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Vampire sind die beste Medizin (Lynsay Sands)
Geschrieben von Patricia
Mittwoch, der 15. Dezember 2010

Verlag Lyx, Oktober 2010
übersetzt von Ralph Sander
Klappbroschur, 364 Seiten, € 9,95
ISBN: 978-3802583735

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

In ihrem ersten Fall als Privatdetektivin soll die Vampirin Marguerite Argeneau die Mutter eines Unsterblichen aufspüren. Was sich zunächst recht einfach anhört, entpuppt sich jedoch als gefährliches Unterfangen. Nur das beherzte Eingreifen eines Vampirs rettet ihr das Leben. Julius Notte ist überzeugt, dass Marguerite seine Seelengefährtin ist, und will sie für sich gewinnen. Allerdings hat er schon seit ewigen Zeiten keine Frau mehr umworben…


Die Autorin

Die kanadische Autorin Lynsay Sands hat zahlreiche zeitgenössische und historische Romane verfasst. Sie studierte Psychologie, liest gern Horror- und Liebesromane und ist der Ansicht, dass ein wenig Humor in allen Lebenslagen hilft. Mit der Argeneau- Serie gelang ihr der große Durchbruch in den USA.


Rezension

Lynsay Sands hat mit den Argeneau Vampiren einen netten, sympathischen Familienclan geschaffen. Immer wieder verblüffend, welche Abenteuer die einzelnen Familienmitglieder erleben, und unter welchen Umständen sie ihren wahren Seelenpartner finden. Denn die Unsterblichen haben nur einen wahren Seelengefährten in ihrem Leben. Sie erkennen ihren Gefährten daran, dass sie nicht in seine Gedanken eindringen können, ihn also nicht lesen können. Bei allen anderen funktioniert es, wobei es für Ältere leichter ist, die Jüngeren zu lesen als umgekehrt. Außerdem verspüren sie in Gegenwart des anderen wieder Hunger, sie essen, was sie sonst nie machen. Denn außer Blut braucht ihr Körper nichts an Nahrung. Das Blut allerdings ist sehr wichtig, denn die Nanos in ihrem Körper, die Wunden und Verletzungen sofort wieder heilen, verbrauchen eine Menge davon. Deshalb reisen sie auch möglichst immer mit genügend Konserven herum. Zum Glück gibt es eine weit verzweigte Blutbank extra für die Unsterblichen, sonst müssten sie wie früher sich vom lebenden Objekt ernähren. Da einige der älteren Unsterblichen direkte Nachfahren von dem sagenhaften Atlantis sind, sind sie alt – sehr alt.

Marguerite hat vier Kinder, die in vorherigen Bänden alle ihre Seelengefährten gefunden haben. Da sie die Kinder nun versorgt weiß, fokussiert sich ihr Interesse erstmalig auf ihr eigenes Leben. Jean-Claude, ihr Mann, ist endlich endgültig gestorben, somit ist sie befreit von all dem Leid, was er ihr zugefügt hat. Merkwürdigerweise konnte er sie kontrollieren, ihr Leben lang, was sonst nicht möglich ist, je älter die Unsterblichen werden. Die beiden waren keine Lebensgefährten und Jean-Claude kein liebevoller Ehemann. Jetzt genießt Marguerite ihr Leben und will sich nie wieder etwas vorschreiben lassen. Als Christian Notte sie als Privatdetektivin engagiert, um seine Mutter zu finden, stürzt sie sich mit Feuereifer in die Arbeit, obwohl sie keine Erfahrung als Detektivin hat. Wie schwer kann es schon sein, eine Frau aufzuspüren? Irgendwo muss Christians Geburt doch verzeichnet sein. Und warum schweigt Julius, Christians Vater so beharrlich über die Identität? Als er durchsickern lässt, dass Christians Mutter ihn nach der Geburt umbringen wollte, ist klar, dass er lediglich seinen Sohn zu schützen versucht. Aber der will nun endlich Gewissheit haben und das Geheimnis um seine Mutter lüften.

Schon bei ihrer ersten Begegnung wird Marguerite und Julius klar, dass sie Seelengefährten sind. Zuerst versucht Marguerite es zu ignorieren, aber die Anziehungskraft ist zu groß. Julius beschützt sie, als sie angegriffen wird – nicht nur einmal. Irgendjemand versucht ihr zu schaden, nirgendwo sind sie sicher. Auch nicht in York, wo Christian geboren wurde. Angeblich hat Marguerite auch einmal dort gewohnt, nur kann sie sich daran nicht mehr erinnern. Immer mehr kleine Häppchen kommen ans Tageslicht, bis sie ein großes Ganzes ergeben. Erstaunliche Wendungen präsentiert uns Lynsay Sands, der Leser lernt eine völlig neue Marguerite kennen. Ihre Vergangenheit war nicht immer so schmerzvoll, wie sie es in Erinnerung hatte. Ein großes Unrecht wurde ihr zugefügt, die Aufdeckung eines Geheimnisses macht sie nur noch sympathischer. Dazu noch die Situationskomik und der unterschwellige Witz, die sympathischen Charaktere, die in überraschenden Situationen ständig unerwartet reagieren lassen die Seiten regelrecht an einem vorbeirauschen. Umgeben von wiederkehrenden Charakteren lernt man mit großem Vergnügen neue Unsterbliche kennen, diese gelungene Mischung machen die Bücher um die Familie so reizvoll. Sie kümmern sich umeinander, sind intelligent und liebenswert, eine Familie, wie sie sich jeder wünscht. Dazu sind sie noch steinalt und beleben die Geschichte mit Anekdoten aus früheren Zeiten. Obwohl es der neunte Band einer Serie ist, kann man ihn durchaus ohne Vorkenntnisse lesen, alles Wichtige wird kurz im Verlauf der Geschichte erklärt. Hilfreich ist auch der Stammbaum am Ende des Buches, dort sind alle Familienmitglieder und ihr Verhältnis untereinander aufgeführt. Zusätzlich sogar noch die Buchtitel, welche ihre Geschichte enthalten. Damit, mit dem stimmigen Coverbild und mit ihrer gewohnt guten Qualität hat Lyx ein schmeichelhaftes Buch herausgebracht, was man gerne in die Hand nimmt, um sich darin zu verlieren.


Fazit

Mitreißend, charmant, humorvoll, spritzig und absolut bezaubernd, Lynsay Sands hat sich wieder einmal so richtig ins Zeug gelegt. Julius und Marguerite sind zwei selbstlose, sehr sympathische Charaktere, die sich ihr Glück redlich verdient haben. Dabei spart die Autorin auch nicht mit heißen Liebesszenen, die aber nie überhand nehmen oder aufdringlich wirken. Spannend von Anfang an fiebert man mit Marguerite und Christian mit, welche Geheimnisse sich ihnen offenbaren werden. Die starken Familienbande und die humorvollen und selbstironischen Familienmitglieder machen die Serie fast zu einem Selbstläufer, denn immer wieder findet man liebenswerte und sympathische Charaktere, von denen man nie genug bekommen kann.


Pro und Contra

+ interessante und liebenswerte Charaktere
+ durchdachte Vampirwelt
+ humorvoll und selbstironisch
+ Spannung von Anfang an
+ pikante Geheimnisse und ein stimmiges Setting

- anfangs etwas langatmig

Wertung:

Charaktere 4,5/5
Handlung 4/5
Lesespaß 4,5/5
Preis/Leistung 4,5/5


Rezension zu "Eine Vampirin auf Abwegen"
Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, der 15. Dezember 2010
 

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