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M. J. Holliday - Rendezvous um Mitternacht (Victoria Laurie)
Geschrieben von Patricia
Dienstag, der 31. August 2010

Verlag: Egmont Lyx, März 2010
Originaltitel: What’s a Ghoul to do
übersetzt von Christine Blum
Klappbroschur, 316 Seiten, € 9,95
ISBN: 978-3802582806

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

M.J. Holliday hat einen nicht ganz alltäglichen Beruf: Zusammen mit ihrem besten Freund Gilley und dem sprechenden Papagei Doc betreibt sie eine Geisterjägeragentur. Während der Computerexperte und begnadete Hacker Gilley für die Technik und die Beschaffung der Aufträge zuständig ist, nutzt M.J. ihre übersinnlichen Kräfte dazu, für ihre Klienten als Medium in alten Häusern Geister aufzuspüren und diese ins Jenseits zu befördern. Da taucht eines Tages der gut aussehende Dr. Steven Sable in M.J.s Agentur auf, um sie für einen Job anzuheuern. Sable hat vor Kurzem die Wochenendvilla seines Großvaters geerbt, nachdem dieser – angeblich durch Selbstmord – aus dem Leben geschieden ist. Bei einem Besuch der Villa ist ihm der Geist seines Großvaters erschienen, und Sable ist überzeugt davon, dass dieser ihm etwas über die genaueren Umstände seines Todes mitteilen will. Mit ihrer Ausrüstung aus Nachtsichtkameras, Bewegungsdetektoren und allerlei anderen Gerätschaften machen sich M.J. und Gilley auf den Weg, um gemeinsam mit Sable seinen Großvater aufzuspüren. Als im Keller der Villa ein Mordanschlag auf M.J. und Steven verübt wird, den diese nur knapp überleben, wird eines klar: Nicht nur die Geister haben es auf sie abgesehen. Und während die Ermittlungen immer brisanter werden, beginnen auch zwischen M.J. und dem charmanten Steven die Funken zu fliegen.


Die Autorin

Victoria Laurie lebt in Austin, Texas. Während ihrer Arbeit als professionelles Medium kam ihr die Idee zu der Serie über die sympathische Geisterjägerin M.J. Holliday.


Rezension

M.J. Holliday ist ein Medium, was mit verstorbenen Menschen reden kann und ihren Seelen helfen kann, ins Jenseits zu entschwinden. Ihrer eigenen Erklärung nach benutzen die Seelen sie als Telefonzelle, sobald sie mit anderen Menschen kommuniziert, klopfen sie an und möchten ihrem Gegenüber etwas mitteilen. Auf diese Art hat sie schon viele Skeptiker bekehrt und ist ihrer Dankbarkeit sicher, wenn sie etwas von lieben Anverwandten hören. Genauso gibt es aber auch Seelen, die es noch nicht verstanden haben, dass sie gestorben sind. Ihnen hilft sie, ins Licht zu gehen und ihren Frieden zu finden. Mit ihrem Partner Gilley hat sie eine Agentur aufgebaut, die Menschen hilft, ihre bösen Geister loszuwerden. Denn von denen gibt es auch eine ganze Menge, so manche Gewalttäter haben sich Portale geschaffen und Kräfte gesammelt, womit sie wirklichen Schaden anrichten können. Als sie von Dr. Steven Sable angeheuert werden, wissen M.J. und Gilley noch nicht, womit sie es zu tun bekommen. Einem bösen Geist, der den Menschen Übles will oder mit einer verirrten Seele, die unbedingt mitteilen möchte, was an ihrem Ende wirklich passiert ist.

Ein bisschen ärgert man sich anfangs schon über M.J.s saloppe Art und ihrem Umgang mit Geistern. Ihr mag es zwar manchmal lästig sein, wenn so viele Seelen etwas von ihr wollen, aber für die Hinterbliebenen bedeutet es viel. Sie merkt es aber recht schnell, ihr Verhalten ändert sich und somit auch etwas der Ton des Buches. Spätestens da hat Victoria Laurie die Leser in der Hand, man ist gefangen in der Geschichte und möchte M.J, Gilley und Doc gar nicht mehr verlassen und immer weiterlesen. Die Autorin hat hier ganz wunderbare Charaktere geschaffen, sie sind humorvoll, bodenständig und haben alle ihren ganz eigenen Charme, der sich durch ihre liebenswürdigen Eigenarten widerspiegelt.

