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Abby Cooper - Detektivin mit 7. Sinn (Victoria Laurie)
Geschrieben von Patricia
Samstag, der 22. Januar 2011

Verlag: Lyx, Dezember 2010
Originaltitel: Abby Cooper, Psychic Eye
übersetzt von Angela Koonen
Klappbroschur, 301 Seiten, € 9,95
ISBN: 978-3802582837

Genre: Dark Fantasy / Romantic Thrill


Klappentext

In Royal Oak, einem Vorort von Detroit, lebt die einunddreißigjährige Abby Cooper. Sie führt ein ganz normales Leben und hat einen ganz normalen Job. Nun ja, einen fast normalen Job, denn Abby ist ein Medium und kann mit der Welt der Geister kommunizieren und die Zukunft voraussagen. Sie betreibt ein eigenes Büro: Abby Cooper P.I. (Private Intuitivberatung) und wird von Menschen engagiert, die ihrem Leben eine neue Richtung geben möchten. Genau das könnte Abby ihrer Meinung nach selbst auch gut gebrauchen, denn immer öfter beschleicht sie das ungute Gefühl, dass ihrem Alltag das gewisse Etwas fehlt...
Das ändert sich schlagartig, als eine ihrer Klientinnen ermordet wird und alle Indizien auf Abby deuten. Offenbar kennt sie mehr Einzelheiten dieser Tat, als gut für sie ist. Um dem Ganzen jedoch die Krone aufzusetzen, entpuppt sich der ermittelnde Beamte auch noch als der heiße Typ, mit dem sie gerade ein Blind Date hatte. Der gut aussehende Dutch Rivers ist allerdings fest davon überzeugt, dass Abby eine Betrügerin ist – wenn auch eine sehr attraktive. Denn der Cop glaubt überhaupt nicht an Übersinnliches – im Gegensatz zu dem wahren Mörder. Als dieser von Abbys Fähigkeiten erfährt, eröffnet er die Jagd auf sie...


Die Autorin

Victoria Laurie lebt in Austin, Texas. Wie die Heldin ihrer Serie arbeitet sie als professionelles Medium. Neben der Abby Cooper Serie veröffentlicht sie sehr erfolgreich Romane um die sympathische Geisterjägerin M.J. Holliday.


Rezension

Private Intuitivberatung – darin ist Abby Cooper eine Meisterin. Verborgene übersinnliche Talente schlummern in ihr, sie hat die Gabe der Vorausahnung und kann Menschen die richtige Entscheidung vorhersagen. Dazu tritt sie mit Geistern in Kontakt, die ihr Wörter oder Entscheidungen zuflüstern, manchmal nur wage, manchmal aber genau zutreffend. Außerdem kann sie anhand eines Photos erkennen, ob derjenige noch lebt oder nicht. Damit ihre Klienten mit ihren Entscheidungen nicht zu sehr von ihr abhängig werden, gestattet sie jedem nur zwei Sitzungen pro Jahr. Wenn sie doch nur nicht so auf ihren Prinzipien bestanden hätte, dann könnte ihre Klientin Allison vielleicht noch leben, die um einen dringenden Termin gebeten hatte. Abby kann sich ihre Klienten aber nicht immer merken, da sie meistens während der Sitzungen nicht unbedingt mitbekommt, was die Geister ihr einflüstern. Deshalb gibt sie jeder Kundin ein Band mit, auf dem die Sitzung aufgezeichnet ist. Dieses Band wird bei der Leiche gefunden und somit gerät Abby ins Fadenkreuz der Ermittlungen. Ausgerechnet Dutch Rivers, mit dem Abby vorher ein Blind Date hatte, ist der Ermittler.

Dutch hat Schwierigkeiten, Übersinnliches zu akzeptieren, für ihn zählen eher die harten Fakten. Abby allerdings bringt seine Gefühle gehörig durcheinander, er fühlt sich zu ihr hingezogen, hat aber anfangs noch Schwierigkeiten, ihr zu vertrauen und auf ihre Intuitionen zu hören. Obwohl sie ihm bei ihrem Date eine eindrucksvolle Vorstellung ihres Könnens geboten hatte. Ohne zu wissen, dass Dutch für die Polizei arbeitet, hat sie ihm ihre –zutreffenden - Eingebungen über einen aktuellen Fall von Kindesentführung mitgeteilt, den sie zufällig tagsüber in den Medien gesehen hatte. Ihre Anmerkungen führen zur überraschenden Auflösung des Falles, allerdings wirft man ihr Insiderwissen vor und bezichtigt sie, mit der Sache in Verbindung zu stehen. Deshalb hat Abby auch nie mit der Polizei bisher zusammen gearbeitet, ihr war klar, dass man ihr nicht einfach glauben würde. Doch jetzt wird sie gegen ihren Willen involviert, als auch Allisons Mörder auf sie aufmerksam wird und ihr Drohungen schickt.

