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Aetheragenten – Gregory Ferrington-Roycroft und das Tor nach Xibalba (Tanja Schierding)
Geschrieben von Swantje
Donnerstag, der 22. Juni 2017

Edition Roter Drache (Oktober 2016)
Taschenbuch
263 Seiten, 12,00 EUR
ISBN: 978-3-946425-09-0

Genre: Steampunk/ Jugendbuch


Klappentext

Nach seinem aufregenden ersten Einsatz in China sind dem jungen Ætheragenten Gregory Ferrington-Roycroft nur wenige Wochen innerhalb der sicheren Mauern des SIS Stützpunktes Bamborough vergönnt. Als das ‚Special Operating Team Eagle‘ gerade ein neues Mitglied rekrutieren will, ereilt sie ein Hifleruf: Sir William Branham bittet den britischen Geheimdienst, seinen verschwundenen Sohn Frederic zu suchen. Beängstigende Spuren und eine rätselhafte Münze führen das Team bis in den tiefsten Dschungel von Mittelamerika. Was hat Frederic mit den Legenden der Maya zu tun? Zunehmend verschwimmt für Gregory die Grenze zwischen Mythos und Realität. Er muss akzeptieren, dass der Æther ihn mehr verändert und ihm mehr Fähigkeiten verleiht, als allen anderen.


Rezension

Nach Gregorys dramatischer erster Mission in China sind die Reihen von Team Eagle ausgedünnt. Also machen sich Gregory, Weston, Lori und Arthur Wilbanks (aka Peverell Primeaux) auf den Weg, um ein neues Teammitglied zu rekrutieren: In einem Lager, wo durch den Aether veränderte Menschen „zu ihrer eigenen Sicherheit“ von den Menschen isoliert leben, lernen sie nicht nur wieder, wie schwierig das Verhältnis zwischen Menschen und Veränderten ist, sondern finden auch den Mantikor Davis. Der (normalerweise) sanftmütige Student mit dem tödlichen Stachel erweist sich als wertvoller Mitarbeiter, aber verändert auch die Dynamik des Teams beträchtlich.

Auch die Stelle des Teamleiters ist nun vakant und ausgerechnet Gregory soll diese verantwortungsvolle Position übernehmen. Er zweifelt, ob er dazu in der Lage ist, und er hat allen Grund dazu. Obwohl er mutig und gutherzig ist, ist er eben erst fünfzehn und seine Versuche, Reife, Vernunft und Autorität zu demonstrieren gehen oft nach hinten los. Das zeigt sich umso mehr, als sowohl die erfahrenere Lori (die womöglich eine bessere Anführerin abgegeben hätte) als auch Gregorys Mentor Arthur Wilbanks durch eine unglückliche Verkettung von Ereignissen davon abgehalten werden, dem Team bei der Suche nach dem verschwundenen Frederic Branham zu helfen.

Die wenigen Hinweise, die sie haben, führen Team Eagle nach Mittelamerika. Es sieht ganz so aus, als würde Frederic einer Maya-Legende nachjagen und ein Tor nach Xibalba, das mythische Reich der Toten, suchen. Widerstrebend akzeptieren Frederic und seine Freunde, dass sie die Geschichten nicht als Aberglauben abtun können und es womöglich eine große Gefahr abzuwenden gilt. Dank seiner außergewöhnlichen Verbindung zum Aether ist Gregory womöglich in der Lage, sie aufzuhalten, aber seine Fähigkeiten und die damit einhergehenden Geheimnisse drohen auch, ihn von seinen Freunden zu isolieren.

Angenehmerweise bekommt man ein wenig mehr von Mittelamerika und seinen Bewohnern mit als noch im ersten Band von China. Die Geschichte wirkt ein wenig episodisch, da die Figuren auf ihrem Weg ein Abenteuer nach dem anderen erleben. Am Ende steht eine echte Überraschung, die jedoch sehr aus dem Nichts kommt und sonderbar unverbunden mit dem Rest der Geschichte wirkt. Alles in allem liest sich das Buch aber wieder mühelos und unterhaltsam.

Neben der Suche nach Frederic gelten Gregorys Gedanken immer seinen schon erwähnten Zweifeln an seiner Eignung zum Anführer und seinem Versuch, sein Team zusammenzuhalten. Er macht sich Sorgen, dass Davis sich wie das fünfte Rad am Wagen fühlen oder Weston ihm seine Geheimniskrämerei um seine Fähigkeiten nicht verzeihen könnte. Zugleich will er sich auch auf keinen Fall von seinen Kollegen übertreffen lassen. Diese Sorgen lassen Gregory realer erscheinen, aber werden vielleicht ein wenig zu oft wiederholt. Auch erschien Weston im letzten Band noch interessanter und fähiger, während er nun meist im Zusammenhang mit dem Running Gag erwähnt wird, zu dem sein großer Appetit geworden ist.


Fazit

In „Aetheragenten – Gregory Ferrington-Roycroft und das Tor nach Xibalba“ erlebt Tanja Schierdings überzeugend geschilderter Protagonist Gregory weitere Abenteuer und ringt mit dem Erwachsenwerden. Die etwas episodische Geschichte hat ihre Schwächen, aber ist dennoch unterhaltsam. Schierdings Romane unterscheiden sich in Ton, Schauplatz und Figurenensemble komplett von den ersten Aetherwelt-Romanen Anja Bagus‘, aber fügen sich trotzdem stimmig in das von dieser etablierte Universum.


Pro und Contra

+ neuer interessanter Schauplatz br />+ Aetherwelt, konfliktreiches Verhältnis zwischen Menschen und Veränderten
+ Gregory wird nicht übertrieben frühreif, sondern als realistischer junger Jugendlicher mit Zweifeln, Fehlern und Problemen gezeichnet
+ Überraschung am Ende

o Buch für junge Leser

- Überraschung am Ende kommt sehr aus dem Nichts
- Gregorys Zweifel und teilweise unüberlegtes Auftreten werden auf Dauer etwas ermüdend

Wertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 3/5


Rezension zu "Aetheragenten - Das Erwachen" (Bd. 1)

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 22. Juni 2017
 

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