Dieses Thema ist unheimlich reizvoll, jeder möchte bestimmt von einem lieben Verstorbenen wissen, wie es ihm nun geht und ihm vielleicht noch ein paar letzte Worte sagen. Um Verzeihung bitten, ihm verzeihen, oder ihm einfach sagen, dass man ihn liebt. Genauso wünschen es sich hier aber auch die Verstorbenen, auch sie möchten ihren Zurückgebliebenen ein paar Worte mit auf den weiteren Lebensweg geben, sie um Verzeihung bitten oder ihnen die Schuldgefühle mindern. Für viele ist es eine Erlösung, zu erfahren, was der Tote in seinen letzten Minuten gedacht hat. Allerdings kann man auch M.J. Unwilligkeit ein bisschen verstehen, denn reden wollen alle mit den Geistern, aber nicht immer das hören, was sie zu sagen haben.

Eine besonders charmante Nebensächlichkeit war auf jeden Fall die Sprachwendungen, die Victoria Laurie Steven Sable ständig in den Mund gelegt hat. Bei der Suche nach passenden Wörtern kamen oft niedliche und witzige Sätze heraus, nie albern, aber immer gut genug zum Schmunzeln. Wer Agent Ziva David aus Navy CIS kennt und ihre Art zu reden, der weiß, was gemeint ist. Unnachahmlich ist allerdings Doc, der Graupapagei, der in brenzligen Situationen immer das Richtige zu sagen hat. Locker, flockig, spannend, fesselnd und absolut charmante und gewitzte Charaktere, Victoria Laurie schafft es, genau die richtige Ausgewogenheit zwischen Humor und Ernst zu finden. Der Fall ist genauso spannend, denn die drei entdecken so einige Geheimnisse, die in dem Haus von Stevens Großvater versteckt waren. Nicht nur einmal tragen sie Blessuren von der Geisterjagd davon, es gibt aber auch genügend ihnen wohlgesinnte Geister, die ihnen oft den richtigen Weg weisen. Zusätzlich knistert es noch gewaltig zwischen M.J. und Steven, es passiert allerdings –noch- nichts. Das gibt den Charakteren viel Zeit und Raum, sich kennen zu lernen, denn es gibt ja hoffentlich noch viele weitere Bücher in der Reihe.

Besonders reizvoll sind immer wieder die kleinen, eingestreuten Geschichten der Verstorbenen. M.J. gibt ihren Mitmenschen auf ihre eigen unnachahmliche Art zu verstehen, was ihnen die Verstorbenen mitzuteilen haben. Oft stösst sie dabei auf ungelöste Rätsel, Vermisste melden sich bei ihr und ihre Anverwandten bekommen endlich Gewissheit, was mit ihnen passiert ist. Es sollten durchaus noch viel mehr von diesen Geschichten vorhanden sein, sie sorgen für eine Lockerheit und eine ganz besondere Spannung, sie sind nie zu verzwickt, aber immer unglaublich interessant. Noch ein Grund mehr, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen. Dazu noch die gute Qualität vom Lyx Verlag, die das Buch zu einem ganz besonderen Lesevergnügen macht.


Fazit

Spritzig, witzig und mit vielen kleinen Leckerbissen versehen hat Victoria Laurie ein überaus überzeugendes Debüt hingelegt. Humorvolle und liebenswerte Charaktere, eine abwechslungsreiche und packende Handlung und die richtige Mischung mit dem Übersinnlichen sorgen für ein wahres Lesevergnügen. Gut pointierte Wortduelle und ein Hauch Erotik zaubern ein seliges Grinsen ins Gesicht und man möchte eigentlich nur noch eines – immer weiter lesen


Pro und Contra

+ lockerer und lebendiger Erzählstil
+ Spannung durchgehend gehalten
+ interessante und vielschichtige Charaktere
+ stimmige Lokalitäten
+ gelungene Mischung zwischen Realität und Übersinnlichem
+ eingestreute Anekdoten mit Geistern

o anfänglich wirkt M.J. nicht ganz so sympathisch

Wertung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5


Rezension zu "M. J. Holliday - Gespenster küsst man nicht" (Band 2)

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 06. September 2010
 

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