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Hallo Judith, ich habe Deine Rezension zu "Herbstlande" vorab extra nicht gelesen, stelle aber jetzt ...

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Ich halte es für problematisch ein Werk, das im Jahr 1951 erschienen ist, nach den Maßstäben des 21.
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Ich würde die Antwort hier nicht posten! Nur, wie sehr ich mich freuen würde, falls Eure Glücksfee ...

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Literatopia liest mit der Skoobe-App

skoobe-appNormalerweise erwartet euch in dieser Kategorie ja immer ein besonderes Buch, das mich derartig berührt oder bewegt, dass es mir nicht ausreicht, nur eine einfache Rezension darüber zu schreiben. Und normalerweise bin ich bekanntlich jemand, der sich strikt und nahezu ohne Ausnahme gegen eBooks ausspricht, weil ich einfach finde, dass zum Lesen eine gewisse Haptik gehört und es nichts Besseres gibt als den Geruch von Büchern - völlig egal, ob neu oder alt.

Tja, ihr wisst ja, dass ich immer mal wieder für Überraschungen gut bin. Und heute habe ich gleich zwei für euch, denn in dieser Ausgabe von "Die Schattenkämpferin liest" geht es nicht um ein bestimmtes Buch, sondern um eine eBook-App. Damit breche ich quasi gleich aus zwei meiner festen Muster aus und ich kann förmlich sehen, wie so mancher Leser ganz entsetzt nach Luft schnappt. Aber vielleicht atmet ihr erstmal tief durch und lehnt euch zurück, denn natürlich habe ich für alles eine wie immer gute Erklärung.

Auf einer der letzten Buchmessen lernte ich bei einem Blogger-Frühstück die Firma Skoobe kennen. Im Hinblick auf meinen USA-Aufenthalt im Januar wollte ich mir ohnehin ein Tablet zulegen und natürlich war das Angebot von Skoobe daher ziemlich interessant für mich. Denn Skoobe bietet eine umfangreiche Bibliothek an - eBooks von zahlreichen Verlagen, darunter auch viele große Verlage, und in eigentlich allen Genres sind hier zu finden. Für Januar hatte ich mir die App noch nicht zugelegt, stattdessen lud ich mir einige kostenlose eBooks für die Kindle-App runter und packte natürlich auch einige "echte" Bücher in meinen Koffer. Viel gelesen habe ich damals allerdings nicht, sodass die Skoobe damals nicht relevant für mich wurde.

Für meinen jetzigen, dreimonatigen Aufenthalt sah das allerdings schon anders aus. Denn ich lese durchschnittlich ungefähr zehn Bücher im Monat, mal mehr, mal weniger, und umgerechnet auf meine Zeit hier in Los Angeles wäre das ein extra Koffer nur mit Büchern gewesen. Und ich hätte mich vorher festlegen müssen, welche Bücher ich in dieser Zeit lesen möchte. Da ich schon Probleme habe, meinen Lesestoff nur für einen Monat oder auch nur nächste Woche festzulegen und diesen dann auch entsprechend zu lesen, kam das nicht für mich infrage. Von der ganzen Schlepperei mal ganz abgesehen. Und so sprach ich im März auf der Leipziger Buchmesse mit einer Skoobe-Kollegin über meine Möglichkeiten und testete direkt im Anschluss die App - noch während ich in Deutschland war. Was mir dort geboten wurde, gefiel mir gut - meine Merkliste wuchs und wuchs und wuchs und ehe ich mich versah, war der Testmonat auch schon rum und ich stand vor der Entscheidung: Möchte ich für eine solch umfangreiche Bibilothek monatlich einen gewissen Betrag zahlen und dafür uneingeschränkten Zugriff auf nahezu alle meine Wunschlisten-Titel haben?

skoobe-bib
Die Antwort war schnell gefunden - natürlich wollte ich das! In meinem Reisegepäck befinden sich zwar auch zehn "echte" Bücher, von denen die meisten auch schon gelesen sind, aber gerade in den letzten drei oder vier Wochen habe ich sehr oft, eigentlich fast ausschließlich auf Skoobe zurückgegriffen und damit mein Lesetempo erstaunlich gesteigert. Denn mit Skoobe kann ich immer drei Bücher gleichzeitig ausleihen und lesen. Klar, das geht mit richtigen Büchern auch, aber auf diese Weise ist es für mich etwas einfacher, meinen nächsten Lesestoff festzulegen. Und wenn ich doch was anderes lesen möchte, dann scrolle ich mich einfach durch meine Merkliste und entscheide nach Gefühl, welches eBook als nächstes in den Genuss kommt, von mir gelesen zu werden.

