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Chicagoland Vampires - Frisch gebissen (Chloe Neill)
Geschrieben von Angelika
Samstag, der 12. Februar 2011


Egmont Lyx (Februar 2011)
kartoniert, Klappbroschur
Seiten: 432, 9,95 EUR [D]
ISBN: 978-3-8025-8362-9

Genre: Dark Fantasy


Klappentext

Eines Nachts wird die Studentin Merit überfallen, beinahe getötet und schließlich gegen ihren Willen in eine Vampirin gewandelt. Sie muss nun lernen, nach den Regeln der Vampirwelt zu leben: keine Sonne, spitzen Pflöcken aus dem Weg gehen, Blut trinken – und sich dem mächtigen Vampir Ethan Sullivan zu unterwerfen. Doch darauf hat Merit überhaupt keine Lust, auch wenn der attraktive Unsterbliche ihre Gefühle gehörig in Aufruhr versetzt …


Rezension

Mit Chicagoland-Vampires hat es nun ein weiteres Debüt in die deutschen Buchregale geschafft. Denn Cloe Neill, im Süden der USA aufgewachsen, präsentiert mit Frisch gebissen den ersten Roman ihrer Urban-Fantasy-Serie, die mit bekannten Ideen, starken Protagonisten und ganz schön viel Weiblichkeit punkten kann.

>> Zuerst fragte ich mich, ob es mein Karma war, bestraft zu werden. Ich hatte diese schicken Vampire immer belächelt, und der Kosmos hatte sich als Strafe ausgedacht, mich zu einer von ihnen zu machen. Vampirin. Raubtier. Initiantin eines der ältesten der zwölf Vampirhäuser der Vereinigten Staaten. <<

Merit ist Studentin, trägt gerne Jeans, macht sich nur ungern schick und verachtet Vampire. Denn seit dem die Blutsauger ihre Existenz der Welt offenbarten ist nicht mehr alles so wie es sein soll. Die Stadt ist unsicherer geworden und sogar die Universität, vor der Merit eines Nachts schließlich angefallen wird. Doch Ethan Sullivan rettet ihr Leben. Ein Vampir. Ein Lehnsherr und bald darauf Merits größter, aber auf verführerischster Feind.

„Es ist besser, für das, was man ist, gehasst, als für das, was man nicht ist, geliebt zu werden“, zitiert Chloe Neill zu Beginn ihres Romans. Eine Wahrheit, die der geneigte Leser (realistisch und hübsch verpackt) in vielen kleinen Teilbereichen von Frisch gebissen erforschen kann. Denn Merits Beziehung zu ihren Eltern gestaltet sich als ebenso kompliziert, wie ihre Freundschaft zu ihrer Mitbewohnerin vollkommen ist. Die Autorin lässt hierbei tief blicken und beweist auf ihre Art, wie gefährlich Macht und Reichtum sein können. Doch diese Tatsache ist Merit längst bewusst und einer der Gründe weshalb sie sich weder das eine, noch das andere erträumt. Trotzdem kommt alles anders als geplant. Denn Merit wird schließlich von einem Vampir gebissen und kurz darauf von einem anderen gerettet. Etwas, dass ihr im Grunde gar nicht passt, denn ihrem Schöpfer Ethan ist sie von nun an zur Dankbarkeit und Treue verpflichtet. Gezwungen ihm einen Eid zu schwören und seine Autorität anzuerkennen fordert sie ihn heraus, um sich bald darauf selbst fragen zu müssen, wie sie ihr Leben weiter führen kann. Denn Merit hat sich gänzlich anderes erträumt, als sich herauszuputzen und unterblich zu sein. Und demnach denkt sie in keiner Weise daran, die in sie gesetzten Erwartungen zu erfüllen.

Chloe Neill liefert mit ihrem ersten Band dieser Serie ein nettes Debüt. Eines, das sie mit etwas Liebe, etwas Freundschaft, ein paar Wirrungen, einem halbgaren Nebenplot (Morde die aufzuklären sind) und natürlich zwei Männer geschmückt hat, die Merit gerne an ihrer Seite sehen wollen. Der eine bettelt förmlich darum; der andere verschlingt sie schlicht mit seinen Blicken. Schnell wird dem geneigten Leser von Seite zu Seite klar, dass die vorhandenen Ideen nun wahrlich nichts Neues sind. Stattdessen hat sich die Autorin auf bekanntes konzentriert, es mit ein wenig Witz, aber auch einer guten Portion Ernsthaftigkeit vermengt. Und so kommt es, dass Frisch gebissen zum einen sehr einfach gehalten und flott zu lesen, zum anderen jedoch auch ab und an auf eine sanfte Art und Weise tiefgründig ist. Dennoch lassen so manche Dinge den Leser nur kopfschüttelnd zurück. So kauft man es der Autorin beispielsweise einfach nicht ab wie sie Ethan als angeblich harten Kerl präsentiert. Im Gegenteil. Der über vierhundert Jahre alte Vampir und Lehnsherr des Hauses Cadogan ist auf seine Art einfach nur liebenswert, fast fehlerfrei. Seine Unnahbarkeit wird von Cloe Neill schlicht und offensichtlich dazu benutzt, ihn mysteriös erscheinen zu lassen, was nur bedingt gelingt. Dennoch übt er einen gewissen Reiz auf den Leser aus und kann mit großer Sicherheit so manches Frauenherz erobern. Wer an diesem Punkt sich jedoch erhofft, einen erotischen Vampirroman zu lesen, liegt falsch, denn Chicagoland Vampires präsentiert sich nicht über die Maßen romantisch oder gar voller Leidenschaft. In diesem Punkt wird sich scheinbar Zeit gelassen und der Leser bleibt zwiespältig zurück. Zum einen freut man sich, eine etwas gemäßigte Herangehensweise zu lesen, zum anderen bleibt dieses Buch aber eben durch das Fehlen solcher Leckereien hinter so manchem wunderbaren Roman zurück. Die nächsten Bände werden zeigen, ob Chloe Neill Recht behält und in weiterer Folge wirklich begeistern kann. Potenzial ist eindeutig vorhanden. Denn sie schreibt unterhaltsam und täuscht damit zumindest in Frisch gebissen über so manche Unzulänglichkeit hinweg.


Fazit

Mit Frisch gebissen präsentiert Chloe Neill einen eher mittelmäßigen Serienauftakt, der dennoch auf seine Art zu überzeugen versteht. Liebe und Erotik weichen in diesem Band einer (leider zu) ausführlichen Einführung in die Welt dieser Autorin, die zwar nicht viel Neues bieten kann, dafür aber Streckenweise wunderbar unterhält. Man darf gespannt sein auf den nächsten Band (Verbotene Bisse / Q. 03/11) und dessen Entwicklungen!


Pro und Kontra

+ farbig ausgemalte Vampir-Welt
+ liebenswerte Protagonisten
+ amüsant & unterhaltsam
+ angenehm lesbarer Stil

o wenig Erotik

- teilweise zu erzählerisch
- wenig tatsächlich glaubhafte Details
- Verhaltensweisen mancher Charaktere nur bedingt glaubwürdig
- vorhersehbar

Bewertung:

Handlung: 3 / 5
Charaktere: 3 / 5
Lesespaß: 4 / 5
Preis/Leistung: 4 / 5

Zuletzt aktualisiert: Samstag, der 12. Februar 2011
 

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