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Im Licht des Vergessens (Nora Roberts)
Geschrieben von Patricia
Montag, der 29. März 2010

Verlag: Diana, April 2009
Originaltitel: High Noon
übersetzt von Christiane Burkhardt
TB, 640 Seiten, € 9,95
ISBN: 978- 3453352766

Genre: Belletristik / Romantic-Thriller


Klappentext

Seit sie als junges Mädchen ihre Familie aus den Fängen eines gewalttätigen Erpressers befreite, kann Phoebe sich auf ihr Verhandlungsgeschick und ein untrügliches Gespür in lebensgefährlichen Situationen verlassen. Und so ist sie nach ihrer Ausbildung beim FBI eine bei den Kollegen hoch geschätzte Expertin bei Amoklauf und Geiselnahme. Doch erst als sie Duncan trifft, lernt sie, was es heißt, jemandem zu vertrauen. Ihr Glück wird jäh zerstört, als sie von einem Unbekannten überfallen wird. Brutal misshandelt, kann sie in letzter Sekunde entkommen. Als beim nächsten Angriff ein Unschuldiger stirbt, weiß Phoebe, dass der Täter eine tickende Zeitbombe ist und ihre Tage gezählt sind.


Rezension

Bei diesem mitreißenden Ladythriller stimmt einfach alles. Sie - allein erziehend, selbstbewusst und möglichst selbstständig - trifft ihn - Millionär, sehr bodenständig und humorvoll. Phoebe ist allein erziehend, ihre Tochter Carly ist eine verschmitzte Siebenjährige, der das Talent zum Verhandeln schon in die Wiege gelegt wurde. Ihre Argumente, mit denen sie Phoebe zu überzeugen versucht, ein neues Shirt oder sogar einen Hundewelpen zu bekommen, sind einfach unschlagbar. Leider muss Phoebe das meiste alleine regeln, da ihre Mutter das Haus nicht verlassen kann, sie leidet unter Angstzuständen. Es ist bewundernswert, wie alle mit der Krankheit umgehen und wie selbstverständlich ihre Besonderheiten von allen akzeptiert und in den Tagesablauf integriert werden. Allerdings kann sie sich auf ihren Bruder und ihre Schwägerin jederzeit blind verlassen. Aber sie erkennt auch, dass es zwar erstrebenswert ist, mit allem alleine fertig zu werden, stößt Duncans Hilfe aber auch nicht weg, wenn auch erst nach einiger Zeit, sondern nimmt sie sogar dankbar an.

Duncan ist ein Held, er hat im Lotto einige Millionen gewonnen, aber sein Leben nicht grundlegend geändert. Er setzt sein Geld hauptsächlich in Projekte ein, die ihm oder anderen am Herzen liegen und mehr für die normalen Leute sind und nicht nur weiteren Profit bringen. Göttlich die Szene, wie er mit Carly am Frühstückstisch anhand von möglichen Gewinnen für sie als Stylistin von Jennifer Aniston ihr das Prozentrechnen und die Zahlen näher bringt.

Das Buch lebt von vielen netten und witzigen Kleinigkeiten, wie Duncans Augen strahlen, wenn er von Disney World erzählt, der Begeisterung von Phoebes Mutter von Häkelarbeiten und dem Internet und all den vielen Kleinigkeiten, die eine liebenswerte Familie ausmachen. Das Internet spielt im Leben von Phoebes Mutter eine ganz besondere Rolle, es ist für sie ein Tor in die Welt nach draußen, ohne aus dem Haus gehen zu müssen. Sie ist eine begnadete Häklerin, ihre Arbeiten sind außergewöhnlich und so kann sie mit dem Verkauf über das Internet sehr gut ihren Anteil am Haushaltseinkommen beisteuern.

Aber auch der Crime Anteil kommt nicht zu kurz, er ist gut durchdacht und sehr spannend, der Täter wird nicht zu früh offenbart. Interessant auch ihre Verhandlungen, die sie immer wieder im Buch führt, hier merkt man die gute Recherche und das handwerkliche Geschick von Nora Roberts. Die Wege, die sie bei einer Verhandlung beschreitet, sind sehr aufschlussreich und teilweise ungewöhnlich, die Art der Fragen und wie sie das Gespräch aufrecht erhält, gibt einem oft zu denken.

Störend ist nur die Geschichte mit Arnie, einem Polizisten. Befremdlich, dass jemand, der über längere Zeit dermaßen frauenfeindliche Äußerungen macht, sich so lange im öffentlichen Dienst halten kann und nicht schon viel eher kräftig eins auf die Nase bekommt.

Nora Roberts packt in diese Geschichte eine Vielzahl von interessanten und ungewöhnlichen Themen. Allein Phoebes Beruf ist in der Öffentlichkeit nicht sehr bekannt und die Einblicke hinter die Kulissen einzigartig und aufklärend. Die Auswirkungen einer Agoraphobie auf die Familie und das Alltagsleben werden behutsam, aber deutlich geschildert. Und nicht zuletzt gibt es einen Lottogewinner, der mit seinen Millionen verantwortungsvoll umgeht und das Geld für wirklich wichtige Dinge einsetzt, auch wenn es nur eine Reise ins Disneyland ist.


Fazit

Nora Roberts kann es einfach. Ihr Stil ist über die Jahre gereift und sie zeigt eindrucksvoll, wie sie zeitgenössische und brisante Themen interessant verpacken kann. Ihre Charaktere sind liebenswert, humorvoll und mit der nötigen Selbstironie ausgestattet, sodass es eine wahre Freude ist, ihren witzigen und ironischen Dialogen zu folgen. Ein absoluter Lesegenuss, nach dem man das Buch mit lautem Seufzen zuklappt, weil es leider schon zu Ende ist.


Pro und Contra

+ viele Details über Verhandlungstaktik
+ interessante Details über Agoraphobie
+ sympathische und verschmitzte Charaktere
+ spritziger Lesegenuss
+ Wohlfühlatmosphäre
+ Thriller-Anteile richtig verteilt
+ überraschender Täter

Wertung: 

Handlung: 5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 5/5
Preis/Leistung: 5/5


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Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 11. Oktober 2011
 

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