Versteht mich nicht falsch, ich bin weiterhin ein ernstzunehmender Verfechter von echten Büchern, doch zumindest für meine Zeit hier in Los Angeles ist diese App einfach perfekt. Und ich laufe niemals Gefahr, unterwegs im Bus plötzlich ohne Lesestoff dazusitzen. Solange ich mein Tablet in der Tasche habe. Da ich jemand bin, der sicherheitshalber immer ein zweites Buch in der Tasche hat, sind mein Rücken und meine Schulter dankbar für diese Alternative. Jede Woche kommen zwischen 70 und 90 neue Titel dazu, sodass ich eigentlich nie aus dem Stöbern rauskomme und viel Zeit damit verbringe, neue Bücher zu entdecken, von denen ich unter anderen Umständen vielleicht nie etwas gehört hätte.

Und das Beste an der ganzen Sache ist: Ich kann euch einladen, diese App ebenfalls auszuprobieren - und zwar für den ersten Monat kostenlos! Wie das geht? Ganz einfach - folgt diesem Link und den dortigen Anweisungen. Damit kommt ihr nicht nur in den Genuss, selbst alle Vorteile von Skoobe kennen zu lernen, sondern schenkt mir im Gegenzug auch noch ein paar kostenfreie Lesetage. Denn für jedes neue Mitglied, das sich über diesen Link anmeldet, bekomme ich bis zu 30 zusätzliche Tage geschenkt.

Wenn das kein guter Deal ist, dann weiß ich auch nicht.
Aber am besten macht ihr euch selbst ein Bild und berichtet mir in den Kommentaren über eure Erfahrungen. Ich für meinen Teil bin froh, dass ich Vertrauen hatte, denn wenn ich ehrlich bin, kann ich mir die Zeit hier in L.A. kaum mehr ohne Skoobe vorstellen. Diese App macht mein Leben hier in den Staaten etwas leichter, denn natürlich könnte ich auch einfach englische Bücher lesen oder mir aus der LAPL ein paar deutsche Bücher ausleihen - aber diese Alternativen sind gerade nicht besonders reizvoll für mich. Außerdem brauche ich für die App kein zusätzliches Licht, was das Nächtedurchlesen einfacher macht - mit fünf Mitbewohnern in meinem Zimmer könnte sich sonst schnell ein kleiner Streit entwickeln.

Also, probiert es aus und überzeugt euch selbst. Und das sagt euch eine, die sich immer vehement gegen die Macht von eBooks ausgesprochen und gewehrt hat ;)


Dies ist ein Gastbeitrag von Schattenwege.net, der privaten Seite unserer Chefredakteurin Jessica.

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 29. Juni 2015
 
Nachruf auf Christopher Lee

christopher leeAm Sonntag, den 7. Juni 2015, starb Christopher Lee. Einer der größten Schauspieler, die es je gegeben hat. Ein Gentleman und, so fern man es beurteilen kann, ohne ihn zu kennen, ein sehr angenehmer, vornehmer Mann, der sehr gebildet war. Die Journalisten machen es wie immer und zählen die großen Filme auf, in denen er mitgespielt hat und dann ist gleich wieder vergessen, wer da eigentlich gestorben ist. Im Prinzip bekommt man nur Fakten von ihnen. Dabei war er viel mehr als Dracula, Count Dooku, Dr. Fu Man Chu, Scaramanga und Saruman.

Er war ein Mensch, der sehr viel in seinem Leben gesehen und erlebt hat. Gutes und Schlechtes. Was zum Beispiel häufig vergessen wird zu erwähnen, ist seine Teilnahme am Zweiten Weltkrieg unter anderem auch bei einer nachrichtendienstlichen Spezialeinheit. Christopher Lee hat also in seinem Leben mehr als nur einmal das Böse, welches er so gut verkörpern konnte, gesehen. Und obwohl er sehr häufig den Gegner des Helden spielte, gelangte er zu ungeheurer Popularität und Beliebtheit. Denn er war niemals der tumbe Bösewicht, sondern strahlte immer das gewisse Etwas aus, eine Aura, die ihn überlegen wirken ließ, leicht aristokratisch, mit dem Hinweis darauf, dass unter der Oberfläche der Figur, die er spielte, die Finsternis lauerte.

