Donnerstag, 24. August 2017

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In der Zwischenzeit ist der 3te Band "Hammerhead" rausgekommen und siehe da, bessere Zeichnungen ...

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Ich würde die Antwort hier nicht posten! Nur, wie sehr ich mich freuen würde, falls Eure Glücksfee ...

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Das Buch ist halt im typischen John Ringo Stil geschrieben. Entweder man mag seinen Stil oder eben ...

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Literatopia liest “You - Du wirst mich lieben”

ck-you-currentlyreadingEs wird dir so leidtun, wenn du erkennst, was ich wegen dir tun musste ...
Doch keine Sorge, ich bereue nichts.
(Klappentext auf der Rückseite)


"You - Du wirst mich lieben" von Caroline Kepnes ist auf einigen Umwegen in meinen Besitz gelangt. Erschienen im Mai, hatte ich es schon mehrfach in der Buchhandlung in die Hand genommen, mit den Klappentext angeschaut und dann doch mit einem Hauch Skepsis wieder zurückgestellt. Die Story an sich klang interessant, aber irgendwie wollte der Funke nicht so richtig überspringen. Und so zogen die Monate ins Land, bis ich schließlich auf der Frankfurter Buchmesse vom Leselurch förmlich zum Regal gezerrt und begleitet von den Worten "Du musst das unbedingt lesen, wenn Du einmal angefangen hast, wirst Du nicht mehr aufhören können, und überhaupt und aaaaaaaah!" mit der Nase drauf gestoßen wurde. Ich ergab mich meinem Schicksal und versprach, mal einen ausgiebigeren Blick reinzuwerfen.

Ein paar Tage nach der Buchmesse erhielt ich dann ein kleines Päckchen - der Inhalt? Natürlich "You - Du wirst mich lieben", was denn auch sonst. Ich habe das Lesen noch ein paar Wochen rausgezögert, weil andere Titel Vorrang hatten oder ich schlichtweg gerade keine Lust auf einen Stalker-Thriller hatte. Letzte Woche konnte ich mich dann aber nicht mehr entziehen, direkt beim Aufwachen lachte es mir entgegen und so habe ich auf dem Weg ins Museum angefangen. Na ja, und was soll ich sagen? Nach dem ersten Kapitel war ich überzeugt, dass meine Skepsis berechtigt war. Mir sagte das Buch gar nicht zu, was vor allem an der Erzählperspektive lag - die Geschichte wird nämlich aus Sicht des Stalkers erzählt. Aber da ich versprochen hatte, dem Buch eine Chance zu geben, und da ich generell offen für neue Dinge bin, habe ich nach Schichtende natürlich weitergelesen. Und weitergelesen. Und weitergelesen.

Der Sog von "You - Du wirst mich lieben" kommt nicht wie bei anderen Thrillern (und wie ich es für gewöhnlich sehr schätze) direkt auf den ersten Seiten zum Einsatz. Tatsächlich muss man ein wenig Geduld mitbringen und ein wenig durchhalten. Genervt ist man zwischendurch zwar immer mal wieder, aber dranzubleiben lohnt sich auf jeden Fall. Auf eine erstaunliche Weise schafft Caroline Kepnes es, den Stalker sympathisch rüberzubringen, während mir die weibliche Hauptrolle, Beck, einfach nur tierisch auf die Eierstöcke gegangen ist. Sobald sie irgendwie persönlich auftauchte, verlor ich kurzzeitig die Lust am Weiterlesen. Da ich aber wusste, dass Joe bald wieder allein ans Sprachrohr kommt, las ich weiter. Und weiter. Und weiter.

Bis das Buch zu Ende war. Und jetzt? Jetzt habe ich Glück, dass im Juni schon der nächste Stalker-Thriller um Joe Goldberg, nämlich "Hidden Bodies - Ich werde dich finden", bei Egmont Ink (ihr dürft mich gerne schon als potentielle Leserin vormerken ;)) erscheinen wird. Mit einer weiblichen Hauptfigur, die man bereits in "You - Du wirst mich lieben" kurz kennengelernt hat und die zumindest bei mir eine große Vorfreude auslöst. Weil sie viel, viel toller ist als Beck ...

Ihr seid neugierig geworden, aber noch nicht so ganz überzeugt? Dann schaut doch mal auf der Verlagsseite vorbei und werft einen Blick in die Leseprobe :)


Dies ist ein Gastbeitrag von Schattenwege.net, der privaten Seite unserer Chefredakteurin Jessica.

