieb er ihnen eigene Abenteuer auf den kleinen blauen Leib. Splitter hat in den letzten Jahren ihre Abenteuer in Einzelalben veröffentlicht. Jetzt kommt allerdings die Kompaktausgabe hinzu und die verdient ihre Namen durchaus. Denn sie versammelt immer gleich mehrere Abenteuer/ Alben in einem Band und bietet gleichzeitig jede Menge zusätzliches Material. Neben einem mehr als interessanten redaktionellen Teil, sind hier von Peyo gezeichnete Entwürfe zu sehen, Werbecomics mit den Schlümpfen, die er schuf und so manch anderen Dinge. Ein besonderes Bonbon ist der Nachdruck des Mini-Recrit zu Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe. Diese Minialben lagen früher der Zeitschrift Spirou als Extra bei und die Schlümpfe kamen dort zuerst zu Ehren eines eigenen langen Auftrittes. Später wurde die Geschichte im Übrigen für die reguläre Albumveröffentlichung neu gezeichnet, was recht deutlich zu sehen ist. Auf diese Weise bekommt man einen Einblick in die Geschichte der Schlümpfe, der ihr Erscheinen betrifft. Peyos Art zu erzählen, zeichnet aus, dass er nicht alles vereinfacht und weichspült, damit es möglichst einfach verträglich für Kinder ist, sondern sie durchaus fordert und zum Nachdenken anregt. Dadurch werden sie ebenso für Erwachsene interessant und zu sehr guter Unterhaltung. Wer die Albumausgabe bereits besitzt und gerne mehr über die Hintergründe der Schlümpfe wissen möchte, sollte sich überlegen, ob er sich die Kompaktausgabe zulegt, denn das Bonusmaterial ist es auf jeden Fall wert. Für diejenigen, die noch kein Album besitzen, ist die Kompaktausgabe mit Sicherheit eine Alternative zu den Einzelalben, denn mit ihr bekommt man gleich mehrere Geschichten gesammelt zu einem überaus fairen Preis.

Der fliegende Schlumpf

Ein Schlumpf will unbedingt fliegen, mit allen Mitteln. Er versucht alles, was ihm einfällt, egal wie abwegig es ist. Leider bedeutet das, dass auch so manch Unschuldiger unter seinem Wunsch zu leiden hat, unter anderem ein Huhn, welches seine Federn im Dienste der Wissenschaft verliert.
Ein Witz schließt sich hier an den anderen an, während der Schlumpf durch die Fluggeschichte eilt und dabei alles mögliche und unmögliche ausprobiert. Höhepunkte dabei sind der Besen und die Rakete mit des Aufschrift USAF ( United Schlumpf Air Force). Und der Schlussgag allein ist einfach grandios im Zusammenhang. Der fliegende Schlumpf bietet mit seinen zahlreichen Anspielungen fast mehr für den großen Leser, als für den Kleinen, ist aber für alle Altersklassen geeignet und witzig.

Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe

Ein Schlumpf wird von der Mücke Bzzz gestochen. Daraufhin verwandelt er sich in einen Schwarzschlumpf, der es munter darauf anlegt, alle anderen Schlümpfe ebenfalls in einen Schwarzschlumpf zu verwandeln.
Passend zu Halloween erzählt diese Geschichte eine klassische Horrorgeschichte im Schlumpfgewand und damit ebenso für Kinder verträglich. Eine der besten Geschichten der Schlümpfe.

Der gefangene Schlumpf

Die erste Geschichte mit Gargamel. Am Anfang dieser Geschichte erfährt er von den ihm unbekannten blauen Kobolden aus einem Rezept zur Herstellung des Steins der Weisen. Tatsächlich gelingt ihm dann die Gefangennahme eines Schlumpfes, woraufhin Papa Schlumpf und die anderen zur Rettung eilen. Wegen des erstmaligen Auftauchens Gargamels allein schon lesenswert, ist Der gefangene Schlumpf ein sehr witzige Geschichte, da sie die Schwierigkeiten Azraels einen Schlumpf zu fangen und die Probleme bei der Befreiungsaktion auf lustige Art und Weise darstellt.

Schlumpfonie in C

Die Schlümpfe wollen die Schlumpfonie in C aufführen, wäre da nur nicht, der Trompeterschlumpf, der es mit seinem nicht ganz so ausgeprägten Talent schafft, jedem Instrument ein Prööt zu entlocken. Somit darf er nicht an den Proben teilnehmen. Das ruft Gargamel auf den Plan, der etwas ganz Gemeines ausheckt und sich dafür als Fee verkleidet, um dem ahnungslosen Schlumpf scheinbar zu helfen.
Lustige Geschichte über die Aufführung eines Musikstückes. Der Running-Gag mit dem Prööt ist einfach genial.