Anfangs wirkt das Buch eher wie ein chick-lit Roman, Abby benimmt sich sehr oberflächlich ihren Kunden gegenüber und verwendet mehr Zeit darauf, über ihr Outfit für das Date nachzudenken. Nachdem sie dann auch noch mit ihrer Schwester seitenweise den Inhalt ihres Kleiderschrankes durchprobiert, um sich dann für die tollen Oberarme und gegen den Push-up entscheidet, hat man das Gefühl, im falschen Buch zu sein. Besonders, wenn man schon die bereits erschienen Bänder über M.J. Holliday, die Geisterjägerin, gelesen hat, mit der man Abby Cooper unwillkürlich vergleicht. Zum Glück kann Victoria Laurie noch rechtzeitig das Blatt wenden, und die Geschichte nimmt rasant an Fahrt auf. Abby ist ein glaubwürdiger und liebenswerter Charakter, sie steht mit den Beinen fest auf der Erde, sorgt sich um ihre Nächsten und möchte etwas aus eigener Kraft erreichen. Ihre Schwester Catherine würde ihr liebend gerne alles bezahlen, denn gut verheiratet und mit beruflichen Geschick ausgestattet, ist sie stinkreich – und außerdem eine Naturgewalt. Entspannung gehört nicht zu ihren liebsten Hobbys, sie sorgt sich um ihre Schwester wie auch um ihre eigene Familie. Sie ist zwar manchmal ein bisschen nervig, ansonsten aber herzensgut und bringt Wind in die Geschichte.

Mit Dutch Rivers hat Victoria Laurie wieder mal einen Leckerbissen erschaffen, dem die Herzen der Damenwelt nur so zufliegen. Ihm fällt es schwer, an Übersinnliches zu glauben, um Abbys willen bemüht er sich und ist beeindruckt von ihren Fähigkeiten. Abgesehen davon, dass Abby zuviel auf seinem phänomenalen Aussehen herumreitet, ist er Polizist mit Leib und Seele, integer, realistisch und humorvoll. Zusammen geben die beiden ein unschlagbares Team ab, die jetzt schon die Neugier auf weitere Bände kräftig schüren. Abby und Dutch machen eine interessante Entwicklung durch, sie nehmen ihr Leben und ihre Beziehung mit Ironie und die Geschichte entbehrt nicht einer gewissen Situationskomik. Die Wörter, die Abby durch den Kopf gehen, ergeben manchmal keine Sinn, verblüffend aber, wie sie im Laufe der Geschichte Sinn ergeben. Der Krimianteil beherrscht eindeutig die Geschichte, der Romantik Anteil ist noch ausbaufähig, da Dutch erst einmal sein Leben ordnen muss. Spannend ist der Plot auf jeden Fall, das Ende überraschend mit einigen unvorhersehbaren Wendungen. Die Qualität ist wie immer hervorragend, der biegbare Umschlag ist sehr strapazierfähig. Lediglich das Covermotiv bestärkt eher das chick-lit Genre, schade, hier hätte Lyx eindeutig kreativer sein müssen.


Fazit

Nach anfänglichen Längen und mädchenhaftem Benehmen entwickelt sich die Geschichte zu einer rasanten Achterbahnfahrt mit magischem Überschlag. Übersinnliches und Realität ergeben eine ausgewogene Mischung, Abbys Eingebungen sind manchmal rätselhaft und verblüffend zutreffend. Die Charaktere sind liebenswert, tiefgründig und ausgereift, es macht Spaß, mit ihnen Zeit zu verbringen. Originalität und ein flüssiger, angenehmer Schreibstil machen das Buch zu einem wahren Feuerwerk.


Pro und Contra

+ lockerer und lebendiger Erzählstil
+ interessante, liebenswürdige und vielschichtige Charaktere
+ gelungene Mischung zwischen Realität und Übersinnlichem
+ witzige übersinnliche Fähigkeit
+ Wortwitz, Situationskomik und eine heitere, beschwingliche Note

- anfangs ein paar Längen
- Abby wirkt etwas oberflächlich

Wertung:

Handlung: 4/5
Charaktere: 4/5
Lesespaß: 4,5/5
Preis/Leistung: 4/5


Rezension zu "Abby Cooper - Mörderische Visionen" (Band 2)

Rezension zu "M. J. Holliday - Rendezvous um Mitternacht" (Band 1)

Rezension zu "M. J. Holliday - Gespenster küsst man nicht" (Band 2)

Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 29. Juli 2011
 

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