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Magierlicht - Die Sturmjäger von Aradon (Jenny-Mai Nuyen)
Geschrieben von Eva
Montag, der 13. Dezember 2010

cbt (Oktober 2010)
gebunden, mit Schutzumschlag
Seiten: 400, 18,99 EUR [D]
ISBN: 978-3-570-16062-6

Genre: Fantasy


Klappentext

Die junge Sturmjägerin Hel ist weiter auf Dämonenjagd, doch immer fragwürdiger scheint ihre Mission. Denn auch die Magier, die sie ausgesandt haben, spielen nicht mit offenen Karten. Es fällt Hel von Tag zu Tag schwerer, gegen Mercurin zu kämpfen, den Dämon mit den Augen voller Unendlichkeit. Auf dem Spiel steht nichts Geringeres als die Zukunft der Menschheit und das Leben all ihrer Freunde…


Rezension

Lirium, die Quelle des Lebens und der Magie, wird immer knapper. Das Land ist ausgebeutet und so bleibt der Magierschaft nichts anderes übrig, als einen Krieg gegen das Alte Reich anzuzetteln, welches vor Lirium nur so strotzt. Zudem wollen die Druiden nach wie vor Aradon vernichten, indem sie die vier Totenlichter vereinen und das tiefe Licht rufen, das alles Leben auslöschen wird. Um dies zu verhindern sind Hel und ihre Gefährten auf der Jagd nach Karat, dem Isen, der eines der Totenlichter in sich aufgenommen hat. Sie müssen ihn aufhalten, bevor noch mehr Unheil geschieht, doch sind sie nicht die Einzigen, die hinter ihm her sind. Auch Mercurin will das Totenlicht haben und so beginnt eine spannende Jagd, gezeichnet von Verlust, Liebe, Verrat und verzweifelter Hoffnung.

Ebenjene verzweifelte Hoffnung ist es, die Hel antreibt. Sie kann und will nicht akzeptieren, dass Mercurin ihre ganze Welt zerstören möchte, weil für ihn die Menschen von Grund auf schlecht sind und vernichtet werden müssen. Und obwohl Hel Mercurin nicht vergeben kann, dass er ihr ehemaliges Schiff samt Mannschaft zerstört hat, kann sie ihn auch nicht aufgeben und schafft es langsam, Zweifel in ihm zu sähen. Gleichzeitig steigt auch ihre Skepsis gegenüber der Magierschaft und dem angezettelten Krieg. Jenny-Mai Nuyen zeigt anhand der Vielzahl und Unterschiedlichkeit ihrer Charaktere, dass nicht immer alles nur weiß und schwarz ist, sondern dass das Leben aus vielen Grautönen besteht. Und so kann keine ihrer Figuren klar dem Bösen oder Guten zugeordnet werden. Oft sind die Beweggründe so verstrickt mit anderen Geschehnissen, dass eine wahnsinnige Empathie für die einzelnen Charaktere aufkommt, mehr noch als im ersten Band Feenlicht – die Sturmjäger von Aradon. Das liegt vor allem daran, dass sich die Autorin zum einen mehr auf ihre Protagonisten einlässt, aber auch bisherige Randfiguren, wie beispielsweise die anderen beiden Druiden, mehr Tiefe erhalten. Trotzdem gibt es einige Charaktere, die weiter farblos bleiben, was allerdings bei der Vielzahl absolut nachvollziehbar ist, vor allem da der Fokus nicht verloren gehen soll.

Doch nicht nur die Charaktere bieten die ein oder andere Überraschung in Magierlicht – Die Sturmjäger von Aradon. Die Handlung selbst ist bis zum Schluss spannend und unvorhersehbar. Auch wenn die Geschichte etwas einfacher und nicht so faszinierend kompliziert verstrickt ist wie im Vorgängerband, wird es nie langweilig. Ein Grund hierfür ist mit Sicherheit auch die stärkere Verlagerung des Schauplatzes in das Alte Reich. Der Leser erfährt neue spannende Details über das Leben der Druiden und den Umgang mit ihren magischen Fähigkeiten und die meisten Fragen, die noch aus dem Vorgängerband übrig sind, werden geklärt. Zudem lehnt sich die Thematik stark an unsere aktuellen Themen und Krisen an. Nuyen bringt die Ausbeutung unserer Erde und die fanatischen Ansichten mancher Menschengruppen, die für ihren Glauben in den Tod gehen, zusammen und überträgt sie in eine fantastische Welt, die der unseren gar nicht so unähnlich ist. Zwangsläufig erkennt man die Verbindung und gerät weit über das Buch hinaus ins Grübeln.

Die spannende Handlung und die faszinierenden Charaktere wären nicht ohne die passende sprachliche Umsetzung möglich. Fans von Jenny-Mai Nuyen werden nicht enttäuscht werden, denn die Autorin ist ihrem bisherigen Stil treu geblieben. Der Leser wird von bildhaft lyrischen Eindrücken mitgerissen und versinkt in einer detailreichen Welt, die trotzdem genug Raum für die eigene Fantasie lassen. Passend zu den sonstigen Impressionen des Buches ist die aufwendige Buchgestaltung. Wie schon im ersten Teil gibt es wieder eine Karte der Welt und Zeichnungen zu den wichtigsten Charakteren, die die Autorin selbst gestaltet hat. Das Cover passt auch zum ersten Band, welcher unbedingt vorher gelesen werden sollte, um die Handlung zu verstehen. Vor allem, weil auf eine Wiederholung der bisherigen Geschehnisse verzichtet wird.


Fazit

Magierlicht - Die Sturmjäger von Aradon von Jenny-Mai Nuyen ist eine stimmungsvolle Fantasy-Geschichte mit aktuellen Thematiken, die nie an Spannung verliert und den Leser mit einer herrlich einfachen aber auch lyrischen Sprache fesselt. Unterstützt wird das Ganze durch vielschichtige, abwechslungsreiche Charakter, die einem sofort ans Herz wachsen.


Pro und Kontra

+ vielseitige Charaktere
+ detailreich Gestaltung der Welt
+ sprachlich farbenreich
+ Spannung bs zum Schluss
+ aktuelle Thematiken
+ Zeichnungen und Karte im Buch

o Geschichtsstränge weniger verstrickt
o Charaktere teilweise flach

Beurteilung:

Handlung: 4,5/5
Charaktere: 4,5/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 3,5/5


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Zuletzt aktualisiert: Montag, der 13. Dezember 2010
 

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