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Literatopia spielt ... Die Zwerge

Literatopia spielt ... Die Zwerge

kompletter inhaltWie in meinem letzten Blogbeitrag angekündigt, lasse ich heute eine weitere Spielrezension folgen. Nachdem das letzte Mal mit Die Zwerge – Das Duell ein Kartenspiel Thema war, soll es dieses Mal ein Brettspiel sein. Und passenderweise dann auch das Spiel zum Roman Die Zwerge von Markus Heitz, welcher schon für Das Duell die Inspiration lieferte.

Die Zwerge – Das Brettspiel ist bereits 2012 erschienen und hat mehrere Preise gewinnen können. Das Spiel ist für bis zu fünf Personen, die es in die Welt Tungdils und seiner Gefährten führt. Mit Markus Heitz' Vorlage steht damit einer abenteuerlichen Reise nichts entgegen, da die Spieler eben diese Heldengruppe in den Kampf gegen Albae, Orks und Nôdónn, einen bösen Zauberer, führen. Die Zwerge ist ein kooperatives Spiel, bei dem entweder alle gemeinsam gewinnen oder verlieren, einen Sieger gibt es nicht.

Was als erstes auffällt ist das umfangreiche Spielmaterial. Es gibt jede Menge Marker, Würfel, Plättchen, Figuren, Karten und Holzwürfelchen, die im Spielverlauf verschiedene Armeen repräsentieren. Dazu einen großen Spielplan, der das Geborgene Land zeigt und 5 Charakterkarten, auf denen die Werte der einzelnen Helden verzeichnet sind. Das will alles erst einmal sortiert werden. Glücklicherweise geht dies schnell, da alles sehr eindeutig auseinandergehalten werden kann und die Spielanleitung gleich auf der ersten Seite einen guten Überblick gibt, was zusammen gehört. Die Spielanleitung ist dabei erfreulich kurz, es gibt keinen Regelwust, durch den man sich zunächst  arbeiten müsste, um zu verstehen, wie das Spiel funktioniert. Zudem gibt es ausreichend viele ausführliche Beispiele, die Unklarheiten schnell beseitigen. Sicher wird am Anfang immer mal wieder in die Spielanleitung gesehen, aber das ist schnell überflüssig. Die Autoren haben hier eine wirklich gut geschriebene und flüssig zu lesende Spielanleitung vorgelegt.

einzelfigurDer Spielplan zeigt das Geborgene Land und seine verschiedenen Königreiche, hierbei sind vor allem die Tore an den Seiten wichtig, die je einem Zwergenvolk zugeordnet sind. Das der Fünften ist dabei, ganz der Romanvorlage entsprechend, besonders entscheidend. Am oberen Rand befindet sich die Untergangsleiste und am unteren der Rat der Zwerge, dessen Marker entweder nach links oder rechts wandern kann.
In seinem Zug muss jeder Spieler nun zunächst den Heldenmarker auf der Untergangsleiste weiterziehen, was ihn einmal näher an den Untergangsmarker heranbringt und gleichzeitig einen von drei schlechten Effekten hervorrufen kann:
Der Ratsmarker wird nach links in Richtung Bislipur gezogen, Zwergenfans wird dieser Name garantiert etwas sagen und aufstöhnen lassen, oder es werden zwei Bedrohungskarten in den Stapel der Abenteuerkarten gemischt oder neue Armeen der Orks, Trolle und Albae betreten das Land und breiten sich schlimmsten Fall weiter aus und hinterlassen Totes Land. Dies passiert immer sobald fünf Armee auf einem Feld stehen.
Anschließend werden falls nötig neue Szenario- und Abenteuerkarten nachgezogen.