So schaffte er es, ein ums andere Mal einen Film allein durch sein Auftreten zu retten. James Bond – Der Mann mit dem goldenen Colt wäre heutzutage ohne sein Zutun in Vergessenheit geraten und die neuen Star Wars Episoden 2 und 3 wären seelenlose Spektakel, wenn, ja wenn nicht ausgerechnet Christopher Lee Count Dooku gespielt hätte. Seine Präsenz, seine Ausstrahlung, seine Würde und auch Intelligenz in dieser Rolle zeigen, was alles in diesen ansonsten schlechten Filmen möglich gewesen wäre und ließ einen Jar Jar Binks vergessen. Die anderen Schauspieler dieser Filme hatten praktisch keine Chance einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Würde man einen Star Wars Fan fragen, was an den Episoden 1 bis 3 gut sein soll, die Antwort wäre Count Dooku.

Darüber hinaus war Christopher Lee äußerst belesen und widmete sich jedes Jahr dem Herrn der Ringe. Mit seiner Erfahrung und seiner Begeisterung für Tolkiens Werk, den er einmal persönlich traf, war er somit die logische Wahl für Saruman. Als ich damals hörte, er sei für diese Rolle besetzt worden, dachte ich mir, wird schon passen, mehr nicht. Denn wie der Großteil der Journalisten und der restlichen Menschen war mir sein Name zwar ein Begriff, er hatte immerhin Dracula gespielt, aber wirklich bewusst wahrgenommen hatte ich ihn zuvor nicht. Dabei muss ich zu meiner Schande gestehen, spielte er in einem meiner absoluten Lieblingsfilme mit und ohne es zu wissen, verehrte ich seine Arbeit seit Kindesbeinen an. Die Rede ist von Das letzte Einhorn. Dort spricht er sowohl auf Englisch als auch auf Deutsch den finsteren König Haggard, mit einer Eindrücklichkeit, die nur er zu schaffen vermochte. Ich erinnere mich den Film als Kind gesehen zu haben und zwar insgesamt dem Einhorn die Daumen gedrückt zu haben, wobei der Rote Stier schon irgendwie cooler war, aber König Haggard nahm mich sofort gefangen. Wenn er sprach, hang ich an seinen Lippen und ein Schauer lief mir über den Rücken. Er war ganz der Bösewicht, von der Art, die ich am Liebsten mag. Hart, bedrohlich, unnachgiebig und doch mit einem gewissen Ehrgefühl und einer Ausstrahlung, die ihn weit über den üblichem Kanonenfutter für den Helden erscheinen ließ. Er brauchte keine Waffen oder tausend Gefolgsleute, um einem Angst einzujagen, er allein reichte.

Rückblickend muss ich sagen, dass gerade dieser Film, Das letzte Einhorn, zusammen mit Astrid Lindgrens Brüder Löwenherz und Ottfried Preußlers Kleiner Hexe dafür verantwortlich ist, dass ich auch heute noch liebend gerne in Fantasy-Welten abtauche. Die Existenz eines solchen Genres war mir damals nicht bewusst, aber ich wusste eins: Ich wollte mehr solcher Geschichten lesen, sehen und hören. Ich will nicht sagen, Christopher Lee wäre der einzige Grund, warum ich diesen Film heute noch gerne sehe und er allein für die Wirkung auf mich verantwortlich ist, aber seine Stimme hat einen großen Anteil daran und ein letztes Einhorn ohne ihn ist für mich undenkbar.