Zuletzt aktualisiert: Samstag, der 12. Dezember 2015
 
Literatopia liest “Morgen ist leider auch noch ein Tag”

katze-depression«Ziemlich unkreative Diagnose», sage ich nach der obligatorischen Schweigeminunte und wische mir die letzte Träne von der Wange. «Irgendwie hatte ich mir da was Ausgefalleneres erhofft. Ich meine, wenn ich schon was haben muss, dann doch nicht so eine Wald-und-Wiesen-Erkrankung.»
«Ja», meint mein Therapeut, «tut mir leid, dass Sie da nichts Besonderes sind. Das ist natürlich hochgradig tragisch.»
(aus dem Klappentext)


Nach dem Schreibmarathon der Buchmessenberichte brauchte ich erstmal eine kleine Schreibpause. Wobei das nicht ganz richtig ist, denn genauer gesagt wurde ich in den vergangenen Tagen tatsächlich dafür bezahlt, dass ich lese und schreibe. Doch nun habe ich auch endlich mal wieder etwas Luft für euch, und die möchte ich gerne nutzen, um euch einen Titel vorzustellen, dessen Autor mich bereits letztes Jahr auf dem Weg zur Frankfurter Buchmesse in einem Artikel über Depressionen in der "db mobil" unglaublich angesprochen und berührt und nun tatsächlich auch ein Buch auf den Markt gebracht hat. Welches mir wiederum auf der diesjährigen Fahrt, ebenfalls in der "db mobil", schmackhaft gemacht wurde und umgehend auf meine Leseliste gewandert ist. Dank meiner Kontakte zum Rowohlt-Verlag konnte ich "Morgen ist leider auch noch ein Tag" von Tobi Katze direkt auf der Messe entgegennehmen und habe auch nahezu sofort mit dem Lesen begonnen.

Tja, und was soll ich sagen? Tobis Geschichte hat mich direkt getroffen. Betroffen. Denn ich habe mich oder auch Freundinnen in seinen persönlichen Erzählungen wiedergefunden. Einige Ausschnitte mit ihnen geteilt, das Buch inzwischen mehrfach empfohlen und eine ganz bestimmte Freundin darf sich in den nächsten Tagen auch über ihr persönliches Exemplar freuen. Das Schöne an "Morgen ist leider auch noch ein Tag" ist, dass man hier als Leser die verschiedenen Gesichter der Depression kennen lernt, allerdings auf eine unglaublich humorvolle und mitreißende Art. Das Buch bringt zum Lachen, obwohl das Thema ja nun wirklich ein sehr ernstes ist, und an manchen Stellen auch zum Weinen. Es macht nachdenklich und es macht Mut. Mut dazu, selbst offener mit der eigenen Depression umzugehen, im Kreis von Freunden, Familie, Arbeitskollegen. Ich persönlich gehe schon seit einigen Jahren recht offen mit diesem Thema um, seit dem Tag, an dem ich festgestellt habe, dass ich alleine keine Chance gegen diese dunklen Abgründe habe. Allein das ist schon ein großer Schritt in Richtung Besserung, und der Herr Katze - übrigens nicht nur im Buch ein sehr sympathischer Charakter - versteht es ziemlich gut, das Thema in all seinen Facetten auf eine besondere Weise zur Sprache zu bringen.

Denn Depressionen sind keine coole Modeerscheinung und haben auch nichts mit "ab und zu mal traurig sein" zu tun. Der Leser nimmt hier sicherlich keinen klassischen Ratgeber zur Hand, und doch findet man zahlreiche Hinweise für einen besseren Umgang - als aktiv und auch als passiv Betroffener. Für mich persönlich gehört "Morgen ist leider auch noch ein Tag" zu den wichtigsten Büchern, die ich in diesem Jahr gelesen habe. Nicht weil ich mich an diesem privaten "Schicksal" ergötzen, sondern weil ich mich damit identifizieren kann. Mit Sicherheit ein Titel, den ich im Laufe meines Lebens noch öfter zur Hand nehmen werde, um die zahlreichen markierten Stellen noch einmal zu lesen und festzustellen, dass ich in solchen Momenten in ähnlichen Situationen stecke oder diese gerade gemeistert habe, ohne daran oder an mir selbst zu scheitern.

Deshalb möchte ich Tobi an dieser Stelle danke sagen. Danke für Deinen Mut, Deine ganz privaten Erfahrungen mit der Welt zu teilen. Danke für Deine Offenheit im Umgang mit der Depression und die aufgezeigten Wege - wie es geht und wie es nicht geht. Danke für die Möglichkeiten, die Du Deinen Lesern damit eröffnest. Und danke für das Gespräch, das wir "privat" geführt haben.