Szenariokarten müssen erfüllt werden, um das Spiel zu beenden und sind in drei Kategorien unterteilt A, B und C. A ist noch leicht zu bewältigen, B ist das Schmieden der Feuerklinge, die dem Buch gemäß hergestellt werden muss und am Ende steht dann eine Karte aus dem Bereich C, welche ist erst klar, wenn das Schmieden der Feuerklinge vollbracht wurde, denn es hängt von der jeweiligen Spielsituation ab, welche gilt.

würfelAbenteuerkarten sind den Szenariokarten ähnlich. Auch sie stellen Aufgaben, die erfüllt werden müssen. Jedoch sind sie leichter zu bewältigen, können den Spielern dafür aber Ausrüstungsgegenstände einbringen, die das Leben erleichtern. Abenteuerkarten müssen nicht erfüllt werden, bringen aber auf jeden Fall mehr Spielspaß und mit der Zeit erzeugen sie durch die beigemischten Bedrohungskarten mehr Spannung.
Nachdem dieser Teil abgehandelt wurde, kann der Spieler endlich aktiv eingreifen. Zwei Aktionen aus vier möglichen stehen ihm dabei zur Verfügung, wobei eine auch doppelt gewählt werden kann. Die Aktionen sind:

Bewegen auf der Landkarte

Der Wert Laufen gibt an, wie viele Würfel geworfen werden können, um zu bestimmen, wie weit der eigene Zwerg kommt. Armeen blockieren dabei den Weg und Totes Land kostet einen Lebenspunkt oder der Heldenmarker muss in Richtung des Untergangsmarkers gezogen werden. Die eindeutig schlechtere Wahl, sobald die beiden Zusammentreffen ist das Spiel verloren. Allerdings auch, wenn einer der Zwerge stirbt. Hier gilt es also abzuwägen, was gerade sinnvoll ist. Die Möglichkeit, die eigene Bewegung zu beschleunigen existiert natürlich ebenfalls, durch auf der Karte verteilte Tunneleingänge.

Bekämpfen der gegnerischen Armeen

spielplanDer Kampfwert gibt die Anzahl der Würfel vor, die benutzt werden darf. Bei einer 4,5,6 kann eine Ork-Armee, bei einer 5 oder 6 eine Troll-Armee und nur bei einer 6 eine Albae-Armee entfernt werden, was Recht gut die unterschiedliche Kampfstärke der Völker wiederspiegelt. Hat man keinen Erfolg, ist der Verlust eines Lebenspunktes die Folge.

Den Rat der Zwerge benachrichtigen

Hierfür ist eine Handwerksprobe nötig. Gelingt sie, so darf der Ratsmarker in Richtung Balendilín verschoben werden, was große Vorteile bringt.

Eine Probe bestehen

Abenteuer- und Szenariokarten verlangen Proben auf verschiedene Dinge. Zum erfolgreichen Beenden des Spieles sind sie unumgänglich.

Mehr gibt es dann eigentlich nicht an Regeln und das Abenteuer ruft. Da Die Zwerge ein kooperatives Spiel ist, sind Einzelkämpfer fehl am Platz und es entsteht am Tisch schnell eine rege Diskussion, was als Erstes, Zweites usw. angegangen werden soll. Dabei spielen vor allem die unterschiedlichen Stärken und Schwächen der Zwerge eine Rolle. Nicht jeder ist ein begnadeter Handwerker oder Kämpfer und so finden sich die Spieler recht schnell in ihre Rollen ein und die einzelnen Aufgaben werden verteilt. Von den Autoren Michael Palm und Lukas Zach wurde darauf geachtet, dass die Zwerge entsprechend ihres Charakters in Markus Heitz' Roman höhere oder niedrigere Werte in bestimmten Fähigkeiten besitzen. Ein Bavragor ist nun mal keine Balyndis. Mit den schön modellierten Figuren, die den Beschreibungen im Roman entsprechend aussehen, ist es umso einfacher sich mit seinem Charakter zu identifizieren, sofern man die Romane gelesen hat, auch ohne jedoch unterstützen sie die Atmosphäre des Spiels und dessen Hintergrund. Gemeinsam kämpft man sich also durch das Geborgene Land und bemerkt kaum, wie die Zeit vergeht. Die Spielmechanik ist gut durchdacht und die Möglichkeit das Spiel schwieriger zu gestalten, ist ebenfalls gegeben.

