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Elias & Laia - Eine Fackel im Dunkel der Nacht (Sabaa Tahir)
Geschrieben von Judith
Mittwoch, der 31. Mai 2017

Lübbe one (November 2016)
Hardcover mit Schutzumschlag
510 Seiten, 17,00 EUR
ISBN: 978-3-8466-0038-2

Genre: historische Fantasy (Antike / Orient)


Klappentext

Das Schicksal hat Elias und Laia zusammengeführt und sie im Widerstand gegen das Imperium vereint. Gemeinsam fliehen sie aus Schwarzkliff, um im Gefängnis von Kauf Laias inhaftierten Bruder aus seiner Zelle zu befreien. Mit seinem Wissen könnte er von großem Wert sein für die Rebellen. Doch werden Elias und Laia es schaffen, sich unbemerkt bis ans andere Ende des Landes durchzuschlagen? Immerhin ist ihnen Helena dicht auf den Fersen. Und als rechte Hand des Imperators hat sie einen klaren Auftrag: Die beiden Verräter zu finden – und zu töten ….


Rezension

Als Kundige wird Laia im Imperium der Martialen zur Gejagten, denn inmitten der Rebellion werden die Angehörigen ihres Volkes systematisch ausgelöscht. Da die Martialen über überlegene Waffen verfügen, ist jeder Widerstand zwecklos – doch Laias Bruder Darin kennt das Geheimnis dieser Waffen. Er sitzt im Gefängnis von Kauf und Laia setzt alles daran, ihn zu retten. Sie verbündet sich mit Elias, der als silberne Maske zu den Elitekriegern des Imperiums gehört. Der junge Mann ist die Gräueltaten seines Volkes leid und sehnt sich nach Freiheit. Zudem bewahrte Laia ihn vor der Hinrichtung und er schuldet ihr sein Leben, daher verspricht er, sie bei der Rettung ihres Bruders zu unterstützen. Ein schier aussichtloses Unterfangen, da Elias und Laia nun zu den meistgesuchten Feinden des Imperiums gehören …

“Eine Fackel im Dunkel der Nacht“ führt die Geschichte aus „Die Herrschaft der Masken“ nahtlos fort. Entsprechend befinden sich die Protagonisten anfangs auf der Flucht, denn es gilt zuerst lebend aus der Militärakademie Schwarzkliff zu entkommen. Elias und Laia werden von den silbernen Masken und deren grausamen Kommandantin, die Elias‘ leibliche Mutter ist, gejagt. Sie ist die gefährlichste Frau im Imperium und schreckt nicht einmal davor zurück, ihren eigenen Sohn zu töten. Sie ist grausam und unheimlich gerissen. Ihre wahren Absichten sind kaum zu durchschauen und ihr Schatten verfolgt Elias und Laia bis nach Kauf. Trotz ihrer bösartigen Intelligenz bleibt die Kommandantin eine eher eindimensionale Gegenspielerin, die man aus tiefstem Herzen verabscheuen kann.

Ein Teil der Geschichte wird aus der Sicht von Elias‘ bester Freundin Helena erzählt, die zum Blutgreif des neuen Imperators Marcus ernannt wurde. Sie hat Elias zur Flucht verholfen, doch nun muss ausgerechnet sie den Verräter jagen und zur Strecke bringen, denn Marcus stellt sie vor die Wahl: Elias oder ihre Familie. Helena muss sich außerdem den Intrigen der Kommandantin stellen und sich als Frau in der Führungsrolle beweisen. Viele der silbernen Masken wollen sie nicht anerkennen, doch Helena hat auch Verbündete, die ihr den Rücken stärken. Ihre Rolle ist die tragischste der Geschichte, denn jede ihrer Entscheidungen zieht das Leid derer, die sie liebt, nach sich. Und sie muss einem Imperator dienen, den sie hasst und für gefährlich hält.

Die Mischung aus römischer Antike und magischem Orient funktioniert auch im zweiten Band wunderbar. Die Atmosphäre ist so dicht, dass man die trockene Hitze der Wüste und die Kälte des nahenden Winters spüren kann. Endlich erfährt man auch etwas mehr über andere Völker des Imperiums, wie beispielsweise die Stammesleute, die mit den Martialen Handeln betreiben. Zwischen ihnen herrscht Waffenstillstand, doch die Stimmung zwischen den Völkern ist angespannt und die Jagd auf die Kundigen weckt die Sorge der Stammesleute, dass sie die nächsten sind. Elias wurde zudem als Kind von einer Stammesführerin aufgezogen, welche er als seine wahre Mutter betrachtet – und diese ist entgegen aller Bedrohungen auf seiner Seite.

Die Handlung wird, wie auch im Vorgängerband, von vielen Grausamkeiten begleitet, die für jugendliche Leser teils zu heftig sind. Folter und Mord stehen an der Tagesordnung, hinzukommen Erpressung und andere psychische Gewalt. Vor allem Helena wird mental regelrecht zu Grunde gerichtet. Zwischen all dem Leid gibt es nur kleine Lichtblicke, die dafür umso heller leuchten. Sabaa Tahir gelingt es dabei, ihre Leser immer wieder zu überraschen, auch wenn einem nicht jede Entwicklung gefällt. Zum Ende hin schafft sie eine schier ausweglose Situation, löst sie dann aber geschickt auf – und es wird deutlich, dass die Geschichte von Elias und Laia noch lange nicht zu Ende ist.


Fazit

”Eine Fackel im Dunkel der Nacht” begeistert ebenso wie der Vorgängerband mit einer sehr atmosphärischen Mischung aus antikem Rom und magischem Orient. Das Imperium der Martialen ist grausam und Elias und Laia wird viel Leid aufgebürdet, an dem sie so manches Mal zu zerbrechen drohen. Sabaa Tahir ist es gelungen, die Spannung konstant hoch zu halten und ihre Leser tief in den Bann ihrer düsteren Welt zu ziehen.


Pro und Contra

+ Elias bleibt ein sehr starker, aufrichtiger Charakter
+ Laia gewinnt spürbar an Stärke
+ Helena als tragische Heldin
+ viele Überraschungen im Handlungsverlauf
+ sehr dichte, düstere Atmosphäre
+ magische Wesen des Orients
+ man lernt die Stammesleute besser kennen
+ wunderschöne Gestaltung des Hardcovers

- teils zu heftige Grausamkeiten für ein Jugendbuch
- Gegenspieler weiterhin eindimensional böse

Wertung: sterne4

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 4/5


Rezension zu "Elias & Laia - Die Herrschaft der Masken" (Band 1)

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 31. Mai 2017
 

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