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Aliens Classic Omnibus (Mike Mignola, Guy Davis, John Byrne u.a.)
Geschrieben von Markus
Mittwoch, der 05. Juli 2017

Verlag: Cross Cult; Limitiert auf 999 Exemplare! (Juni 2017)
Gebunden Ausgabe: 500 Seiten; 50 €
ISBN-13: 978-3959813983

Genre: Science Fiction, Horror


Klappentext

Aliens Classic Omnibus

Zehn klassische Geschichten in düsterem Schwarz-Weiß von Comic-Legenden wie Mike Mignola, Eduardo Risso, Richard Corben, Kelley Jones, David Lloyd, John Byrne, Ronnie del Carmen und Guy Davis.


Rezension

Seit seinem ersten Erscheinen ist das Alien nicht tot zu kriegen. Unverwüstlich wie es ist, taucht es immer wieder auf und verbreitet Angst und Schrecken. Egal, welches Medium. Buch, Film, Comic oder Computerspiel, überall verbreitet seine ganz spezielle Art von Horror und Gefahr. Cross Cult versammelt in diesem Band klassische Aliencomics aus den Jahren zwischen 1992 bis 1998. Die Comics erschienen bereits einmal beim Verlag, allerdings in drei Einzelbänden und in einem deutlich kleinerem Format. Das nun größere Format ist deutlich vorzuziehen, denn so kann man das Artwork solcher Zeichnergrößen wie Mike Mignola, Guy Davis, John Byrne, Richard Corben oder auch Kelley Jones ganz besonders genießen. Wodurch die Atmosphäre auch gleich viel intensiver wird. Einziger Nachteil an diesem Band ist das Gewicht, zum einhändigen Lesen ist der Aliens Classic Omnibus nicht geeignet. Dies ist aber gleichzeitig der einzige Nachteil, dieses tollen Bandes, der mit einem Bild von Mike Mignola als Coverabbildung versehen wurde. Ansonsten gibt es nichts zu kritisieren. Auch fehlendes Bonusmaterial ist kein Grund, den Band abzuwerten. Mit seinen knapp 500 Seiten, bietet der Sammelband mehr als genug Stoff zum Lesen. Zudem sind die Cover der Hefte enthalten.

Glaskorridor

Frank ist ein Profikiller. Er hat einen Job versaut und so reist er mit einem Frachter, auf dem bald die Hölle los ist. Ein Alien war illegal als Fracht an Bord und ist ausgebrochen. Die einzige Hoffnung der Menschen ist Frank und es heißt Killer gegen Killer.
David Lloyd inszeniert hier eine Geschichte, die sehr dicht an der Grundidee des ersten Alienfilmes ist, aber eigenständig genug ist, um perfekte Unterhaltung zu bieten. Das Alien wirkt hier wahrlich wie ein übermächtiges Monster, dass nur einen Gedanken kennt: zu töten!
David Lloyds Zeichnungen sind hierzu passend und richtig gut. Gleich ein sehr starker Auftakt in den Band.

Überleben

Thompson ist mit seiner Familie nach Sargon Iv gekommen. Er will dort Artefakte finden, während seine Frau Geo-Erkundungen durchführt. Gemeinsam mit ihrem Team forschen sie. Jedoch erkranken immer mehr Menschen an einer mysteriösen Krankheit. Damit nicht genug tauchen bald die Aliens auf und Thompson muss eine folgenreiche Entdeckung machen.
Erst nach und nach entwickelt die Geschichte von James Vance ihren Sog, dann lässt sie aber nicht mehr los. Ihre Wendungen sind überraschend und James Vance versteht es zu erzählen.
Guy Davis unterstützt ihn dabei und nutzt zwar eine etwas gröberen Stil, der jedoch sehr gut zur Geschichte passt und von hoher Qualität ist.

Earth Angel

Ein Raumschiff stürzt auf der Erde ab und bringt einen infizierten, außerirdischen Piloten mit sich. Die Menschen wissen zunächst nicht, in welcher Gefahr sie schweben, bis sie das ganze Ausmaß der Gefahr erkennen.
Ein kurze Geschichte von John Byrne, die zu überzeugen weiß und von ihm sehr gut gestaltet wurde. Die Aliens sind hier die Bedrohung, die sie sein sollten.

Erlösung

Als Einziger überlebt Selkirk neben dem Captain den Absturz der Nova Maru. Nach und nach erfährt er, woraus die Fracht des Raumschiffes bestand und sein Glaube wird auf eine harte Probe gestellt, die ihm unheimlich viel abverlangt.
Dave Gibbons hat eine sehr spannende und düstere Geschichte geschrieben, die Mike Mignola illustriert hat. Sein Stil ist noch nicht so ausgereift, wie er es bei Hellboy ist, aber sein Zeichnungen verbreiten eine einzigartige Atmosphäre, die nur er schaffen kann. Der Horror kommt hier voll zur Geltung und die Aliens sind einfach bedrohlich, dies gilt vor allem für die Alien Queen.

Der Geist

Roark kommt nach Tirgu-Mires. Schnell langweilt sich der Großstadtjunge in der Kolonie voller Farmer. Abends trifft er sich mit einer Gruppe Gleichaltriger und die erzählt ihm von einem Geist in einer Höhle. Natürlich kann er nicht widerstehen, zu zeigen, wie mutig er ist und dringt in die Höhle ein.
Kurze und effektive Geschichte von Jay Stephens, die etwas Horror verbreitet und mit Eduardo Risso einen guten Zeichner hat.