schachtel1Leider ist die Auswahl an Szenariokarten im Grundspiel nicht sehr groß. Wer häufiger zu den Zwergen greift, dürfte bald immer wieder auf die gleichen Aufgaben treffen. Glücklicherweise haben das die Autoren und der Verlag Pegasus erkannt und recht schnell eine Erweiterung veröffentlicht, die Abwechslung bringt. Vor allem für die Kategorie B der Szenariokarten gibt es jetzt eine Alternative zum Schmieden der Feuerklinge. So steht dann auch häufigeren Besuchen des Geborgenen Landes nichts mehr im Wege. Denn was Themaumsetzung in Spiel und Design angeht, hat Die Zwerge die Nase ganz weit vorne. Der Spielplan ist liebevoll gestaltet und die Karten mit passenden Texten versehen, die die Romanhandlung in das Spiel einbringen. Für Zwergefans ist das Brettspiel damit praktisch Pflicht. Und wer ein einsteigerfreundliches, kooperatives Spiel sucht, kann ganz unbeschwert zu greifen. Es lohnt sich auf jeden Fall. Bei einem Preis um die 40 Euro und der Ausstattung macht man sicher nichts falsch.

Wer im Übrigen weitere Szenariokarten braucht, kann zu Die Zwerge – Das Duell greifen. Das Kartenspiel beinhaltet eine weitere Erweiterung für das Brettspiel, die sich inhaltlich um Markus Heitz neuesten Zwergeroman Triumpf der Zwerge dreht.

Viel Spaß beim Spielen wünscht

Markus

figuren

Zuletzt aktualisiert: Sonntag, der 11. Oktober 2015
 
Literatopia liest “Bad Romeo & Broken Juliet” (Band 1)

bad-romeoWirklich große Liebesgeschichten haben kein Happy End.
Sie enden nie.
(aus dem Klappentext)


Wie im letzten BreakOut der Literarischen Zitate bereits erwähnt, lese ich derzeit wieder verstärkt Bücher aus dem New Adult-Bereich, weil ich erschreckenderweise viele kleine Szenen und Zeilen gerade auch in meinem privaten Leben wiedererkenne und dieses Genre mich ja generell ziemlich begeistern kann. Daher war ich auch sehr neugierig auf die etwas andere Adaption von Romeo und Julia, die Leisa Rayven gerade auf den deutschen Buchmarkt gebracht hat. Allein der Haupttitel "Bad Romeo & Broken Juliet" konnte mich sofort für sich einnehmen, auch wenn das Goldglitzercover mit dem riesigen, angesplitterten Herzen mich im Laden wahrscheinlich eher abgestoßen hätte. Als dann die erste große Werbungspost vom Verlag im Briekasten lag, stand für mich eigentlich schon fest, dass ich das Buch auf jeden Fall lesen muss.

Und so kam es dann auch. Tatsächlich habe ich die knapp 500 Seiten an rund einem Tag (mit Schlafpausen) inhaliert und mich mit jedem Kapitel mehr in die Geschichte verliebt. Zwar wurde ich lange Zeit mit dem männlichen Protagonisten Ethan nicht so richtig warm, dafür konnte mich die weibliche Hauptrolle Cassie sofort auf ihre Seite ziehen. Und das will schon was heißen, denn normalerweise tue ich mich gerade mit den weiblichen Charakteren in solchen Geschichten doch etwas schwer. Vielleicht liegt es auch einfach an der Geschichte an sich, die wahrscheinlich fast jede Frau nachvollziehen kann, weil sie sie selbst schon mal in ähnlicher Form erlebt hat, und die in verschiedenen "Zeitzonen" erzählt wird, sodass nicht nur das aktuelle Geschehen, sondern auch die Vergangenheit der beiden vom allerersten Treffen an beleuchtet wird. Dadurch tauchen im Grunde mehr Fragen als Antworten auf und ich wurde während des Lesens immer ungeduldiger, weil ich endlich wissen wollte, was denn nun eigentlich vorgefallen ist. Was hat diese offenbar vorbestimmte Liebe, diese ganz deutlich zu spürende Verbindung zerstört?