Als mir all dies bewusst wurde, war ich von der Wahl, ihn zum Saruman zu machen, begeistert. Wer einen König Haggard eine Stimme geben konnte, der musste einfach auch diesen verschlagenen und gefallenen Zauberer perfekt spielen und so war es auch. Das das Synchronstudio sein Angebot sich selbst zu synchronisieren ausschlug, mit der Begründung sie wollten eine Sprechprobe von ihm, machte mich etwas wütend, schließlich hat er sich auch schon zuvor selbst synchronisiert und wäre damit die bessere Synchronversion gewesen. Wie dem aber auch sei, für mich wird Christopher Lee immer König Haggard bleiben, der oben auf einer der Zinnen seines brüchigen Schlosses neben Lady Amalthea steht und sehnsüchtig aufs Meer hinausschaut. Dorthin, wo ein Schiff in den Westen aufbricht und an einem Gestade anlandet, an das Saruman nie gelangen wird, aber ein Christopher Lee hingehört. In ein Land der Legenden und wirklich großen Menschen.

Mára mesta

König Haggard, Saruman, Dracula, Dr. Fu Man Chu und Scaramanga

Cuio vae, Christopher Lee.

- Markus Drevermann

 

Bildquelle: Christopher Lee auf der Berlinale 2013, Avda, CC BY-SA 3.0

Zuletzt aktualisiert: Montag, der 15. Juni 2015
 
Neues Science Fiction Programm bei Piper

Liebe LeserInnen,

bisher war Science Fiction bei Piper eher eine liebgewonnene Randfigur im Fantasyprogramm, wie beispielsweise "Silo" von Hugh Howey, "Rho Agenda" von Richard Phillips und die "Partials"-Trilogie von Dan Wells bei ivi. Im Herbst soll die Science Fiction zu einem Hauptdarsteller werden und Piper präsentiert im Oktober gleich vier spannende Titel:

Für den Auftakt des neuen Programms konnte der Verlag den deutschen Bestsellerautor Andreas Brandhorst gewinnen, der mit "Das Schiff" vertreten sein wird:

Seit tausend Jahren schicken die intelligenten Maschinen der Erde lichtschnelle Sonden zu den Sternen. Sie sind auf der Suche nach den Hinterlassenschaften der Muriah, der einzigen bekannten und längst untergangenen Hochkultur in der Milchstraße. Bei der Suche helfen die Mindtalker, die letzten sterblichen Menschen auf der Erde - nur sie können ihre Gedanken über lichtjahrweite Entfernungen schicken und die Sonden lenken. Doch sie finden nicht nur das technologische Vermächtnis der Muriah, sondern auch einen alten Feind, der seit einer Million Jahren schlief und jetzt wieder erwacht.

Peter F. Hamilton kehrt mit "Der Abgrund jenseits der Träume" zu seiner "Commonwealth"-Saga zurück, wobei der Band auch für Neueinsteiger bestens geeignet sein soll:

Was liegt hinter der Leere, der gefährlichsten Anomalie der Galaxis, die niemand zuvor durchquert hat? Die Leere ist ein gewaltiges, machtvolles Gebilde, mysteriöser und gefährlicher als alles im Universum. Als ein selbsternannter Prophet von dort Traumbilder empfängt, die auf eine bevorstehende Katastophe hindeuten, wird Nigel Sheldon beauftragt, zur Leere zu reisen. Er soll alles über den Ursprung der Träume herausfinden und die letzte Grenze überschreiten. Und was er entdeckt, wird über das Schicksal aller Zivilisationen entscheiden ...

die letzten und die ersten menschenMit "Die letzten und die ersten Menschen" von Olaf Stapledon ist auch ein lesenswerter Klassiker der Science Fiction vertreten:

Was wird uns in 100 Jahren erwarten, welche Zivilisationen werden in 1.000 Jahren regieren, welche Kriege in 500.000 Jahren geschlagen? Welchen kosmischen Lebensformen werden wir in Milliarden Jahren begegnen, und wie wird die Menschheit in undenkbarer, entferntester Zukunft ihr Ende finden? In diesem 1930 erstmals erschienenen Klassiker erzählt Autor und Philosoph Olaf Stapledon die gesamte Menschheitsgeschichte von der Gegenwart bis zum Sterben der letzten Galaxie ... Einer der außergewöhnlichsten, faszinierendsten und ambitioniertesten Romane aller Zeiten in hochwertiger Sammlerausstattung.

war was"War was?" von Paul Erickson rundet das phantastische Quartett humorvoll ab:

Im Jahr 1977 drehte George Lucas den kleinen, aber nett gemeinten Science-Fiction-Streifen "Star Wars". Von Beginn an war klar, dass er nie ein großes Publikum finden würde - denn wer kann sich schon mit einer überschminkten Prinzessin, einem feigen Schmuggler, einem Riesenaffen und einem offensichtlich erkälteten Typen im schwarzen Taucherhelm identifizieren? »War Was?« erzählt nun endlich die wahre Geschichte um den Krieg der Sterne, um diesem fast vergessenen und zugleich kultigen Film doch noch die Aufmerksamkeit zu verschaffen, die er verdient.

