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Die Zeitmaschine (H.G. Wells, Dobbs, Mathieu Moreau)
Geschrieben von Markus
Freitag, der 23. Juni 2017

Verlag: Splitter-Verlag; (Juni 2017)
Gebundene Ausgabe: 56 Seiten; 15,80 €
ISBN-13: 978-3958395008

Genre: Science Fiction


Klappentext

-Unser Freund hat nichts von einem Zauberkünstler.
-Nein, er ist ein Mann der Wissenschaft, der sich in der Geometrie der vier Dimensionen verirrt hat...
-Genauer gesagt, ein Mann der Wissenschaft, der erklärt, er könne durch die Zeit reisen.


Rezension

Im London des ausgehenden 19. Jahrhunderts lädt ein Mann seine Freunde zu sich nach Hause ein, um ihnen eine sensationelle Entdeckung zu präsentieren. Er hat eine Zeitmaschine erfunden. Aufgrund der Zweifel seiner Freunde beschließt er sie zu testen und reist so in das Jahr 802.701. Dort angekommen muss er mehrere seltsame Entdeckungen machen. Die Natur hat die Erde zurückerobert und die Menschen sind zu einem Volk geworden, welches aus kindlichen, naiven Individuen zu bestehen scheint. Es herrschen zwar paradiesische Zustände für die Eloi, schließlich müssen sie nicht arbeiten oder sich um irgendetwas kümmern, allerdings sind da noch die Morlocks. Auch sie stammen von den Menschen ab, leben jedoch unterirdisch und haben sich dementsprechend körperlich angepasst. Und sie ernähren sich von den Eloi. Nachts kommen sie aus ihren Höhlen und machen Jagd auf die Elois. Enttäuscht über die Entwicklung der Menschheit reist der Zeitreisende weiter in die Zukunft, nur um auf einem trostlosen Planeten zu stehen. Er reist zurück in seine Gegenwart, spricht mit seinen Freunden und beschließt erneut durch die Zeit zu reisen, nur dieses Mal mit einem Fotoapparat, um Beweise für seine Geschichten zu sammeln.

H.G. Wells ist einer der ersten und klassischen Science Fiction-Autoren. Meist wird er mit Die Zeitmaschine in Verbindung gebracht, hat jedoch weitere Klassiker geschrieben, die ebenso bekannt sind: Die Insel des Dr. Moreau, Der Unsichtbare und Krieg der Welten, jene Geschichte um eine Alieninvasion, die meist mit Orson Welles in Verbindung gebracht wird, da er das legendäre Radiohörspiel schuf, welches die Menschen in Panik versetzte. Die Zeitmaschine selbst wurde bereits mehrfach verfilmt. Zuletzt von Simon Wells, einem Urenkel des Autors. Leider hielt sich dieser, wie die meisten zuvor, nicht an das Buch seines Vorfahren. Nur einzelne Elemente wurden übernommen, die Grundaussage des Buches und seine Kritik an der Gesellschaft gingen hingegen unter. Dobbs und Mathieu Moreau hingegen halten sich an den Roman von H.G. Wells. Die Morlocks und die Elois sind weiterhin Nachfahren der Menschen und es wird deutlich, dass die eigentlichen Opfer die Morlocks sind, die als Arbeiterklasse unter die Erde getrieben wurden und nun die Elois als Nahrungsquelle ansehen. Dobbs fasst dabei zusammen, kürzt aber nicht zu sehr, so dass die Geschichte erhalten und nachvollziehbar bleibt. So gelingt es ihm, die Essenz einzufangen, die in H.G. Wells Geschichte zu finden ist. In die Tiefe wie Wells kann er natürlich nicht gehen, dazu sind 56 Seiten zu wenig, aber alles Wesentliche ist vorhanden. So bleibt Die Zeitmaschine ein großartiges Werk der Science Fiction und zeigt warum dieser Klassiker heute noch von Bedeutung ist. Splitter beginnt mit diesem Band eine Reihe von Umsetzungen von Wells Werken. Der Unsichtbare, Krieg der Welten und Die Insel des Dr. Moreau werden folgen.

Mathieu Moreau ist bei Die Zeitmaschine Dobbs kongenialer Partner. Seine Zeichnungen passen einfach ideal zu Wells Geschichte und Dobbs Umsetzung. Er zeichnet durchaus realistisch und fängt die Welt des Jahres 802.701 in fantastischen Bildern ein, die den Kontrast zwischen Morlocks und Eloi nur umso mehr herausstellen. Die Eloi stellt er gemäß Wells sehr kindlich dar, während die Morlocks wirklich monströs erscheinen. Die Farbgebung unterstützt diesen Eindruck nur weiter. So entsteht im Zusammenspiel mit dem Text ein äußerst gelungene Umsetzung dieses Klassikers.

Es gibt zwar leider kein Bonusmaterial, wie Skizzen oder Interviews, jedoch ist die Aufmachung des Bandes allein bereits besonders. Das Cover stimmt auf den Inhalt ein und der Goldeffekt und hervorstechende Schriftzug lassen es edel wirken, als sei es zur Zeit Wells entstanden.


Fazit

Mit Die Zeitmaschine beginnt Splitter seine Reihe von Wells Umsetzungen und es ist ein fulminanter Start. Dobbs gelingt es den Klassiker der Science Fiction auf Comicform herunterzubrechen, ohne dass etwas von seiner Aussage verlorenginge. Mathieu Moreau liefert hervorragende Bilder, so dass dieser Band visuell ebenso zu begeistern weiß.


Pro & Contra

+ hält sich an den Roman
+ fängt die Essenz der Geschichte ein
+ Zeichnungen von Mathieu Moreau

Bewertung:

Charaktere: 4,5/5
Handlung: 5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Preis/Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Dobbs:

Rezension zu Scotland Yard

Literatopia-Links zu weiteren Titeln von H.G. Wells Romanumsetzungen:

Rezension zu Der Krieg der Welten (Egmont Graphic Novel)

Zuletzt aktualisiert: Samstag, der 26. August 2017
 

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