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Das Schloss in den Sternen – 1869: Die Eroberung des Weltraums Buch II (Alex Alice)
Geschrieben von Markus
Freitag, der 24. Februar 2017

Verlag: Splitter-Verlag; (Juni 2016)
Gebundene Ausgabe: 72 Seiten; 16,80 €
ISBN-13: 978-3958390713

Genre: Alternativwelt/ Science Fiction


Klappentext

Im 19. Jahrhundert verschieben unerschrockene Forscher ohne Unterlass die Grenzen des Unbekannten. Süchtig nach neuen Entdeckungen richten sie ihren Blick auf die Sterne....

1869: Die Eroberung des Weltraums beginnt!


Rezension

König Ludwig, Seraphin und ihre Freunde sind mit der Schwanstern aufgebrochen und haben noch gerade rechtzeitig ihre Heimat verlassen. Nun befinden sie sich im All und die Schwanstern besteht ihre Feuerprobe mit Bravour. Jetzt ist die Frage, was tun? Um König Ludwigs Titel zu retten, müssen sie beweisen, dass die Theorien über den Äther stimmen. Also beschließen sie in die Tiefen des Alls aufzubrechen. Aber es gibt ein Problem, die Schwanstern wurde sabotiert und sie und ihre Besatzung müssen auf dem Mond notlanden. Während alle anderen versuchen einen Weg zurückzufinden, macht sich der König allein an die Erforschung des Mondes und macht eine überaus interessante Entdeckung.

Alex Alice führt seine Vision einer poetischen Wissenschaft ganz im Sinne eines Jules Vernes weiter. So wie bei dem großen französischen Schriftsteller beschreibt er die Wissenschaften und ihre Entwicklungen zur Zeit König Ludwig II. als großes Abenteuer, das es zu bestehen gilt und viel Platz zum Träumen lässt. Dementsprechend lässt er seine Phantasie spielen und nutzt verworfene Ideen und Konzepte, um eine im Steampunk verwurzelte Geschichte zu erzählen. Und die ist nach wie vor sehr spannend und nimmt sich viel Zeit für ihre Handlung und ihre Charaktere. Alex Alice hetzt nicht durch seine Geschichte, sondern er baut auf Dialoge und auf einen ruhigen Erzählrhythmus der Das Schloss in den Sternen märchenhaft erscheinen lässt. Trotzdem gibt es viele spannende Szenen und mehrere Wunder zu bestaunen. Alices Kreativität und sein Umgang mit seinen Ideen ist einfach wunderbar und so entführt er den Leser für die Zeit, in der dieser bei der Geschichte verharrt, aus seinem Alltag und hinein in ein großes Abenteuer, an dem er am Liebsten persönlich teilnehmen würde.
Jeder der Charaktere hat eine eigene Motivation am Flug teilzunehmen und entwickelt sich weiter. Hervorgehoben werden muss König Ludwig, der hier sehr positiv und als Visionär dargestellt wird, der sich dem Fortschritt und seiner Rolle darin nicht verschließt und dennoch ganz dem Märchenkönig entspricht, als der er allgemein wahrgenommen wird.
Das Ende dieser Geschichte ist dann ebenso durchdacht und lässt einen mit einem lachenden und einem weinenden Auge zurück. Weinend, weil die Abenteuer der Schwanstern erneut viel zu schnell vorbei sind und lachend, weil die Fortsetzung bereits in den Startlöchern steht und ein noch viel größeres Abenteuer verspricht, bei dem Seraphin und seine Freunde mit Sicherheit wieder auf König Ludwig treffen und neuen faszinierenden Welten und Wundern begegnen.

Alex Alice für seine Zeichenkunst zu loben, ist fast schon Eulen nach Athen zu tragen. Seine Bilder sind passend zur Geschichte einfach traumhaft. Die Direktkolorierung erzeugt weiterhin eine wunderbare Leichtigkeit in den Bildern und zieht den Leser direkt in die Geschichte und ihre Atmosphäre hinein. Vorherrschend ist die Farbe Blau, die sehr gut zum Weltall passt und trotzdem viel Wärme ausstrahlt. Grenzen kennt Alex Alice in seiner Darstellung nicht. Seine Panelaufteilung hält sich nicht immer an übliche Konventionen, wodurch er einen richtigen Sog beim Lesen erzeugt und das Auge des Lesers so leiten kann, wie er es möchte und wie es am Besten für die Geschichte ist.

Im Anhang wird das Ätherschiff Schwanstern ausführlich vorgestellt, wodurch die typische Jules Verne-Atmosphäre der Geschichte nur weiter verstärkt wird.


Fazit

Poetisch und wunderschön erzählt Alex Alice seine Geschichte weiter und stellt dabei die Wissenschaft auf den Kopf. Jedoch auf eine so gelungene Weise, dass man sich wünscht Alex Alice und Jules Verne hätten Recht.


Pro & Contra

+ lässt den Leser wieder Staunen
+ wunderschöne Zeichnungen
+ König Ludwig
+ einfach wunderbare Unterhaltung für jedes Alter

Bewertung:

Charaktere: 4,5/5
Handlung: 4,5/5
Zeichnungen: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Alex Alice:

Rezension zu Siegfried
Rezension zu Siegfried – Die Walküre
Rezension zu Siegfried – Götterdämmerung
Rezension zu Das Schloss in den Sternen Bd.1

Literatopia-Links zu Titeln zu Das Dritte Testament:

Rezension zu Das Dritte Testament: Julius - Band 1
Rezension zu Das Dritte Testament: Julius - Band 2
Rezension zu Das Dritte Testament Bd.1 - Markus
Rezension zu Das Dritte Testament Bd.2 - Matthäus
Rezension zu Das Dritte Testament Bd.3 - Lukas
Rezension zu Das Dritte Testament Bd.4 - Johannes

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 24. Februar 2017
 

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