Rationales Denken hilft mir in solchen Momenten erstaunlich wenig. Den ganzen Tag im Bett zu liegen, weil mich der Frust darüber, im Bett zu liegen, am Aufstehen hindert, ist eine perfide Endlosschleife von geradezu weltironischen Ausmaßen.
(Seite 10)


Ihr seid neugierig geworden, aber noch nicht so ganz überzeugt? Dann schaut doch mal auf der Verlagsseite vorbei und werft einen Blick in die Leseprobe :)


Dies ist ein Gastbeitrag von Schattenwege.net, der privaten Seite unserer Chefredakteurin Jessica.

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 29. Oktober 2015
 
#fbm15 - Buchmessennachwehen

Hallo zusammen,

wie am Samstag bereits angekündigt, möchte ich noch einen kleinen Abschlussbericht zur Buchmesse verfassen. Die fette Erkältung kuriert sich laaangsam aus und rückblickend gibt es noch ein paar Dinge, die unbedingt erwähnt werden sollten:

buechereuleAm Freitagnachmittag traf ich mich unter anderem mit Henning Mützlitz am emons:-Stand, wo er mir seinen neuen Roman „Im Schatten der Hanse“ ausführlich vorstellte. Der Verlag betitelt das Buch als historischen Kriminalroman, Henning dagegen versicherte mir, dass es sich vielmehr um einen Abenteuerroman im historischen Gewand handelt. Einer der Protagonisten ist ein Kaufmannssohn, dessen Vater und ältester Bruder plötzlich versterben und der sich von nun an als Familienoberhaupt behaupten muss. Dabei erwartet ihn eine Hiobsbotschaft nach der anderen, denn der Vater hat Schulden angehäuft und sich mit den falschen Leuten eingelassen. Als Henning erzählte, dass unter anderem Piraten in der Geschichte vorkommen, wurde ich hellhörig und beschloss, dem Roman eine Chance zu geben. Historik ist eigentlich nicht ganz meine Ecke, aber Abenteuerromane schätze ich und so bin ich gespannt, was das vierzehnte Jahrhundert zu bieten hat.

Durch das Treffen mit Henning kamen Jessica (die später dazukam) und ich noch mit dem emons:-Verlag ins Gespräch, der neben vielen Regionalkrimis auch ein paar Thriller oder historische Spannungsromane zu bieten hat. Jessica entdeckte ein graues Buch mit der pink leuchtenden Aufschrift „Amok Baby“, was natürlich perfekt in ihr Beuteschema passte. Bei emons: erscheinen übrigens auch die 111 Orte, die man in Stadt XY gesehen haben sollte. Das Ganze gibt es als 55 ½ außergewöhnliche Orte auch für die Handtasche.

Einer der letztes Mal angesprochenen Leckerbissen, die im neuen Jahr auf uns warten, ist „Drei Killer für ein Halleluja“ von Anonymus, der herrlich schräge Bücher mit fetzigen Dialogen, abgewrackten Protagonisten und jeder Menge sinnlosem Blutvergießen schreibt. Quasi Quentin Tarantino in Romanform, inklusive zahlreicher Musikzitate. Man liebt diese Bücher oder man hasst sie – ich liebe sie.

Am Donnerstag traf ich mich mit Ann-Kathrin Karschnick zum Mittagessen (jaa, Pizza!!!), wo sie mir gleich den Abschluss ihrer „Phoenix“-Trilogie in die Hand drückte. Auf dieses Buch habe ich schon sehnsüchtig gewartet, denn diese Mischung aus Teslapunkt und Dark Fantasy ist wirklich einmalig. Auch „Kinder der Glut“ wartet mit einer schönen Verarbeitung inklusive seitlichem Schnörkeldruck auf den Buchseiten auf.

buchmesse2015Mit Ann-Kathrin plauderte ich dann ein wenig über die deutsche Kleinverlagsszene, aus der momentan der Papierverzierer-Verlag ein bisschen heraussticht – schlichtweg, weil er seinen Namen sehr ernst nimmt und wirklich wunderschöne Bücher fabriziert. Besonders gefallen mir die sogenannten Smartcover, welche man am ehesten als Paperback mit richtiger Buchbindung bezeichnen könnte (quasi als Hardcover zum Paperback-Preis).