Man bekommt in diesem ersten Band leider nur Häppchenantworten vorgesetzt, die den Leser allerdings wohl dosiert anfüttern. Dafür versteht Leisa Rayven es, die Geschichte vorerst mit einem wirklich fiesen Cliffhanger zu beenden. Zum Glück bekommt der Leser die ersten Seiten des zweiten Teils direkt als Leseprobe mitgeliefert, was es etwas leichter macht, sich bis Ende Oktober zu gedulden. Aber wirklich nur ein bisschen. Ich für meinen Teil bin sehr gespannt auf den zweiten Band und hoffe, dass die Autorin das Niveau halten kann.

"Jemanden zu mögen hat manchmal nichts damit zu tun, was du willst - sondern mit dem, was du brauchst."
(Seite 142)


Ihr seid neugierig geworden, aber noch nicht so ganz überzeugt? Dann schaut doch mal auf der Verlagsseite vorbei und werft einen Blick in die Leseprobe :)


Dies ist ein Gastbeitrag von Schattenwege.net, der privaten Seite unserer Chefredakteurin Jessica.

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 15. September 2015
 
Literatopia spielt ... Die Zwerge - Das Duell

Literatopia spielt ... Die Zwerge - Das Duell

Neben Lesen kann man seine Zeit auch mit dem Spielen von Brett- und Kartenspielen verbringen, wenn zum Beispiel der PC und Fernseher mal ausbleiben sollen. Dementsprechend ist meine Sammlung an Spielen nicht gerade klein und beginnend mit Die Zwerge – Das Duell werde ich euch zukünftig noch das ein oder andere Spiel vorstellen.

Wie so viele andere Spiele ist Die Zwerge - Das Duell die Umsetzung eines Romans. Andere gelungene wären Die Säulen der Erde oder Der Herr der Ringe. Vorlage für dieses war die erfolgreiche Reihe Die Zwerge von Markus Heitz. Nachdem vor ein paar Jahren eine Brettspielumsetzung veröffentlicht wurde, ist Die Zwerge – Das Duell ein Kartenspiel, in dem sich zwei Kontrahenten gegenüberstehen.

zwerge1Bei einem Blick in die Schachtel sieht man zwei Kartenstapel und Würfel. Die beiliegende Spielanleitung ist nur ein DinA4 Faltblatt und somit erfreulich kurz. Einem schnellen Einstieg steht damit nichts im Wege, vor allem da die Anleitung jede Phase eines Zuges klar und deutlich beschreibt und ausreichend Beispiele vorhanden sind. So können sich beide Spieler einen Kartenstapel schnappen. Der eine steht für die Mächte des Bösen, der andere für die Mächte des Guten. Bis auf ihr unterschiedliches Design und andere Namen für die Karten sind ansonsten aber beide Decks gleich. Beide spielen also mit den exakt gleichen Karten von der Bedeutung und den Effekten her.

Somit haben beide gleiche Voraussetzungen. Auf den ersten Blick erscheint es dadurch nicht so, als ob ein spannendes Spiel entstehen könnte. Aber eben nur auf den ersten Blick. Immerhin gibt es noch die Würfel, die einem das Ausspielen und Aktivieren von Karten erlauben, um so verschiedene Effekte zu nutzen.

