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Dunkler Orden – Die Chroniken der Seelenfänger Bd.2 (Alexey Pehov)
Geschrieben von Markus
Mittwoch, der 04. Januar 2017

Verlag: Piper (Oktober 2016)
Broschiert: 496 Seiten; 16,99 €
ISBN-13: 978-3492703987

Genre: Fantasy


Klappentext

Die Welt steht am Rande des Abgrunds...

In Fürstentümern, in verlassenen Dörfern, im Dunkelwald und am Ufer des Meeres treiben dunkle Seelen ihr Unwesen. Ludwig van Normayenn und die Bruderschaft der Seelenfänger sind die letzte Hoffnung der Menschen – nur sie können das Land noch vor der drohenden Dunkelheit bewahren. Doch Ludwig ist lebensgefährlich verletzt worden. Wird die Bruderschaft scheitern und die Welt zugrunde gehen?


Rezension

In Alexey Pehovs ersten Band der Seelenfängerchroniken Schwarzer Dolch traf Ludwig van Normayenn auf viele verschiedene Anderswesen, dunkle Seelen und andere Dinge und musste sich ebenso mit ihnen auseinandersetzen. Dabei wurde er schwer verletzt und genau dort setzt Alexey Pehov mit seinen neuen Geschichten über den Seelenfänger an. Dabei setzt er erneut auf ein Kaleidoskop von Geschichten, welches am Ende einen größeren Zusammenhang aufweist. Ebenso verfolgt er, wie bereits im ersten Band, das Vorgehen, möglichst viele Wesen und spannende Begegnungen zu präsentieren. Es ist zwar immer noch etwas seltsam, vom Christentum in einem reinrassigen Fantasyszenario zu lesen, aber es passt inhaltlich unheimlich gut herein und die verschiedenen Gruppierungen der Kirche arbeitet Pehov immer mehr heraus. Ebenso gewinnen Ludwig, Scheuch und Apostel immer mehr an Charakter. Das Bild von ihnen wird schärfer und sie werden immer interessanter. Gerade das Verhältnis zwischen Scheuch und Ludwig scheint komplexer zu sein, als zunächst vermutet.

Der Dunkelwald

Ludwig hat gerade so die Ereignisse in Burg Fleckenstein überstanden und nur die Heilkräfte von Sophia konnten ihn retten. Nun ist er zur Erholung im Dunkelwald, einem Ort, an dem sich die Anderswesen nur so tummeln und dessen Insel kein Mensch freiwillig betritt, mit Ausnahme eines Stammes. Eigentlich hätte er hier seine Ruhe, aber es kommt anders. Denn ausgerechnet hier soll er ein Problem lösen. Ein Drache verliert immer kurz vorm Schlüpfen seine Eier und Ludwig ist seine letzte Hoffnung, um sein neues Gelege zu schützen, denn ohne Nachwuchs bei den Drachen, könnte die Magie schwinden. Völlig anders als die anderen Geschichten über Ludwig ist Der Dunkelwald eine fantastische, phantasiereiche Geschichte, die etwas aus dem Rahmen fällt und doch sehr gut zu den Seelenfängern passt.

Ein Totengebet

Ein neuer Auftrag führt Ludwig nach Progance, genau in das Zentrum des Landes, welches Jagd auf Seelenfänger macht. Vor Jahrhunderten stand hier der Hauptsitz der Seelenfänger und im verschütteten, geheimen Archiv sollen Ludwig und sein Begleiter Rance ein Buch für Miriam, Angehörige des Rates, bergen. Aber Rance hat noch ein ganz persönliche Sache zu klären und der Auftrag läuft ein klein wenig aus dem Ruder.
Ludwig bekommt hier einen interessanten Charakter an die Seite gestellt und mit ihm gelingt Alexey Pehov eine Geschichte, die zwar kein neues Thema hat, aber sehr gut umgesetzt und erzählt ist.

Der Blickzard

Ludwig van Normayenn trifft auf einen Blickzard und wundersamer Weise stellt er sich als die Rettung für den Seelenfänger heraus, der bald darauf in eine hoffnungslose Situation gerät.
Der Blickzard ist eine kleine Geschichte für zwischendurch, die vermutlich noch ihre Bedeutung bekommen wird.

