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Aethersymphonie – Ein Annabelle Rosenherz Roman (Anja Bagus)
Geschrieben von Swantje
Samstag, der 26. November 2016

CreateSpace (Mai 2014)
Taschenbuch
466 Seiten, 12,00 EUR
ISBN: 978-1499612769

Genre: Steampunk


Klappentext

Æther gestaltet die Welt neu. Jeden Tag werden Entdeckungen und Erfindungen gemacht, die das Leben, die Technik, Tiere und Menschen verändern. Heute noch Luftschiffkapitän, morgen ein Monster mit Fell und Krallen, Flügel und Schnabel. Niemand weiß, ob er am nächsten Tag mit einer seltsamen Fähigkeit erwacht. Annabelle Rosenherz ist so eine Veränderte. Mit ihrer grünen Hand kann sie heilen und töten. Während die Welt sich langsam an die neuen Gegebenheiten gewöhnt, vermisst sie immer noch schmerzhaft ihren Vater, der nun seit zwei Jahren verschwunden ist. Eine Spur führt nach Prag. Annabelle lädt ihre Freunde zu einer Fahrt auf der »Delfin«, einem experimentellen Luftschiff, ein. Während sie sich bemühen, der goldenen Stadt ihre Geheimnisse zu entlocken, werden Sucher zu Gesuchten und schließlich zu Gejagten.


Rezension

Annabelle reist mit ihren Begleitern – ihrem Mann Paul, seinem Bruder Friedrich, ihren Freunden Johanna und Otto, dem Mannwolf Hartwig und neuerdings auch dem halb in eine Katze verwandelten Jungen Jakob – nach Prag. Dort verliert sich die Spur ihres geliebten Vaters Christian Sebastian Rosenherz. Wie bereits in „Aetherresonanz“ wird den Figuren in der ersten Hälfte des Buches viel Raum gegeben, um nach den dramatischen Wendungen am Ende des letzten Buches ihre Beziehungen zu sich selbst und zueinander neu zu verhandeln. Das wird sensibel und realistisch geschildert.

Zum Beispiel begleiten die Leser Annabelle dabei, wie sie sich allmählich von einem idealisierten Bild ihres Vaters verabschiedet. Der Christian Sebastian, den man schließlich kennenlernt, ist ein brillanter, charismatischer Mann – aber doch eine Figur mit Schwächen. Friedrich ringt mit seiner Verwandlung und auch Paul erfährt Dinge über sich und seine verborgenen Fähigkeiten, die alles in Frage stellen, was er über sich zu wissen geglaubt hat.

Doch in Prag erwarten die Reisegruppe auch große äußere Gefahren: Christian Sebastian ist aus gutem Grund untergetaucht. Die verführerische Sängerin Sybille verfolgt ganz eigene Pläne, für die sie alles und jeden opfern würde, und dann gibt es auch noch einen Offizier der preußischen Armee, der Annabelles Tod beschlossen hat. Erst später erfährt man, was ihn dazu motiviert.

Zunächst finden die Protagonisten jedoch mehr über den Aether und die Veränderungen heraus, die er bewirkt. Nicht nur erfahren sie mehr über die mysteriöse Verbindung von Aether und Musik, ihnen präsentiert sich auch das Bild einer Welt, die seit jeher von Aether durchdrungen und geformt wird. Schöpfungsmythen verschiedener Kulturen gewinnen vor diesem Hintergrund eine ganz neue Bedeutung. Und natürlich auch die Mythen um Geschöpfe, die den Aether und damit das Gefüge der Welt manipulieren können – Geschöpfe wie Drachen. Originell neu interpretiert fügen auch diese Fabelwesen sich verblüffend harmonisch und sehr beeindruckend in den Roman ein.

Das letzte Drittel des Buches ist eine rasante Abfolge überraschender, folgenreicher Wendungen (insbesondere Friedrichs Geschichte erhält eine ganz neue Richtung), dramatischer Enthüllungen über die Natur der Welt und bildgewaltiger magischer Kämpfe. Tatsächlich passiert so viel, dass die Ereignisse des Finales, das sich sehr lange hinzieht, einander ein wenig die Show stehlen. Am Ende der Trilogie bleiben schließlich ein paar lose Enden übrig, aber das wirkt passend und folgerichtig.


Fazit

„Aethersymphonie“ hat viele der Stärken der Vorgängerbände – sympathische, komplexe Charaktere, eine faszinierende Welt und einen flüssigen Stil – und die zuvor aufgeworfenen Fragen zu der Verbindung von Wissenschaft, Magie, Musik und Mythologie werden auf eine Weise geklärt, die die geweckten Erwartungen noch weit übertrifft. Bagus‘ dritter Roman ist originell, dramatisch und farbenfroh, aber hätte von einem kürzeren, konzentrierteren Showdown profitiert.


Pro und Contra

+ Figuren nach wie vor sympathisch, differenziert und entwicklungsfähig
+ man erfährt endlich mehr über Annabelles Vater
+ spannend
+ Magiesystem wird weiter ausgearbeitet und ausgedehnt, geschickte Einbindung und Neuinterpretation von bekannten Mythen

o lose Enden

- überladener Showdown

Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3,5/5


Rezension zu "Aetherhertz" (Bd. 1)

Rezension zu "Aetherresonanz" (Bd. 2)

Rezension zu "Waldesruh - Ein Aetherwelt-Roman" (Bd. 1)

Rezension zu "Glasberg - Ein Aetherwelt-Roman" (Bd. 2)

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 15. Januar 2017
 

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