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Die Schattenritter - Leidenschaft der Nacht (Kathryn Smith)
Geschrieben von Eva
Freitag, der 27. August 2010

Droemer/Knaur (März 2010)
Taschenbuch
Seiten: 368, 7,95 EUR [D]
ISBN: 978-3-4265-0529-8

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

Plötzlich veränderte sich sein Gesichtsausdruck. Jede Spur von Humor war fort, einer Ehrlichkeit und Offenheit gewichen, die Olivia erschreckte.
»Du bist noch meine Frau und wirst es auch immer bleiben. Alles, was ich habe, ist dein – im Leben wie im Tod.«

Für immer! Diese Worte hatte der Schattenritter Reign im Kopf, als er Olivia in ihrer Hochzeitsnacht zum Vampir machte. Er hätte niemals gedacht, dass Olivia ihn abweisen könnte, doch sie floh damals voller Panik. Dreißig Jahre später ist Olivia immer noch entschlossen, Reign nie wiederzusehen – bis ihr das Schicksal keine Wahl mehr lässt. Sie braucht seine Hilfe, um ihren entführten Neffen zu finden. Aber Reign hat eine Bedingung: Er will, dass Olivia sich ihm wieder hingibt …


Rezension

Als Reign Olivia in der Hochzeitsnacht unfreiwillig zum Vampir macht, ist dies für sie gleichbedeutend wie eine Vergewaltigung. Ihr Mann hat ihr die Entscheidungsfreiheit für ihr Leben genommen und sie in Angst und Schrecken versetzt. Diesen Übergriff kann sie nicht ertragen und verlässt ihn kurzerhand. Sie schwört sich, ihn nie wieder zu sehen. Doch 30 Jahre später will es das Schicksal anders. Ihr geliebter Neffe James wird entführt und die Anweisung der Kidnapper lautet, Reign auszuliefern. Sofort macht sie sich auf den Weg zu ihrem verhassten Ehemann und bringt ihn unter Vorspiegelung falscher Tatsachen dazu, sie zu begleiten. Doch Reign hat eine Bedingung. Auf ihrer Reise soll sich Olivia wie seine Ehefrau verhalten und auch das Bett mit ihm teilen. Gezwungenermaßen stimmt Olivia zu, doch ahnt sie noch nicht, dass sie zum einen auf dem besten Wege ist, sich wieder ihn ich zu verlieben und zum anderen direkt in eine Falle ihrer Feinde tappt.

Mittelpunkt der Handlung von Die Schattenritter - Leidenschaft der Nacht sind die beiden Charaktere Olivia und Reign. Anders als in den Vorgängerbänden haben die beiden eine gemeinsame Vorgeschichte, die nicht gerade gut verlaufen ist. Haben sich die anderen Damen immer gerne zum Vampir machen lassen, war das bei Olivia nicht der Fall. Nun ist sie unglücklich mit ihrem Dasein. Einziger Lebensmittelpunkt ist ihr Neffe, den sie wie eine Mutter großzieht. Für all ihren Frust gibt sie Reign die Schuld, doch auch er fühlt sich von seiner Angetrauten betrogen, da sie ihm zum Abschied einen Pflock in die Brust gerammt hat. Aber Olivia ist und bleibt für den charismatischen Weiberhelden die große Liebe. Zusammen ergibt das viel Zündstoff, was sich in Sarkasmus und Wortwitz der Protagonisten widerspiegelt. Beide schwänzeln in einer Mischung aus Misstrauen und alles verschlingender Leidenschaft umeinander herum. Zudem besteht noch die Gefahr durch den Silberhandorden, aber die Charaktere dieses Handlungsstranges bleiben flach und farblos.

Generell ist die Bedrohung durch den Silberhandorden nicht wirklich greifbar. Die durchgeführten Aktionen wirken stümperhaft und die Beweggründe sind nur schwer bis gar nicht durchschaubar. Kathryn Smith schafft es nicht, der Geschichte den nötigen Biss zu verleihen. Das liegt vor allem daran, dass sie ihr Hauptaugenmerk zumeist nur auf ihre Protagonisten legt. Das ewige Hin und Her zwischen Misstrauen und Liebe von Olivia und Reign beginnt spätestens nach der vierten gleichen Diskussion zu nerven. Auf Kosten eben dieser sich wiederholenden Inhalte geht die eigentliche Rahmenhandlung, nämlich die Entführung James durch den Silberhandorden, völlig verloren und Spannung kann nicht aufkommen. Zudem sind beispielsweise die Handlungen der Charaktere oft nicht nachvollziehbar, weil sie irrational und nicht logisch sind. Diese Unzulänglichkeiten gipfeln in einem vorhersehbaren Ende ohne Pepp.
Grundsätzlich schafft es Die Schattenritter - Leidenschaft der Nacht nicht, an die Vorgängerbände anzuschließen. Die Story ist zu flach und die Protagonisten drehen sich im Kreis. Außerdem ist Reign der Nichtssagendste der fünf Schattenritter, der durch keine besonderen Fähigkeiten oder Charakterzüge hervorsticht.

Die schriftliche Umsetzung ist Kathryn Smith wie erwartet wieder sehr gut gelungen. Der Text ist einfach zu lesen, flüssig und bis auf ein paar Schreibfehler ohne große Mankos. Die Erotik wird passend zum Genre hervorgehoben und die Autorin bleibt ihrem Stil treu. Anders als bei den anderen Bänden muss nicht zu lange auf die prickelnden Szenen gewartet werden, die einen relativ wichtigen Platz in der Geschichte einnehmen. Wie auch schon die Vorgänger ist auch dieser Teil in sich geschlossen und spielt zeitgleich zum 3.Band, Die Schattenritter - Salon der Lüste, dadurch ist es möglich ihn auch ohne Vorkenntnisse zu lesen.


Fazit

Die Schattenritter - Leidenschaft der Nacht bietet viele tolle erotische Szenen, die auch das Herz höher schlagen lassen. Doch leider kann er nicht mit den Vorgängerbänden konkurrieren. Die Handlung ist zu fixiert auf ein Thema, sodass leider keine allzu große Spannung aufkommen kann.


Pro und Kontra

+ prickelnde Szenen
+ schöner Schreibstil
+ Wortwitz

- Handlung geht verloren
- kreist um ein und dasselbe Thema
- Charaktere nichtssagend

Beurteilung:

Handlung: 2,5/5
Charaktere: 3/5
Lesespaß: 3/5
Preis/Leistung: 3,5/5


Rezension zu Die Schattenritter - Unsterbliches Verlangen

Rezension zu Die Schattenritter - Kuss der Dunkelheit

Rezension zu Die Schattenritter - Salon der Lüste

Rezension zu Die Schattenritter - Ewige Versuchung

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 27. Januar 2011
 

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