Aber der Reihe nach. Die Karten sind eingeteilt in Verbündeter, Siegpunkte, Unterstützung, Ereignis und Wendung und alle fünf Arten werden im Laufe des Spiels gebraucht. Verbündete sind Karten, die es einem erlauben gegnerische Karten zwerge2anzugreifen, sofern sie Lebenspunkte haben, oder den Nachziehstapel direkt zu attackieren. Siegpunkte, sind genau das, was ihr Name schon sagt und bevorzugtes Angriffsziel von Verbündeten.

Unterstützungskarten bieten Vorteile, wie zusätzliche Würfel oder das Recht mehr Karten nachzuziehen und Ereignis- bzw. Wendungskarten können so manchen Spielzug auf den Kopf stellen.

Innerhalb eines Zuges gibt es die Nachschubphase, in der der Spieler eine oder mehr Karten zieht, eine Würfelphase, in der zu Beginn mit 3 und später mit bis zu 6 Würfel gewürfelt werden kann und die Kartenphase. Keine von den Dreien sollte vernachlässigt werden, denn alle können Auswirkungen auf das Spielende haben, dass Eintritt sobald einer der Spieler die letzte Karte seines Nachzugsstapels zieht.

Die Anzahl der Würfel, die man werfen darf, sollte schnell nach oben gezogen werden, denn sie geben einem die Möglichkeit Karten auszuspielen und zu aktivieren. Für das Ausspielen ist entweder eine bestimmte Augenzahl nötig oder mehrere gleiche Augenzahlen. Eine 6 gibt es übrigens nicht auf den Würfel, stattdessen ist eine Axt auf ihnen abgebildet, die als Joker fungiert. Ein bisschen Glück ist somit auch dabei, was das Ausspielen der Karten betrifft, allerdings kann man auf das Nutzen der Würfel verzichten und erhält so eine Jokerkarte, die man in einem späteren Zug nutzen kann. Es ist also nicht immer zwingend notwendig Karten auszuspielen, manchmal ist es taktisch klüger abzuwarten und später mehrere Karten auf einmal zum Einsatz zu bringen. Damit wären wir auch schon beim Thema wie glücksabhängig Die Zwerge – Das Duell. Sicher ist Glück ein nicht unerheblicher Teil des Spieles, schließlich sind Würfel im Spiel, aber dennoch geht ohne ein gewisses Maß an Taktik nichts.

zwerge4Denn es ist durchaus wichtig, wann welche Karte gespielt wird und wieviele Karten man nachzieht. Denn auch wenn es mir erlaubt ist zwei oder drei Karten nachzuziehen, kann es besser sein, nur eine zu nehmen. Schließlich endet das Spiel mit dem Nachziehen der letzten Karte sofort. Wer also allzu schnell seinen Stapel aufbraucht, kann kurz vorm Ziel durch einen Zug abgefangen werden, wenn der andere geschickt spielt. Somit ist Die Zwerge – Das Duell ein flottes schnell zu erlernendes Spiel geworden, dass für Taktikfreaks und Spieler, die nicht mal den kleinsten Glücksfaktor mögen, nur bedingt geeignet ist, aber für alle die einfach ein Zwei-Personen-Spiel für Zwischendurch suchen, das Spaß machen soll und schnell geht, perfekt geeignet ist.
Der Wiederspielwert ist hoch, da oft sofort eine Revanche ansteht.

zwerge6Bleibt nur die Frage, wie das Thema umgesetzt wurde und da hat Pegasus sich wirklich Mühe gegeben. Neben den Spielmechanismen, die den Kampf gut symbolisieren, ist vor allem die Gestaltung dafür verantwortlich, dass man in die Welt der Zwerge hineingezogen wird. Die Illustrationen sind wunderbar gemacht und die Kartennamen reflektieren Ereignisse und Personen aus den Romanen. Glücklicherweise muss man die aber nicht gelesen haben, um seine Freude am Design zu haben. Die Mächte des Bösen sind stimmungsvoll düster gehalten mit einem grünen Kartenrücken auf dem ein Orkkopf zu sehen ist, während die Mächte des Guten heller und positiver gestaltet sind. Auf jeden Fall herrscht hier viel Liebe zum Detail, welche sich auszahlt.