Ich begrüße das neue Science Fiction Programm sehr und freue mich schon auf den Herbst. An dieser Stelle möchte ich auch ein großes Lob für die gelungenen Cover aussprechen, die sehr stimmungsvoll gestaltet wurden.

Viele Grüße von Euer

- Judith

 

Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, der 07. Mai 2015
 
Literatopia liest “Das Gegenteil von Einsamkeit”

Wir haben kein Wort für das Gegenteil von Einsamkeit, aber wenn es eins gäbe, könnte ich sagen, genau das will ich im Leben.
(Seite 27)


Marina Keegan hat gerade ihren Yale-Abschluss in der Tasche, als sie bei einem Autounfall ums Leben kommt. Doch in ihren 22 Lebensjahren wusste sie immer ziemlich klar, was sie wollte. Schreiben. Und das tat sie. Nach ihrem Tod haben ihre Eltern gemeinsam mit Freunden, Professoren und Dozenten entschieden, dass Marinas Werk mit der ganzen Welt geteilt werden sollte, und so entstand die Website, die Millionen Leser begeistern kann - nun erobert Marina Keegan postmortem auch die Bücherregale. Mit ihrem Buch "Das Gegenteil von Einsamkeit", in welchem eine Auswahl von Kurzgeschichten und Essays sowie ihre unglaubliche Rede für ihren Abschlussjahrgang in Yale zu finden ist.

Bereits im Oktober wurde mir dieses Buch auf der Frankfurter Buchmesse präsentiert, vor einigen Wochen fand ich dann mein Rezensionsexemplar im Briefkasten - doch erst nach einer neuen Empfehlung in Leipzig, die sich aus einem Gespräch mit meinem Verlagskontakt über die bei mir anstehenden Lebensveränderungen ergab, habe ich das Buch endlich zur Hand genommen und bin in Marinas Worten eingetaucht. Schon das Vorwort von ihrer Yale-Professorin Anne Fadiman gibt dem Leser einen erstaunlichen Eindruck, welche Art Mensch Marina Keegan gewesen sein mag, und ihre Geschichten sprechen von alltäglichen Situationen, die allerdings nur selten wahrgenommen werden. Es ist ein Genuss, in ihren Worten zu versinken und das Buch nach jeder Story zur Seite zu legen und über die Botschaft nachzudenken.

Besonders beeindruckt hat mich gleich zu Beginn die Rede für Marinas Abschlussjahrgang. Mit 22 Jahren besaß diese junge Frau bereits soviel Lebenssinn und -mut, um ihren Mitabsolventen vor Augen zu halten, welche Möglichkeiten ihnen offen stehen - nämlich die ganze Welt. Es ist eine Rede, die nachhaltig auch den Leser berührt und inspiriert.

Zum Zeitpunkt dieses Artikels habe ich gerade den Kurzgeschichten-Teil beendet und freue mich nun auf die Essays, die noch folgen werden. "Das Gegenteil von Einsamkeit" ist ganz sicher kein Buch, das man mal eben schnell zwischendurch liest, sondern eine kleine Besonderheit auf dem derzeitigen Buchmarkt und definitiv jede Minute Lesezeit wert.

Wir selbst sind unsere härtesten Kritiker, und es ist leicht, sich selbst zu enttäuschen. Weil wir zu lange schlafen. Prokrastinieren. Abkürzungen nehmen.
(Seite 28)


Ihr seid neugierig geworden, aber noch nicht so ganz überzeugt? Dann schaut doch mal auf der Verlagsseite vorbei und werft einen Blick in die Leseprobe :)

Stürmische Lesegrüße aus Hamburg,
Jessica

Zuletzt aktualisiert: Dienstag, der 31. März 2015