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Frost und Payne – Band 1: Die Schlüsselmacherin (Luzia Pfyl)
Geschrieben von Swantje
Sonntag, der 21. Mai 2017

Greenlight Press (September 2016)
E-Book
120 Seiten, 2,49 EUR
ISBN: 978-3-958342132

Genre: Steampunk


Klappentext

Die ehemalige Diebin Lydia Frost eröffnet eine Agentur für Verlorenes und Vermisstes. Ihr neuster Auftrag führt sie ausgerechnet zurück zur berüchtigten Madame Yueh und den „Dragons“, der Organisation, von der sie sich gerade erst hart ihre Freiheit erkämpft hat. Als gäbe das nicht schon genug Probleme, muss sie auch noch den Pinkerton Jackson Payne ausfindig machen. Doch der Amerikaner hat seine eigenen Aufträge. Frost steht plötzlich im Kreuzfeuer und muss sich zwischen Paynes Leben und ihrer Freiheit entscheiden.


Rezension

In einem viktorianischen London, in dem dank der neu entwickelten Äther-Technologie Straßenbahnen unter knisternden elektrischen Entladungen durch die Straßen fahren und Besucher des British Museum von Service-Droiden begrüßt werden, versucht eine junge Frau, sich als Privatdetektivin durchzuschlagen. Lydia Frost hat eine besondere Begabung dafür, Türschlösser zu öffnen, weswegen ihre Adoptivmutter Madame Lueh, das Oberhaupt der „Dragons“, sie nur ungern aus ihren Diensten entlassen hat.

Es sieht so aus, als könnte Lydia ihre Vergangenheit als Mitglied der Verbrecherorganisation nicht so leicht hinter sich lassen, denn ihre Agentur läuft nicht gut und der Auftrag, Madame Lueh ein altes Buch wiederzubeschaffen, verspricht, gut bezahlt zu werden. Ganz zu schweigen davon, dass Lydia nicht weiß, ob sie es sich leisten kann, die „Dragons“ gegen sich aufzubringen, von denen sie nur ihren Kindheitsfreund Michael sicher auf ihrer Seite weiß.

Doch wenig später erhält sie einen weiteren Auftrag: Die Wissenschaftlerin Cecilia Payne bittet sie, nach ihrem verschwundenen Mann Jackson zu suchen. Wie sich herausstellt, ist aber auch Jackson auf der Suche nach etwas. In die Anonymität abgetaucht hält er Ausschau nach seiner verschwundenen Tochter, an deren Tod er nicht glauben will. Um sich während seiner Suche über Wasser zu halten, nimmt er zwielichtige Aufträge an. Einer von diesen besteht darin, dass er Lydia das entwendete Buch wieder abnehmen soll, um es vor dem Zugriff des „Russen“ zu schützen, eines mysteriösen Sammlers, der vor nichts zurückschreckt, um Kunstgegenstände in seinen Besitz zu bringen.

Lydia ist überrascht, dass der Mann, den sie finden soll, seinerseits versucht, sie aufzuspüren. Bald müssen die beiden trotz ihres Misstrauens widerwillig zusammenarbeiten, als Häscher der verschiedensten Parteien sie durch ganz London jagen. Es ist das Glück der ehemaligen Diebin und des ehemaligen Polizisten, dass sie gut für solche Situationen gerüstet sind und sie machen es ihren Verfolgern nicht leicht. „Die Schlüsselmacherin“ ist rasant und actionreich geschrieben, ohne gehetzt zu wirken.

Die Sprache des Buches liest sich leicht und flüssig und vergleichsweise modern, was aber dazu passt, dass in diesem Buch nur das Setting alternativ-viktorianisch ist, während die Figuren eher wie Menschen aus dem 21. Jahrhundert sprechen und interagieren. Es gelingt Lyzia Pfyl, atmosphärische Bilder ihres alternativen Londons heraufzubeschwören und das Potential der neuen Technologien für spannende Actionszenen zu nutzen. Einiges an Figurenkonstellation und Plot kommt einem beim Lesen bekannt vor und die Charaktere schreiben sich einem nicht durch ihre außergewöhnlichen, vielschichtigen Persönlichkeiten ins Gedächtnis, aber sie sind solide geschrieben, haben starke, glaubwürdige Motivationen und individuelle Züge und sind gut in dem, was sie tun. Es macht eindeutig Spaß, Zeit mit ihnen zu verbringen. „Die Schlüsselmacherin“ will ein unterhaltsamer Steampunk-Action-Thriller sein und wird diesem Anspruch voll und ganz gerecht.


Fazit

Auf nur 120 Seiten erzählt Lyzia Pfuhl eine trotz ihrer Kürze befriedigende und unterhaltsame Geschichte in einem alternativen viktorianischen London, wo Äthertechnologie neue Möglichkeiten eröffnet und zwei Figuren mit interessanter Vergangenheit in ein rasantes Abenteuer verwickelt werden. „Frost und Payne: Buch 1 – Die Schlüsselmacherin“ ist ein Geschichtensnack, der Lust auf mehr macht.


Pro und Contra

+ Actionreich, spannend und unterhaltsam
+ flüssiger Schreibstil
+ spannende Technologien
+ Lydias geheimnisvolle Vergangenheit und Fähigkeiten

o setzt vor allem auf Spannung und Action

- Figuren sprachen und handeln eher wie Menschen aus dem 21. Jahrhundert

Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 3,5/5

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 21. Mai 2017
 

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