Neben dem Kartenspiel selbst ist eine Erweiterung für das Brettspiel enthalten, die auf dem neuen Zwergenroman Triumph der Zwerge basiert. Die Autoren des Brettspiels und damit auch des Kartenspiels hat Markus Heitz selbst vorgeschlagen, wie ich in einem Gespräch mit ihm Anfang des Jahres in München erfahren konnte.

Also: Wer Fan der Zwerge ist, kann unbesorgt zum Kartenspiel greifen. Mit einem Preis von ca. 10 Euro ist es nicht gerade teuer und jeden Cent wert, den man investiert. Und für alle die ein schnelles, einfaches Spiel suchen ist es eine ebenso lohnende Anschaffung.

Viel Spaß beim Spielen wünscht

Markus

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Zuletzt aktualisiert: Freitag, der 18. September 2015
 
Literatopia liest mit der Skoobe-App

skoobe-appNormalerweise erwartet euch in dieser Kategorie ja immer ein besonderes Buch, das mich derartig berührt oder bewegt, dass es mir nicht ausreicht, nur eine einfache Rezension darüber zu schreiben. Und normalerweise bin ich bekanntlich jemand, der sich strikt und nahezu ohne Ausnahme gegen eBooks ausspricht, weil ich einfach finde, dass zum Lesen eine gewisse Haptik gehört und es nichts Besseres gibt als den Geruch von Büchern - völlig egal, ob neu oder alt.

Tja, ihr wisst ja, dass ich immer mal wieder für Überraschungen gut bin. Und heute habe ich gleich zwei für euch, denn in dieser Ausgabe von "Die Schattenkämpferin liest" geht es nicht um ein bestimmtes Buch, sondern um eine eBook-App. Damit breche ich quasi gleich aus zwei meiner festen Muster aus und ich kann förmlich sehen, wie so mancher Leser ganz entsetzt nach Luft schnappt. Aber vielleicht atmet ihr erstmal tief durch und lehnt euch zurück, denn natürlich habe ich für alles eine wie immer gute Erklärung.

Auf einer der letzten Buchmessen lernte ich bei einem Blogger-Frühstück die Firma Skoobe kennen. Im Hinblick auf meinen USA-Aufenthalt im Januar wollte ich mir ohnehin ein Tablet zulegen und natürlich war das Angebot von Skoobe daher ziemlich interessant für mich. Denn Skoobe bietet eine umfangreiche Bibliothek an - eBooks von zahlreichen Verlagen, darunter auch viele große Verlage, und in eigentlich allen Genres sind hier zu finden. Für Januar hatte ich mir die App noch nicht zugelegt, stattdessen lud ich mir einige kostenlose eBooks für die Kindle-App runter und packte natürlich auch einige "echte" Bücher in meinen Koffer. Viel gelesen habe ich damals allerdings nicht, sodass die Skoobe damals nicht relevant für mich wurde.

Für meinen jetzigen, dreimonatigen Aufenthalt sah das allerdings schon anders aus. Denn ich lese durchschnittlich ungefähr zehn Bücher im Monat, mal mehr, mal weniger, und umgerechnet auf meine Zeit hier in Los Angeles wäre das ein extra Koffer nur mit Büchern gewesen. Und ich hätte mich vorher festlegen müssen, welche Bücher ich in dieser Zeit lesen möchte. Da ich schon Probleme habe, meinen Lesestoff nur für einen Monat oder auch nur nächste Woche festzulegen und diesen dann auch entsprechend zu lesen, kam das nicht für mich infrage. Von der ganzen Schlepperei mal ganz abgesehen. Und so sprach ich im März auf der Leipziger Buchmesse mit einer Skoobe-Kollegin über meine Möglichkeiten und testete direkt im Anschluss die App - noch während ich in Deutschland war. Was mir dort geboten wurde, gefiel mir gut - meine Merkliste wuchs und wuchs und wuchs und ehe ich mich versah, war der Testmonat auch schon rum und ich stand vor der Entscheidung: Möchte ich für eine solch umfangreiche Bibilothek monatlich einen gewissen Betrag zahlen und dafür uneingeschränkten Zugriff auf nahezu alle meine Wunschlisten-Titel haben?