Schlumpfissimus, König der Schlümpfe

Papa Schlumpf muss für ein paar Tage das Dorf verlassen und schon bald regiert das Chaos im Schlumpfdorf, da alle das Sagen haben wollen. Es gibt nur einen Weg, den Frieden wieder herzustellen: es muss ein Anführer gewählt werden. Aber der entpuppt sich im Nachhinein nicht unbedingt als die beste Wahl.
Mit einem Blick über den großen Teich zusammen mit einem Richtung Nahen Osten ist Schlumpfissimus, König der Schlümpfe aktueller denn je. Es geht um Wahlbetrug, Wahlmanipulation, Wahlversprechen und Politik im Allgemein und wie leicht Menschen zu verführen sind. Das alles natürlich auf Schlumpfart und sehr lustig, aber dennoch stecken viele Wahrheiten in diesem Album und zeigen, wie gut sich die Schlümpfe dazu eignen, unsere Welt zu persiflieren und zu kritisieren, und dennoch auch gute Unterhaltung für Kinder zu bieten, denen vermutlich der Hintergrund egal ist. Ein sehr gutes Album, mit Aussage und viel Humor.

Das Zauberei und die Schlümpfe

Ein Schlumpf findet ein Ei, welches jeden Wunsch erfüllt, wenn man ihn in seiner Nähe ausspricht und anschließend an ihm klopft. Die Schlümpfe stehen Schlange und manche Sachen die daraus entstehen sind einfach verrückt und absurd.
Eine einfache, lustige Geschichte, die sehr gut geschrieben und illustriert wurde.

Schlumpfine

Gargamel ist frustiert, immer sind ihm die Schlümpfe über. Deswegen kommt er auf einen besonders perfiden Plan. Er hetzt ihnen den bösesten Fluch auf den Hals, der ihm einfällt. Er erschafft eine Schlumpfine und schickt sie ins Schlumpfdorf, wo sie prompt ihrer Aufgabe nachkommt und Zwietracht unter den Schlümpfen sät. Allerdings tut sie das weniger, weil es ihr Auftrag ist, sondern weil es in ihrer von Gargamel gegebenen Natur liegt. Aber Papa Schlumpf findet auch für dieses Problem eine Lösung.
Das Abenteuer, welches dafür sorgte, dass der Haussegen im Hause Peyo schief hing. Vierzehn Tage soll Nine Cullidorf mit ihrem Mann nicht gesprochen haben, nachdem sie das Rezept Gargamels für Schlumpfine gelesen hatte. Ansonsten ist Schlumpfine ein herrlich politisch unkorrektes Abenteuer der Schlümpfe, dass für andauerndes Lachen beim Leser sorgt.

Schlümpfe in Not

Ursprünglich zu Weihnachten erschienen, erzählt Schlümpfe in Not von einer Hungersnot, die die Schlümpfe erleiden, weil mitten im Winter ihr Vorratsspeicher abgebrannt ist. Deshalb müssen sie ihr Dorf verlassen und eine neue Heimat suchen. Schließlich finden sie ein Schloss, dessen Besitzer bitterarm ist und dem sie helfen und der ihnen helfen kann, so dass es zu einem guten Ende kommt. Eine schöne Geschichte mit einem zu Weihnachten passenden Ende.


Fazit

Die Schlümpfe – Kompaktausgabe ist prall gefüllt mit Geschichten und zusätzlichen Informationen zu den kleinen blauen Kobolden. Einfach eine wunderbare, schöne und gelungene Ausgabe. Für Schlumpffans und die, die es werden wollen.


Pro & Contra

+ sehr viel Zusatzmaterial, wie Werbecomics etc.
+ fairer Preis
+ Humor für Groß und Klein
+ viele Anspielungen auf unsere Zeit
+ hervorragende Zeichnungen

Bewertung:

Charaktere: 5/5
Handlung: 5/5
Humor: 4,5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Peyo:

Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.1 – Der Page des Königs
Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.2 – Hexerei und Zaubersprüche
Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.3 – Räuber und Plünderer
Rezension zu Johann und Pfiffikus Gesamtausgabe Bd.4 – Die Schlumpfjahre

Rezension zu Die Schlümpfe Bd.1 – Blauschlümpfe und Schwarzschlümpfe
Rezension zu Die Schlümpfe Bd.28 – Schlumpfine greift ein

Rezension zu Benni Bärenstark Bd.1 – Die roten Taxis
Rezension zu Benni Bärenstark Bd.13 – John-John
Rezension zu Benni Bärenstark Bd.14 – Auf den Spuren des weißen Gorillas

Rezension zu Die Schlümpfe und das verlorene Dorf Bd.1

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 03. März 2017
 

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