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Schwarze Wut (Karin Slaughter)
Geschrieben von Markus
Freitag, der 31. März 2017

Verlag: Blanvalet Verlag (Mai 2016)
Gebunden Ausgabe: 512 Seiten; 19,99 €
ISBN-13: 978-3764505189

Genre: Thriller


Klappentext

Sara Linton und Will Trent sind wieder im Einsatz – aber diesmal auf gegnerischen Seiten...

Als krimineller Biker getarnt kommt Will Trent nach Macon, Georgia, um die Drahtzieher im dortigen Drogengeschäft zu entlarven. Sollte er erkannt werden, ist er ein toter Mann. Doch die Sache wird noch komplizierter, als klar wird, dass Detective Lena Adams in den Fall verwickelt ist. Nach einer Razzia in einem Fixertreff hat man sie in ihrem Haus überfallen. Dabei wurde ihr Mann Jared schwer verletzt, der seitdem im Koma liegt. Wenn Sara Linton erfährt, dass ihr Stiefsohn Jared zwischen Leben und Tod schwebt, wird sie nicht nur nach Macon kommen und Lena zur Rede stellen – sondern sie könnte auch Wills Tarnung auffliegen lassen. Will muss um jeden Preis verhindern, dass sie sich in die Ermittlungen einmischt – andernfalls würde es bedeuten, dass sie diesmal auf gegnerischen Seiten stehen...

„Eine emotionale Achterbahnfahrt – rasant und mitreißend. Karin Slaughter ist genial!“


Rezension

Lena Adams und ihr Mann Jared werden nachts von Attentätern überfallen. Lena kann zwar den Angriff abwehren und die beiden Angreifer töten, aber Jared liegt im Koma und alle Welt gibt nun Lena die Schuld an dem Vorfall, da sie schließlich bereits früher, dafür gesorgt hat, dass sie in dem Ruf steht über Leichen zu gehen. Allen voran schlägt Sara Linton, Jareds Stiefmutter und Witwe von Jeffrey, dessen Tod auf Lenas Kappe geht, in diese Kerbe. Aufgrund des Überfalls begibt sich Sara nach Macon, um dort Jared und seiner Mutter beizustehen. Lena sieht Sara als notwendiges Übel dabei an. Ihre Ankunft löst ein großes Problem aus. Will Trent, Saras Freund, arbeitet undercover in genau dem Krankenhaus, in dem Jared liegt und die Gefahr, dass er auffliegt, ist damit hoch. Das würde aber das Ende der Ermittlungen gegen einen großen Drogenboss und Menschenhändler, Big Whitey, bedeuten. Etwas, das Will Trent auf keinen Fall zulassen kann.

Die Reihe über Sara Linton und Will Trent von Karin Slaughter ist überaus erfolgreich. In mehreren Romanen hat sie bisher die Beziehung ihrer Hauptfiguren beleuchtet, sie allerdings noch nicht in eine solch prekäre Lage gebracht.
So steht bei den Teilen mit Sara Linton auch nicht der Fall im Vordergrund, an dem sie praktisch nicht mitarbeitet, sondern Saras Gedanken zu ihrer Beziehung mit Will Trent, die sie gefährdet sieht. Denn sie weiß, dass er vor ihr ein großes Geheimnis verbirgt. Manches mag in dem Zusammenhang etwas übertrieben sein, jedoch schreibt Karin Slaughter diese Teile sehr gut und der Leser bleibt bei der Stange, bis Will Trent wieder seinen Auftritt bekommt und damit der Fall wieder im Zentrum steht. Und der ist Karin Slaughter durchaus gut und komplex gelungen. Die Geschichte um Big Whitey ist interessant und spannend und auch wenn die Person hinter dem Namen relativ früh zu erraten ist, ist die Auflösung der ganzen Ereignisse und wie diese ins Rollen kamen überaus gelungen. Geschickt ist in diesem Zusammenhang vor allem der Aufbau des Romans. Die im Geschehen zentral stehende Razzia von Lena und ihren Männern wird anfangs nur erwähnt und dann rückwärts gerichtet erzählt, was die Spannungsschraube weiter anzieht. Erst wenn gegen Ende die Vorgeschichte der Razzia erzählt wird, fallen die letzten Puzzlestücke an ihren Platz. Das ist sehr gut gemacht und unterhält hervorragend.
Was allerdings auffällt, ist das Sara Linton hin und wieder einfach als zu perfekt, als zu fehlerlos dargestellt wird und man muss es leider auch sagen, etwas zu ichbezogen ist. Sie hat keine wirklichen Ecken oder Kanten, sondern ist einfach so konzipiert, dass sie alle mögen sollen. Das ist hin und wieder etwas zu viel, da sie sich dadurch auch nicht unbedingt weiterentwickelt. Will Trent hingegen ist mit seiner Vergangenheit ein ganz anderes Kapitel. Er zeigt Stärken und Schwächen, wirkt am Ende reifer und vor allem lernt er dazu. An ein, zwei Stellen fragt sich der Leser zwar, warum er nicht eine andere Handlungsalternative wählt, aber das dürfte der Handlung geschuldet sein, die ansonsten einen anderen Weg nehmen müsste. Nicht immer ist alles absolut nachzuvollziehen, aber es ist spannend seinen Weg zu verfolgen, zu sehen, wie weit er bereit ist zu gehen, um sein Ziel zu erreichen. Bei Lena Adams ist hingegen klar, dass sie nicht allzu sympathisch wirken soll. Sie ist das Gegenstück zu Sara und das funktioniert sogar recht gut. Sie darf sogar kurzzeitig sympathischer auf Sara und den Leser wirken, der mit Sicherheit an einer Stelle Mitleid mit ihr bekommt. Nur verwirft Karin Slaughter diesen Moment überhastet, anstatt ihn zuerst auszubauen und umso mehr Wirkung mit ihrem späteren Verhalten zu erzielen. So wirkt eine Begegnung zwischen Sara und Lena fast so, als wäre Karin Slaughter erst im letzten Moment eingefallen, dass Sara Lena nicht mögen darf. Immerhin darf auch Lena am Ende dazugelernt haben. Die Nebenfiguren sind wohl durchdacht und haben ihre Eigenarten und ihren eigenen Charakter. Karin Slaughter legt viel Wert darauf, sie ausreichend zu charakterisieren, um sie glaubhaft in die Handlung einzubauen, selbst wenn sie dafür das ein oder andere Klischee nutzt, was aber in diesem Fall nicht im geringsten störend ist, sondern vielmehr ihrem Roman hilft. Sie beweist, dass Klischees nicht immer schlecht sein müssen, sondern auch ihre Berechtigung haben.

Karin Slaughters Schreibstil ist direkt und geradeheraus, wodurch Schwarze Wut flüssig zu lesen ist. Kein Blatt vor den Mund nehmend, erzeugt sie viel Spannung und schreckt auch nicht vor heiklen und blutrünstigen Momenten zurück, die sie sehr gut beschreibt.


Fazit

Schwarze Wut ist ein gut geschriebener Thriller, der zwar auch seine Schwächen hat, aber insgesamt voll überzeugen kann und spannende Unterhaltung bietet. Das Ende bietet zudem viele Anknüpfungspunkt für weitere Romane und macht so neugierig auf die Zukunft von Sara, Will und Lena.


Pro & Contra

+ spannend
+ gut durchdachte Charaktere

0 nicht alles passt zusammen

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5 


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Karin Slaughter:

Rezension zu Zerstört
Rezension zu Entsetzen
Rezension zu Letzte Worte

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 31. März 2017
 

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