Das Autodafé

Auf den Weg nach Livetta, um dort Gertrude zu treffen, gerät Ludwig von Normayenn auf einen Bauernhof voller Stargas. Er kann den den Blutsaugern entkommen und trifft in der nächsten Stadt auf Hilfe. Bruder Corvus, den er von einer früheren Begegnung kennt, und Huber, ein Ordensangehöriger, und seine Schülerin Hanna hören sich seine Geschichte an und machen sich sofort auf den Weg, dem Schrecken ein Ende zu bereiten. Aber die Bedrohung ist größer als gedacht, denn ein Hockser, ein Magier der dunkelsten Art, steckt hinter allem. Und die vier Gefährten stehen plötzlich in einem aussichtslosen Kampf.
Eine spannende Geschichte, mit einer cleveren Handlung, die alles rätselhaft hält und nur bedingt auflöst, so dass genug Platz für weitere Geschichten bleibt, die hierauf aufbauen können.

Des Meisters Klinge

Ludwig ist endlich an seinem Ziel angekommen und trifft im Zentrum der kirchlichen Macht auf Gertrude und weitere Seelenfänger. Einem davon, Nathan, wird während eines Sportwettkampfes an dem Ludwig, Nathan und Shuco teilnehmen der schwarze Dolch gestohlen. Sie müssen ihn schnellstmöglich wiederbeschaffen, denn es gibt jemanden, der schwarze Dolche sammelt und dies dürfte keinem guten Zweck dienen. So jagen die Seelenfänger und ihre Verbündeten quer durch die Stadt, um am Ende auf einen alten Feind zu treffen.
Alexey Pehov greift hier mehrere Fäden auf und knüpft sie etwas zusammen. So langsam ergibt sich ein größeres Bild, welches so manches für den Fortgang erahnen lässt.

Der Staub der Straße

In Leichster trifft Ludwig auf seine alte Lehrerin Miriam. Er soll ihr und ihren Begleitern helfen, ein immer größer werdendes Problem zu lösen. Auf den Straßen gehen dunkle Seelen auf Jagd nach Menschen. Normalerweise kein Problem für einen erfahrenen Seelenfänger, aber allein die schiere Anzahl würde die Dinge bereits erschweren, doch ist die Lage noch verzweifelter, denn diese dunklen Seelen verbergen sich selbst vor den Blicken der Seelenfänger. So müssen Ludwig, Miriam und ihre Begleiter auf ihr ganzes Können zurückgreifen und können sogar ein Geheimnis um die schwarzen Dolche mit den schwarzen Edelsteinen lüften.
Mit einer großen Enthüllung endet Dunkler Orden. Der Abschluss des Bandes ist Pehov äußerst gelungen. Die Geschichten greifen ineinander und die Spannung auf die letztendliche Auflösung um die schwarzen Dolche könnte nicht größer sein.

Dunkler Orden baut die Handlung und den Hintergrund zu den Chroniken der Seelenfänger gleich in mehrere Richtungen aus. Alexey Pehov gelingt es mit seinen kurzen Geschichten, die ebenso einzeln als auch im Zusammenhang gelesen werden können, trotzdem eine große Geschichte zu erzählen, bei der die drei Hauptcharaktere Ludwig van Normayenn, Schuch und Apostel im Mittelpunkt stehen. Dazu schreibt er sehr gut und spannend und das Umblättern der Seiten passiert fast unmerklich.


Fazit

Dunkler Orden erzählt die Geschichte Ludwig van Normayenns weiter und damit gleichzeitig die der Bruderschaft. Die Chroniken der Seelenfänger wird immer spannender und komplexer und entwickelt sich mehr und mehr zu einer wirklichen Top-Reihe im Bereich der Fantasy. Wer Fantasy abseits der ausgetretenen Pfade mag, sollte unbedingt zu greifen.


Pro & Contra

+ Scheuch
+ der Dunkelwald ist eine Welt voller neuer Wunder
+ spannend und mit Humor geschrieben

Bewertung:

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Alexey Pehov:

Rezension zu Schattenwanderer
Rezension zu Schattenstürmer
Rezension zu Schattentänzer
Rezension zu Wind
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Rezension zu Donner
Rezension zu Sturm
Rezension zu Schwarzer Dolch

 

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 04. Januar 2017
 

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