Dieses Jahr war die Messeplanung relativ entspannt und neben ausgewählten Verlagsterminen habe ich mich hauptsächlich mit Autoren getroffen und schöne Gespräche geführt. Dazwischen blieb mir kaum Zeit, mich auf der Messe umzuschauen, allerdings hatte ich erkältungsbedingt auch keine wirklichen Ambitionen, das Gelände weitläufig zu erkunden. So war ich eigentlich nur in Halle 3 unterwegs, wo man allerdings auch alle fünf Messetage verbringen könnte, so viel gibt es da zu erkunden.

So, das war’s jetzt aber – vorerst. Es gibt einiges aufzuarbeiten und viele von den Titeln, die wir auf der Messe entdeckt haben, werden wir Euch in den nächsten Monaten auf Literatopia vorstellen. Übrigens konnten wir bereits ein paar tolle signierte Bücher für unser Weihnachtsgewinnspiel organisieren – ihr dürft gespannt sein! :)

Viele Grüße

- Judith

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 19. Oktober 2015
 
#fbm15 - Auf der Suche nach der Phantastik (16.10.2015)

Hallo zusammen,

buchmessebaumnachdem ich gestern Abend standesgemäß ziemlich stark erkältet von der Buchmesse heimgekehrt bin (wer nicht erkältet war, ist out!), habe ich erst einmal laaaange geschlafen und versuche nun, meine Eindrücke einigermaßen fehlerfrei festzuhalten. Dabei muss ich mich leider auf die Word-Korrekturen verlassen, da der Kopf weh tut und meine Nase davonläuft … aber schön war’s trotzdem. Auch wenn man die Phantastik regelrecht suchen musste. Wer Fantasy, Science-Fiction oder Horror liebt, dem sei ans Herz gelegt, heute auf den BuCon zu gehen – da findet ihr mehr als auf der Messe! (An dieser Stelle liebe Grüße an die Kollegen vom Geisterspiegel – ja, ich schäme mich in Grund und Boden, dass ich heute nicht dabei bin) …

Aber ganz so düster, wie das erst einmal klingt, sah es natürlich nicht aus. Allerdings lebt das phantastische Frühjahrsprogramm bei den Verlagen hauptsächlich von Fortsetzungen wie beispielsweise dem dritten Band von „Flammenwüste“ von Akram El-Bahay im September 2016 (das Frühjahr dauert im Verlagswesen nun einmal länger). Mit Akram habe ich mich übrigens sehr nett unter einem schillernden weißen Baum (ja, den kennt ihr schön) über 1001 Nacht und Drachen unterhalten. Natürlich durfte er noch nicht wirklich viel vom dritten Band verraten, lediglich, dass er so gut wie fertig ist und die Leser keinen total überfrachteten Trilogieabschluss befürchten müssen.
Mit „Zorn und Morgenröte“ kommt im Februar 2016 übrigens ein weiterer orientalischer Titel, der an die Geschichte von Scheherazade angelehnt ist – inklusive bösem Kalifen, der seine Frauen alle nach einer Nacht umbringt, sich aber später als gar nicht so furchtbar entpuppt. Mehr soll an dieser Stelle nicht verraten werden.

 

piperfantasy

 

Nachdem bei den meisten großen Verlagen die Phantastik inzwischen eher ein Randphänomen ist, gab es bei Piper wieder ein umfangreiches und tolles Fantasy/Science-Fiction-Programm zu bestaunen: Die Leser dürfen sich über einen neuen Roman von Christoph Hardebusch freuen, der im März 2016 mit „Feuerstimmen“ eine Drachengeschichte vorlegt. Außerdem startet mit „Schwarzer Dolch“ eine neue Reihe des russischen Autors Alexey Pehov. Darüber hinaus gibt es mit "Rotes Gold" etwas neues von Robert Corvus und weitere spannende Titel von deutschen Autorinnen, wie beispielsweise „Die Magie der Namen“ bei IVI, und endlich auch wieder Urban Fantasy samt wunderschönem Cover – im Mai 2016 solltet ihr auf jeden Fall Ausschau nach „Sommergeistern“ halten ;) …
Einer meiner Wunschtitel aus dem kommenden SF-Programm ist „Chrysoar“ von James A. Sullivan, der mit Bernhard Hennen bereits „Die Elfen“ geschrieben hat. Bei der SF bleibt Piper dem aktuellen Konzept treu und präsentiert wieder vier neue Titel, unter denen ein Spitzentitel aus Übersee, ein deutscher Roman, leichte SF-Kost sowie ein Klassiker sind. Ich freue mich persönlich sehr über die SF-Titel bei Piper und hoffe, dass sich daraus ein langfristiges Programm entwickelt - was natürlich nur bei einem gewissen Erfolg klappt. Insofern: Lest mehr SF! :)

