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Macht – Die Getreuen und die Gefallenen 1 (John Gwynne)
Geschrieben von Swantje
Sonntag, der 02. Juli 2017

Blanvalet (Juni 2017)
Originaltitel: Malice – The Faithful and the Fallen 1
Übersetzer: Wolfgang Thon
Klappenbroschur
832 Seiten, 16,00 EUR
ISBN: 978-3-7341-6119-3

Genre: High Fantasy


Klappentext

Wo sich die Verfemten Lande erstrecken, färbte Blut die Welt einst rot. Wo heute uralte Ruinen stehen, bezwangen Menschen Giganten. Wo einzig das Heulen der Woelven erklingt, brannte vor tausenden Jahren die Welt. Doch zu lange haben sich die Menschen in Sicherheit gewähnt. Nun weinen die Gigantensteine Blut, und in den Verfemten Landen regt sich erneut, was für immer verbannt sein sollte. Ein uralter Feind hat längst eine Allianz geschmiedet und wartet darauf, dass seine Stunde kommt. Und nur einer vermag es, ihn aufzuhalten, wenn die Schwarze Sonne die Welt betritt …


Rezension

Von Anfang an springt „Macht“ zwischen den Blickwinkeln zahlreicher Protagonisten hin und her, die in den verschiedenen Ländern der verfemten Lande leben. Da ist Corban, der Sohn eines Schmiedes, der kurz davor steht, seine Ausbildung zum Krieger anzutreten und dem Großes bestimmt zu sein scheint. Da ist Kastell, der gegen die Giganten kämpft, die die Grenzen seines Landes bedrohen. Der Krieger Veradis schließt sich dem ehrgeizigen Prinzen Nathair an und steigt in dessen Diensten rasch auf. Der Gesetzlose Camlin folgt seinem Anführer Braith bei Überfällen, aber beginnt allmählich, zu zweifeln. Der Adlige Evnis schließt ein Bündnis mit einer feindlichen Königin, um seinen persönlichen Ehrgeiz zu befriedigen.

Früh im Buch wird auch der Mythos um Elyon und Asroth eingeführt: Der Schöpfergott und sein Widersacher liegen in ewigem Kampf, doch während Elyon die Welt verlassen zu haben scheint, hat Asroth der Schöpfung den Kampf angesagt. Zusammen mit seinen Kadoshim – bösartigen Engeln, denen die Ben-Elim Elyons gegenüberstehen – will er einen großen Angriff auf die Länder der Menschen wagen. Laut einer Prophezeiung wird er durch einen Auserwählten – die Schwarze Sonne – handeln, dem wiederum der erwählte Kämpfer Elyons – der Strahlende Stern – gegenübertreten soll. Ein wenig fühlt man sich an eine Mischung als keltischer und christlicher Mythologie erinnert (z.B. gibt es neben einer Art Engel und einem Gott und seinem Gegenspieler einen großen magischen Kessel, der sogar nach Dagda benannt ist).

Als uralte Ungeheuer wie die Weißwyrmer wieder auftauchen, Blut aus Steinen rinnt und die Giganten sich wieder vermehrt zu regen beginnen, versuchen einige Könige, eine Allianz zu schmieden, um auf den prophezeiten Kampf vorbereitet zu sein. Doch wieder andere nehmen die Bedrohung nicht ernst. Ihr Ehrgeiz und allgegenwärtiger Verrat drohen, jede Chance auf ein Bündnis im Keim zu ersticken. Nachdem das Buch sehr langsam beginnt, kommen die Ereignisse im letzten Drittel schließlich Schlag auf Schlag.

Zwar zeichnet sich deutlich ab, dass der kosmische Krieg dabei ist zu beginnen, und am Ende des Buches hat man eine Idee, wer die Erwählten sind, die sich schließlich gegenüberstehen werden. Aber tatsächlich wirkt „Macht“ – der erste Teil einer Tetralogie – als würde es allein darum gehen, die Akteure und den Konflikt einzuführen, damit es im nächsten Buch richtig losgehen kann. Beim Lesen fragt man sich gelegentlich, ob dazu wirklich mehr als achthundert Seiten nötig sind. Es passiert zwar durchgängig etwas, aber es fällt häufig nicht leicht, die Bedeutung der Ereignisse für das große Ganze einzuordnen.

Auch die Charaktere, aber auch die verschiedenen Länder, könnten lebendiger und kontrastreicher geschildert zu sein (was es auch erleichtern würde, den Überblick darüber zu behalten, wer zu welchem Schauplatz gehört). Gut gemacht ist hingegen die Entscheidung, Prinz Nathair, der einer der wichtigsten Akteure zu werden verspricht, aus der Sicht Veradis‘ zu schildern, so dass seine wahren Motive verborgen blieben. Auch Corban ist recht sympathisch, wenngleich der typische junge Auserwählte. „Macht“ ist in einer einfachen, aber flüssig und gut lesbaren Sprache geschrieben.


Fazit

„Macht“ ist der Auftakt zu einer Tetralogie, in der zahlreiche Protagonisten an verschiedenen Schauplätzen in einen Krieg der Götter verwickelt werden. Die Geschichte verspricht, in den kommenden Bänden Fahrt aufzunehmen und immer komplexer zu werden, doch noch sind Welt und Figuren etwas blass und Handlung gerade am Anfang nicht wirklich fessselnd.


Pro und Contra

+ epische Dimension der Geschichte
+ ungewöhnlichere Fantasy-Spezies (Giganten, Weißwyrmer, wolfsartige Woelven)
+ viel Potenzial für weitere Entwicklung

- Schauplätze und viele Figuren bleiben blass
- Relevanz des geschilderten Geschehens oft nicht so richtig klar
- Corban als netter, aber etwas langweiliger typischer Auserwählter

Wertung:

Handlung: 3,5/5
Charaktere: 3,5/5
Lesespaß: 3,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 02. Juli 2017
 

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