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Golden Dogs Bd.4 – Vier (Griffo, Desberg)
Geschrieben von Markus
Freitag, der 29. September 2017

Verlag: Panini; (April 2017)
Gebundene Ausgabe: 48 Seiten; 14,99 €
ISBN-13: 978-3741602573

Genre: Krimi/ Thriller/ Drama


Klappentext

Wir waren vier.
Und die Welt gehörte uns.
Wir waren unzertrennlich.
Denn das Leben mit seinen Herausforderungen hatte uns zusammengeschweißt.
Zusammen waren wir die Besten. Die Golden Dogs.
Die besten Diebe von London.

Wir waren vier.
Aber es gab einen Verräter unter uns.

Und dies ist nun das Ende!


Rezension

Das Finale zwischen Richter Aaron und den Golden Dogs steht an. Der Verräter gibt an, sie wollen den Tower ausrauben und Richter Aaron reagiert und lässt den Tower und die Kronjuwelen von einer wahren Heerschar von Polizisten und Soldaten bewachen. Gleichzeitig lässt er das Viertel der Dogs durchsuchen. Aber Orwood hat ein Ass im Ärmel und hat beschlossen den Richter regelrecht zu vernichten. Der Plan geht auf und der Richter endet mehr oder minder in der Gosse. Doch auch für die Golden Dogs ist die Zukunft nicht gerade rosig, denn der letzte große Coup war auch ihr letzter in Einigkeit.

Ein letztes Mal begeben sich Griffo und Desberg in die Welt der Golden Dogs. Orwood, Fanny, Lario und Lucrezia begeben sich auf einen letzten Raubzug, der spektakulär ausfallen soll. Und Griffo tut sein Bestes, um diesen letzten Auftritt möglichst gut zu erzählen. Spannend ist dieser Raubzug eher nicht, dazu ist von Anfang klar, dass es nicht so laufen wird, wie es Richter Aaron erwartet. Also legt Griffo mehr Wert darauf, zu zeigen, wie geschickt Orwood alles geplant hat und wie ein Rad ins andere greift. Dies gelingt ihm auch ganz gut. Den ersten Teil schließt Griffo mit dem Raubzug rund ab. Danach widmet er sich den Ereignissen, die der letzten gemeinschaftlichen Aktion folgen. Dabei enthüllt er endlich, was Orwood dazu veranlasste die Golden Dogs zu gründen. Es wird klar, dass Orwood zum großen Teil immer nur an sich dachte und ein getriebener Mann ist, der sich nach seiner großen Liebe verzehrt, die nicht Fanny ist. So manches Mysterium um ihn wird gelüftet und in diesen Momenten ist Golden Dogs dann wieder richtig gut, wenn auch hier etwas die Spannung fehlt. Nur in der letzten Konfrontation zwischen Orwood und Fanny wird es kurz etwas spannender, da nicht unbedingt klar ist, wie sie auf seinen Wahn reagieren wird. Ihre Reaktion ist jedoch nachvollziehbar. Ebenso kommen Lucrezia und Lario zu einem runden und konsequenten Abschluss, der zum Teil tragisch ausfällt. Denn egal was ihnen bis hierhin zugestoßen ist, sie können nicht aus ihrer Haut und verharren in alten Verhaltensmustern. Die einzige Person, die gewachsen ist, ist Fanny und so ist die Geschichte der Golden Dogs insgesamt gesehen ihre Geschichte. Das einzige Problem mit diesem Abschlussband ist, dass er zu viel will. Griffo hetzt geradezu durch die Ereignisse. Alles wird kurz und knapp erzählt. Der Leser bekommt zwar alles wesentliche mit, aber durch diese Hektik in der Struktur kann kaum Dramatik und Spannung entstehen. Beides fehlt etwas in Vier. In Richter Aaron war dies von Griffo viel besser gelöst. Unter Umständen hätte er sich die Zeit nehmen sollen, um die Handlung von Vier ausführlich in diesem und einem weiteren Band darzustellen, wodurch er die Gelegenheit gehabt hätte, alles nachvollziehbarer darzulegen und statt eines soliden, zufriedenstellenden Abschlusses einen richtig guten und zum Rest passenden zu präsentieren.

Desberg liefert gewohnt gute Arbeit ab. In puncto Atmosphäre und Stimmung ist er verlässlich. Seine Bilder tragen viel zum Lesespaß bei und er generiert Spannung aus seinen Bildern, die sonst nicht vorhanden wäre. Besonders wenn er die Raben des Towers und andere Tiere zeichnet, läuft er zur Hochform auf. Bei den Menschen hat er weiterhin ab und zu Probleme mit den Gesichtern, die aber nicht großartig stören, oder aus der Geschichte reißen. Dafür ist der Rest im Zusammenspiel mit den Farben einfach zu stimmig und gut.


Fazit

Griffo und Desberg bereiten mit Vier den Golden Dogs ein recht zufriedenstellendes Ende. Es werden nicht alle Fragen aufgelöst, jedoch die meisten beantwortet. Dazu gibt es ein, zwei Überraschungen.


Pro & Contra

+ Ende ist konsequent
+ Richter Aarons Schicksal
+ guter Abschluss

0 etwas spannungsarm

Bewertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4,5/5
Zeichnungen: 4/5
Lesespaß: 4/5
Preis/Leistung: 4/5


Literatopia-Links zu weiteren Titeln von Stéphen Desberg:

Rezension zu Billy the Cat Gesamtausgabe Bd.1
Rezension zu Billy the Cat Gesamtausgabe Bd.2
Rezension zu Golden Dogs Bd.1
Rezension zu Golden Dogs Bd.2
Rezension zu Golden Dogs Bd.3
Rezension zu Der Stern der Wüste Bd.1
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Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 29. September 2017
 

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