gesa bloggertreffenIm Messetrubel haben Gesa Schwartz und ich es geschafft, uns immerhin drei Mal kurz zu treffen und ein bisschen über „Nacht ohne Sterne“ und die Entwicklung der Phantastik zu sprechen, die momentan einen schweren Stand hat. Von vielen Verlagen werden die Fantasytitel eher stiefmütterlich behandelt, viele setzen auf neue Pferde und irgendwie mangelt es an Begeisterung seitens der Verlagsmenschen. Dabei wird Phantastik nach wie vor gerne gelesen. Nur ein Zugpferd wie „Harry Potter“ oder „Die Tribute von Panem“ ist nicht in Sicht und da ist bei den meisten Verlagen Vorsicht angesagt. Fans von Gesa Schwartz sei jedoch gesagt, dass es definitiv neue Romane von ihr geben wird und dass die Wartezeit wahrscheinlich nicht allzu lang ausfallen wird.
„Nacht ohne Sterne“ hat Gesa unter anderem auf dem Random House Bloggertreffen präsentiert, wohin ich sie kurzfristig begleitet habe, um sie in der Fantasyecke abzustellen (welche mit Luftballons und einem kleinen Drachenschild markiert war). Kurz nachdem das Foto samt Menschenmasse geschossen war und die erste junge Dame ihr Buch von Gesa signiert haben wollte, kam Bewegung in die Menge – ganz nach dem Motto „Da ist eine Autorin!“ – und plötzlich war sie umringt von Fans, die ein Autogramm und ein Foto wollten. Der perfekte Zeitpunkt also, um mich zurückzuziehen und zu meinem Treffen mit PHANTAST-Redakteurin Eva Bergschneider aufzubrechen, mit der ich fleißig die übernächste Ausgabe geplant habe. (pssst … es wird fantasylastig). Danach traf ich mich mit Daniela Knor, um ein bisschen über ihren aktuellen Roman „Drachenblut“ zu plaudern und einen Crépes zu essen (irgendwie war die Buchmesse wieder sehr ungesund, ich habe hauptsächlich von kleinen Süßigkeitenspenden seitens der Verlage gelebt).

Dicke Katzen-Plüschtiere und Selfpublisher verdrängen Comics

Bereits im vergangenen Jahr berichtete ich Euch vom Rückgang der Comicecke, die zunehmend von Merchandising-Ständen mit dicken Katzen-Plüschtieren und sexy Animefiguren verdrängt wurde. Inzwischen ist von den deutschen Verlagen fast gar nichts mehr zu sehen, einzig Cross Cult sticht aus dem sehr kleinen Comicbereich heraus, wobei auch hier abzusehen ist, dass die Messe langfristig nicht mehr interessant ist, denn sie ist zu teuer geworden. Zudem lohnen sich Spielemessen und Comicconventions, die es glücklicherweise immer zahlreicher gibt, einfach mehr.
Trotzdem möchte ich euch einen herausragenden Titel vorstellen und zwar „Das Upgrade“ von Sascha Wüstefeld und Ulf S. Graupner. Man kann gar nicht wirklich in Worte fassen, worum es in diesem durchgeknallten Surf-Rock-DDR-Superhelden-Drama geht, aber wer ausgefallene deutsche Eigenproduktionen liebt, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren! (oder auch zwei oder drei …) Auf folgendem Foto seht ihr übrigens nahezu den ganzen Comicbereich:

 

comic buchmesse2015

 

So, jetzt habe ich den Punkt erreicht, an dem ich keinen richtigen Satz mehr formulieren kann, und verziehe mich wieder ins Bett (eventuell gibt es Montag noch einen Abschlussbericht, in dem ich noch ein paar Sachen nachhole). Auch wenn ich nicht restlos begeistert von der Buchmesse war, da sie ihre Vielfalt immer mehr einbüßt, gab es doch ein paar kleine Leckerbissen in den kommenden Programmen und viele schöne Wiedersehen. Für die einen ist Frankfurt die Businessmesse schlechthin, für mich ist sie eher ein Familientreffen und es fühlt sich jedes Mal an, als wäre man nie weggewesen …

Viele Grüße

- Judith

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 10. Januar 2016