Aliens: Wiedergeburt

Wer den vierten Teil von Jean Pierre Jeunet kennt, findet hier eine Zusammenfassung der Filmhandlung, die zwar vieles auslässt, aber immer noch ganz gut funktioniert und gerade das Ende gewinnt durch die Kürzungen.
Die Figuren sehen nicht immer ihren Vorbildern aus dem Film ähnlich, insgesamt ist der Comic zum Film aber eine mehr als ordentliche Leistung von Eduardo Risso.

Alchemie

Auf einem Planeten herrscht der Legat mit eisernem Willen und dem Glauben an den Erstvater. Dann bricht die Bedrohung durch Aliens über die Menschen herein.
John Arcudi, der bei B.U.A.P. mitarbeitet und dort eine geniale Geschichte nacheinander abliefert, hat Alchemie geschrieben und dies ist sofort zu merken. Sein Alchemie beschäftigt sich mit vielen verschiedenen Themen und verbreitet gleichzeitig eine unheimliche Atmosphäre, die ständig die Bedrohung im Hintergrund spüren lässt.
Richard Corben ist wie immer ein Fall für sich. Entweder man mag ihn oder nicht. Allerdings sind hier seine Personen teilweise bereits zu grotesk. Hingegen gelingt es Corben das Alien hervorragend zu zeigen.

Mondo Pest

Herk Mondo ist ein ganz besonderer Kammerjäger, er jagt Aliens und rottet sie überall dort aus, wo sie auftauchen. In Mondo Pest landet er auf der Kolonie Oryza. Dort gibt es zwar nicht viel für ihn zu verdienen, aber den Spaß ein paar „Wanzen“ zu töten, will er sich nicht entgehen lassen und so steigt er hinab in das Höhlensystem, in dem die Aliens lauern.
Mondo Pest ist nicht wirklich überzeugend. Die Aliens sind hier nur Kanonenfutter und keine echte Bedrohung für Herk, dadurch verliert Mondo Pest viel an Spannung, welche eigentlich ein Markenzeichen von Alien ist. Die Zeichnungen gehen in Ordnung, sind aber auch nicht herausragend. Herk selbst wirkt wie ein Arnold Schwarzenegger auf Steroiden.

Mondo Heat

Neuer Planet, neuer Job. Herk Mondo soll zwei Mädchen retten, die in Gefahr schweben, von den Aliens gefangen zu werden. Er macht sich mit dem Bruder von einem der Mädchen auf die Suche und schon bald erlebt er so manche Überraschung. Zwar immer noch nicht der große Wurf, aber auf jeden Fall besser geschrieben als Mondo Pest und minimal spannender.
Zeichnerisch ist Mondo Heat sehr comichaft und wirkt überhaupt nicht wie ein Horrorcomic. Insgesamt wirken Mondo Pest und Mondo Heat wie Abenteuer Lobos im Universum der Aliens.

Das Nest

Julian Lish und Doktor Mayakovsky haben einen Plan, um schnell reich zu werden. Sie wollen in einen Alienbau eindringen und das Gelée Royale einer Alienkönigin an sich bringen. Zu diesem Zweck bauen sie einen Alienroboter. Danach geht es zu einem Planeten, der mit Aliens verseucht ist. Als die Beiden zusammen mit einem Androiden auf dem Planeten stranden, beginnt für sie ein Trip durch die Hölle.
Das Beste kommt zum Schluss, heißt es, und in diesem Fall stimmt es vollkommen. Gemeinsam mit Erlösung ist Das Nest eine außergewöhnliche Geschichte über die Aliens, die den Leser tief in den Bau der Aliens führt. Jerry Prosser und Kelley Jones schaffen hier gemeinsam eine Geschichte, die voller Spannung und Horror ist und trotzdem nicht die Charaktere vernachlässigt.


Fazit

Der Aliens Classic Omnibus ist ein Band randvoll mit Geschichten über das Alien, jede mit ihren eigenen Facetten und Ansätzen. Es sind zwar ein, zwei schwächere vorhanden, aber überzeugen tun alle auf ihre Art und Weise. Hervorsticht Erlösung, welches allein schon wegen der visuellen Umsetzung eines Mike Mignola besonders ist, dessen Autor Dave Gibbons aber ebenso seinen Anteil an einer mehr als gelungenen und außergewöhnlicheren Geschichte über die Aliens und den Kampf gegen sie hat. Als Zweites muss aber auch Das Nest genannt werden, welches vor Spannung birst. Wer Spannung und Horror sucht, wird hier garantiert fündig und Alienfans müssen einfach zugreifen.


Pro & Contra

+ Das Nest und Erlösung sind ungewöhnlich
+ Mike Mignolas Erlösung
+ durchgehend gute Zeichnungen
+ überwiegend sehr gute Geschichten

0 Richard Corben ist wie immer ein Fall für sich

Bewertung:

Charaktere: 4,5/5
Handlung: 4,5/5
Zeichnungen: 4,5/5
Preis/Leistung: 5/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln mit Aliens und Predator:

Rezension zu Predators
Rezension zu Alien: Nekropolis
Rezension zu Feuer und Stein: Predator
Rezension zu Leben und Tod: Predator

Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 05. Juli 2017
 

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