skoobe-bib
Die Antwort war schnell gefunden - natürlich wollte ich das! In meinem Reisegepäck befinden sich zwar auch zehn "echte" Bücher, von denen die meisten auch schon gelesen sind, aber gerade in den letzten drei oder vier Wochen habe ich sehr oft, eigentlich fast ausschließlich auf Skoobe zurückgegriffen und damit mein Lesetempo erstaunlich gesteigert. Denn mit Skoobe kann ich immer drei Bücher gleichzeitig ausleihen und lesen. Klar, das geht mit richtigen Büchern auch, aber auf diese Weise ist es für mich etwas einfacher, meinen nächsten Lesestoff festzulegen. Und wenn ich doch was anderes lesen möchte, dann scrolle ich mich einfach durch meine Merkliste und entscheide nach Gefühl, welches eBook als nächstes in den Genuss kommt, von mir gelesen zu werden.

Versteht mich nicht falsch, ich bin weiterhin ein ernstzunehmender Verfechter von echten Büchern, doch zumindest für meine Zeit hier in Los Angeles ist diese App einfach perfekt. Und ich laufe niemals Gefahr, unterwegs im Bus plötzlich ohne Lesestoff dazusitzen. Solange ich mein Tablet in der Tasche habe. Da ich jemand bin, der sicherheitshalber immer ein zweites Buch in der Tasche hat, sind mein Rücken und meine Schulter dankbar für diese Alternative. Jede Woche kommen zwischen 70 und 90 neue Titel dazu, sodass ich eigentlich nie aus dem Stöbern rauskomme und viel Zeit damit verbringe, neue Bücher zu entdecken, von denen ich unter anderen Umständen vielleicht nie etwas gehört hätte.

Und das Beste an der ganzen Sache ist: Ich kann euch einladen, diese App ebenfalls auszuprobieren - und zwar für den ersten Monat kostenlos! Wie das geht? Ganz einfach - folgt diesem Link und den dortigen Anweisungen. Damit kommt ihr nicht nur in den Genuss, selbst alle Vorteile von Skoobe kennen zu lernen, sondern schenkt mir im Gegenzug auch noch ein paar kostenfreie Lesetage. Denn für jedes neue Mitglied, das sich über diesen Link anmeldet, bekomme ich bis zu 30 zusätzliche Tage geschenkt.

Wenn das kein guter Deal ist, dann weiß ich auch nicht.
Aber am besten macht ihr euch selbst ein Bild und berichtet mir in den Kommentaren über eure Erfahrungen. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich Vertrauen hatte, denn wenn ich ehrlich bin, kann ich mir die Zeit hier in L.A. kaum mehr ohne Skoobe vorstellen. Diese App macht mein Leben hier in den Staaten etwas leichter, denn natürlich könnte ich auch einfach englische Bücher lesen oder mir aus der LAPL ein paar deutsche Bücher ausleihen - aber diese Alternativen sind gerade nicht besonders reizvoll für mich. Außerdem brauche ich für die App kein zusätzliches Licht, was das Nächtedurchlesen einfacher macht - mit fünf Mitbewohnern in meinem Zimmer könnte sich sonst schnell ein kleiner Streit entwickeln.

Also, probiert es aus und überzeugt euch selbst. Und das sagt euch eine, die sich immer vehement gegen die Macht von eBooks ausgesprochen und gewehrt hat ;)


Dies ist ein Gastbeitrag von Schattenwege.net, der privaten Seite unserer Chefredakteurin Jessica.

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 29. Juni 2015