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Asterix – Der Seher – Die Ultimative Edition (René Goscinny, Albert Uderzo)
Geschrieben von Markus
Freitag, der 09. Dezember 2016

Verlag: Egmont Comic Collection; (November 2013)
Gebundene Ausgabe: 48 Seiten; 19 €
ISBN-13: 978-3770436538

Genre: Humor


Rezension

"Das Monstrum!"
"Der Hundeleser!"

Die Gallier in einem wohlbekannten Dorf fürchten nur eins, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fällt. Genau dies scheint nun zu geschehen. Ein ungewöhnlich starkes Gewitter geht über dem Dorf nieder und Miraculix ist nicht da, um die Einwohner zu schützen. Während sich alle in Majestix´ Hütte versammelt haben, trifft ein Besucher ein. Lügfix ist nach eigenen Angaben ein Seher und beginnt sofort die Dorfbewohner mit seinen offensichtlichen Vorhersagen, um den Finger zu wickeln. Nur Asterix bleibt misstrauisch. Zurecht wie sich herausstellt, denn während er und Obelix im Dorf bleiben müssen, zieht es die anderen in den Wald, wo Lügfix wie die Spinne in ihrem Netz wartet. Und auch die Römer haben mit der Zeit Interesse an dem selbsternannten Seher. Mit ihm plant der Zenturio von Kleinbonum, Gaius Ausgus, Asterix und seine Freunde endgültig aus ihrem Dorf zu vertreiben und dieses Mal soll es endgültig sein. Da kann nur der zurückkehrende Miraculix noch helfen.

"Ich kann nichts vorhersagen! Hätte ich vorhersagen können, wie das alles ausgehen würde, wäre ich neben meiner Gerberei geblieben!"

Man könnte meinen, dass René Goscinny und Albert Uderzo ihren beiden Helden nach den Ereignissen um Cäsars Lorbeerkranz ein etwas weniger nervenaufreibendes Abenteuer aufbürden würden, eins in dem sie sich vielleicht etwas ausruhen könnten oder zumindest hauptsächlich Römer verprügeln, aber das genaue Gegenteil ist der Fall. 1972 hetzten sie Asterix, Obelix und dem gallischen Dorf einen Seher an den Hals. Lügfix ist ein Scharlatan, Betrüger und Opportunist allererster Güte. Seinen ersten Auftritt inszenieren Goscinny und Uderzo äußerst effektvoll. Die Szene wirkt als würde sie aus einem alten Horror-/ Gothic-Roman entstammen. Von diesem Punkt aus, entwickelt René Goscinny ohne weiteres Vorgeplänkel seine Geschichte. Die Gallier fallen immer weiter unter den Bann des Sehers, der sie mit offensichtlichen, falschen Vorhersagen bei Laune hält und dadurch dafür sorgt, dass sie ihn weiter versorgen. Die Gallier wirken zwar allzu leichtgläubig, allerdings ist dies gar nicht so weit hergeholt, wie es auf den ersten Blick scheint. Mit dem Eintritt der Römer nimmt die Geschichte dann weiter an Fahrt auf und René Goscinny treibt den Humor auf die Spitze. Wie Lügfix sich aus seiner selbst aufgestellten Falle versucht herauszuwinden, ist einfach Spitze. Lügfix sticht dann auch aus den anderen Gegenspieler des Dorfes heraus. Denn er ist nicht der geniale Strippenzieher oder der große Kämpfer. Nein, er ist nichts weiter als jemand, der durch Zufall, die sprichwörtliche Büchse der Pandora öffnet und den die Ereignisse überholen, denen er nur hilflos zusehen kann, wie sie sich entwickeln. Es gibt mehrere genial formulierte und auf den Punkt gebrachte Dialoge. Wenn Lügfix ein Würfelergebnis voraussagen muss und dabei durch nicht versagen, versagt, ist das einfach großartig. René Goscinny stellt somit einmal mehr sein Gespür für Humor unter Beweis.

"Kein Mensch hat uns je gelesen und uns wird auch keiner lesen!!!"

Sein großes, künstlerisches Können darf Uderzo erneut zur Geltung bringen. Vor allem seine Hommage an Rembrandts Die Anatomie des Dr. Nicolaes Tulp sticht hervor und bleibt in Erinnerung. Ebenso gestaltet er den Rest des Albums äußerst effektvoll, angefangen beim Auftritt des Sehers bis hin zur finalen Konfrontation zwischen Römern und Galliern, die dieses Mal sogar ihre Frauen zum Kampf mitbringen.

"Macht Zaubertrank eigentlich dick?"


Fazit

Der Seher ist ein lustiges, pointiertes Album mit einem Thema, das nichts von seiner Aktualität eingebüßt hat. Bei Betrachtung der aufblühenden Esoterik und Astrologie, sollte sich so mancher dieses Album zu Gemüte führen.


Pro & Contra

+ nach wie vor aktuelles Thema
+ der erste Auftritt des Sehers
+ Frauen und der Zaubertrank

Bewertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Humor: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/ Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Asterix:

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Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 09. Dezember 2016
 

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